24/04/2023
Ich wurde letztens gefragt, wie man merkt, dass sich ein Schub ankündigt.
Tja und was soll ich sagen: das ist wie immer bei CED-Erkrankungen äußerst individuell.
Das hängt zum einen davon ab, ob du Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, einen J-Pouch oder eine andere chronische Darmerkrankung hast. Zum anderen hängt es von deinen Medikamenten, deinem Lebensstil und deinen typischen Symptomen ab.
Ich persönlich habe es immer mit Blutbeimengungen im Stuhl gemerkt, was dann aber schon recht spät war (ich war damals jung und naiv 😅). Im Nachhinein betrachtet hätte ich es sicherlich auch schon früher merken können (Abgeschlagenheit, Schleimbeimengungen, Unverträglichkeiten, Blähbauch etc.).
Prinzipiell ist es bei einer chronischen Darmerkrankung sehr ratsam Tagebuch zu führen und dabei Faktoren wie „Stress, Schlaf, Essen, Medikamente, Symptome/Beschwerden, Stimmung“ zu notieren.
Dadurch wirst du
A: Achtsamer in Bezug auf dein Körpergefühl
B: Wachsamer in Bezug auf Veränderungen
C: Handlungsfähiger in Bezug auf mögliche Veränderungen, um Symptome zu mildern
Ich persönlich merke eine Verschlechterung meines J-Pouch’s immer an vermehrtem Stuhldrang und an Problemen mit meinem Zahnfleisch (meine zweite Schwachstelle).
Da ich mir dessen bewusst bin, kann ich direkt gegensteuern mit Maßnahmen wie: Omega 3 Zufuhr erhöhen, weniger Snacken, regelmäßiger essen, mehr Suppen und Brühen, weniger Histaminreiche und blähende Lebensmittel essen, mehr Yoga machen, öfter in die Natur gehen etc….
Wie ist es bei dir?
Wie merkst du, dass sich ein Schub ankündigt und was tust du dann?