27/08/2026
Die aktuellen Berichte über mutmaßlich rassistische und menschenverachtende Äußerungen eines Arztes sind erschütternd. Dazu erklärt DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß:
„Die konkreten Vorwürfe und die daraus zu ziehenden Konsequenzen müssen von den Verantwortlichen vor Ort sowie gegebenenfalls den zuständigen Behörden und berufsrechtlichen Institutionen sorgfältig aufgearbeitet werden. Eine Bewertung des Einzelfalls steht uns nicht zu.
Unabhängig davon ist unsere Haltung als Deutsche Krankenhausgesellschaft eindeutig: Rassistische, menschenverachtende oder gewaltverherrlichende Haltungen sind mit den Grundwerten einer empathischen, professionellen und diskriminierungsfreien Krankenhausversorgung nicht vereinbar.
Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass sie in einem Krankenhaus unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder Weltanschauung mit derselben Würde, demselben Respekt und derselben medizinischen Sorgfalt behandelt werden. Dieses Vertrauen gehört zu den elementaren Voraussetzungen medizinischer Versorgung.
Krankenhäuser stehen zugleich in besonderer Weise für Vielfalt. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religionen und Lebensgeschichten arbeiten hier jeden Tag gemeinsam für ihre Patientinnen und Patienten. Viele unserer Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und weiteren Beschäftigten haben internationale Wurzeln. Ohne sie wäre die Gesundheitsversorgung in Deutschland nicht aufrechtzuerhalten.
Wir haben als Deutsche Krankenhausgesellschaft deshalb immer wieder deutlich gemacht: Weltoffenheit, Toleranz und der Schutz der Menschenwürde sind für unser Gesundheitswesen keine abstrakten politischen Bekenntnisse. Sie gehören zu seinem professionellen Fundament. Wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Zugehörigkeit herabgewürdigt werden, müssen wir dieser Haltung entschieden entgegentreten.“