Sanmelio Psychotherapie

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Was wäre, wenn das Problem nicht nur in dir liegt – sondern auch mit dem System zusammenhängt, in dem du lebst? Die Syst...
27/08/2026

Was wäre, wenn das Problem nicht nur in dir liegt – sondern auch mit dem System zusammenhängt, in dem du lebst?

Die Systemische Therapie betrachtet Menschen nicht isoliert, sondern als Teil verschiedener sozialer Systeme – beispielsweise der Familie, Partnerschaft, des Freundeskreises oder des Arbeitsumfeldes. Unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen entstehen und entwickeln sich immer auch im Zusammenspiel mit anderen Menschen.

Manchmal geraten wir in Muster, die uns belasten: Konflikte wiederholen sich, Missverständnisse entstehen immer wieder oder wir übernehmen Rollen, die uns auf Dauer erschöpfen. Aus systemischer Sicht sind solche Schwierigkeiten nicht einfach Ausdruck persönlicher Schwächen, sondern oft Teil komplexer Beziehungsdynamiken.
In der Therapie geht es darum, diese Muster sichtbar zu machen, neue Perspektiven zu entwickeln und vorhandene Ressourcen zu entdecken. Dabei wird nicht nach Schuldigen gesucht, sondern nach Zusammenhängen, Möglichkeiten und Veränderungen.

Die zentrale Frage lautet nicht: „Was stimmt mit mir nicht?“

Sondern: „Welche Wechselwirkungen tragen dazu bei, dass dieses Problem bestehen bleibt?“

Wenn wir verstehen, wie wir mit anderen Menschen verbunden sind und welche Rollen, Erwartungen und Kommunikationsmuster unser Leben beeinflussen, entstehen oft neue Handlungsmöglichkeiten.

Denn manchmal beginnt Veränderung nicht damit, sich selbst zu verändern – sondern damit, Beziehungen und Zusammenhänge aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Was wäre, wenn manche deiner Reaktionen nicht gegen dich arbeiten – sondern versuchen, dich zu schützen? Die Schemathera...
25/08/2026

Was wäre, wenn manche deiner Reaktionen nicht gegen dich arbeiten – sondern versuchen, dich zu schützen?

Die Schematherapie geht davon aus, dass wir alle emotionale Grundbedürfnisse haben: nach Sicherheit, Bindung, Autonomie, Anerkennung und einem gesunden Umgang mit Gefühlen.

Werden diese Bedürfnisse in der Kindheit nicht ausreichend erfüllt, können sich sogenannte Schemata entwickeln – tief verankerte Muster, die beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere Menschen und die Welt denken.

Vielleicht fühlst du dich schnell zurückgewiesen, hast hohe Ansprüche an dich selbst oder stellst die Bedürfnisse anderer oft über deine eigenen. Aus Sicht der Schematherapie sind solche Muster keine Schwäche und kein persönliches Versagen. Häufig waren sie einmal sinnvolle Strategien, um mit schwierigen Erfahrungen umzugehen.

In der Therapie geht es darum, diese Muster zu erkennen, ihre Ursprünge zu verstehen und neue, hilfreichere Wege im Umgang mit sich selbst zu entwickeln. Dabei spielt auch die Förderung von Selbstmitgefühl eine wichtige Rolle.

Die zentrale Frage lautet nicht: „Warum bin ich so?“

Sondern: „Welche Erfahrungen haben diese Muster geprägt – und was brauche ich heute wirklich?“

Wenn wir lernen, unseren verletzlichen Anteilen mit Verständnis, statt mit Kritik zu begegnen, können alte Muster nach und nach ihre Macht verlieren.

Denn manchmal beginnt Heilung nicht damit, härter gegen sich selbst zu kämpfen – sondern damit, sich selbst das zu geben, was lange gefehlt hat.

Was wäre, wenn manche deiner heutigen Reaktionen mehr mit deiner Vergangenheit zu tun haben, als du denkst?Die psychoana...
20/08/2026

Was wäre, wenn manche deiner heutigen Reaktionen mehr mit deiner Vergangenheit zu tun haben, als du denkst?

Die psychoanalytisch fundierte Psychotherapie basiert auf der Annahme, dass wir nicht immer vollständig verstehen, warum wir fühlen, denken oder handeln, wie wir es tun.

Viele unserer inneren Muster entwickeln sich früh im Leben und wirken oft weiter, ohne dass sie uns bewusst sind.

Vielleicht begegnen dir ähnliche Konflikte immer wieder. Vielleicht fällt es dir schwer, anderen zu vertrauen, Grenzen zu setzen oder mit bestimmten Gefühlen umzugehen.

Aus psychoanalytischer Sicht sind solche Muster keine Schwäche, sondern oft nachvollziehbare Antworten auf frühere Erfahrungen.

In der Therapie geht es darum, diese Zusammenhänge behutsam zu erkunden und unbewusste Konflikte, Wünsche und Beziehungserfahrungen besser zu verstehen.

Denn was verstanden wird, kann oft auch verändert werden.

Die zentrale Frage lautet nicht: „Was stimmt nicht mit mir?“

Sondern: „Welche Erfahrungen haben mich geprägt – und wie beeinflussen sie mich heute noch?“

Indem wir unsere innere Geschichte besser kennenlernen, entsteht die Möglichkeit, alte Muster zu erkennen, neue Erfahrungen zu machen und sich selbst mit mehr Verständnis zu begegnen.

Denn manchmal beginnt Veränderung nicht damit, dass wir etwas Neues lernen – sondern damit, dass wir verstehen, was uns schon lange begleitet.

18/08/2026

Es gibt viele Vorurteile über Psychotherapie, die Menschen davon abhalten können, sich Unterstützung zu suchen.

Hier sind drei der häufigsten Mythen:

Mythos 1: Psychotherapie ist nur etwas für „verrückte“ Menschen.

Tatsächlich nehmen Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen eine Psychotherapie in Anspruch. Dazu gehören beispielsweise Depressionen, Angststörungen, Stress, belastende Lebensereignisse oder der Wunsch, sich selbst besser zu verstehen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Mythos 2: Der Therapeut löst alle Probleme.

Psychotherapie bedeutet nicht, dass dir jemand fertige Lösungen vorgibt. Stattdessen unterstützt dich dein Therapeut dabei, deine Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster besser zu verstehen und gemeinsam mit dir individuelle Lösungswege zu erarbeiten.

Mythos 3: Psychotherapie ist Teamarbeit.

Dieser Mythos ist wahr. Der Erfolg einer Therapie basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Patient. Während der Therapeut fachliches Wissen und geeignete Methoden einbringt, sind deine aktive Mitarbeit und die Umsetzung neuer Strategien im Alltag wichtige Bestandteile des therapeutischen Prozesses.

Psychotherapie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern kann ein wichtiger Schritt sein, um die eigene psychische Gesundheit zu stärken und langfristig das Wohlbefinden zu verbessern.

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) geht davon aus, dass schwierige Gedanken, Gefühle und innere Erfahrungen ei...
14/08/2026

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) geht davon aus, dass schwierige Gedanken, Gefühle und innere Erfahrungen ein natürlicher Teil des Menschseins sind.

Statt ständig gegen sie anzukämpfen, lernen wir, ihnen mit mehr Offenheit und Akzeptanz zu begegnen.

ACT fördert dabei die sogenannte psychische Flexibilität: die Fähigkeit, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein, Gedanken nicht immer für bare Münze zu nehmen und das eigene Handeln an den persönlichen Werten auszurichten.

Das Ziel ist nicht, nie wieder Angst, Traurigkeit oder Unsicherheit zu erleben. Das Ziel ist, trotz dieser Erfahrungen ein erfülltes, bedeutungsvolles Leben zu führen.

Denn manchmal entsteht Veränderung nicht dadurch, dass wir gegen unsere Gefühle kämpfen – sondern dadurch, dass wir lernen, ihnen Raum zu geben und trotzdem in die Richtung zu gehen, die uns wichtig ist.

Akzeptanz bedeutet nicht Aufgeben.

Akzeptanz bedeutet, aufzuhören, gegen die eigene innere Erfahrung zu kämpfen, um die Energie stattdessen in das Leben zu investieren, das man führen möchte.

Was wäre, wenn nicht alles, was du denkst, auch wahr ist? Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) geht davon aus, dass un...
11/08/2026

Was wäre, wenn nicht alles, was du denkst, auch wahr ist?

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) geht davon aus, dass unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen eng miteinander verbunden sind. Wie wir Situationen interpretieren, beeinflusst, wie wir uns fühlen und wie wir handeln.

Manchmal entwickeln wir Denkweisen, die uns belasten – etwa Selbstzweifel, Grübeln oder die Erwartung, zu scheitern.

Diese Gedanken erscheinen oft so selbstverständlich, dass wir sie kaum hinterfragen.

In der KVT lernen wir, solche Denkmuster bewusst wahrzunehmen, auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und hilfreiche Alternativen zu entwickeln.

Dabei geht es nicht darum, sich alles schönzureden oder ausschließlich positiv zu denken. Vielmehr geht es darum, die Realität möglichst ausgewogen und hilfreich zu betrachten.

Die zentrale Frage lautet nicht: „Wie kann ich nur positiv denken?“

Sondern: „Ist das, was ich gerade denke, wirklich die einzige mögliche Sichtweise?“

Indem wir unsere Gedanken besser verstehen und neue Erfahrungen zulassen, können wir Schritt für Schritt aus belastenden Mustern aussteigen und mehr Handlungsspielraum gewinnen.

Denn manchmal beginnt Veränderung nicht damit, dass sich die Situation verändert – sondern damit, dass wir lernen, sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

06/08/2026

Wenn Gedanken laut werden, fällt es oft schwer, im Moment zu bleiben.

Der Körper fühlt sich angespannt an, der Kopf kreist ununterbrochen und selbst kleine Dinge können plötzlich überwältigend wirken.

In solchen Momenten kann es helfen, dem Nervensystem über bewusste Sinneswahrnehmungen Sicherheit und Orientierung zu vermitteln und sich zu erden.

Schon kleine Dinge können dabei helfen:

die Füße bewusst spüren,
die Hände wahrnehmen,
den Blick im Raum schweifen lassen,
Farben entdecken
oder den Atem bewusst beobachten.

Denn wenn wir beginnen, unsere Aufmerksamkeit wieder auf den gegenwärtigen Moment zu richten, kann sich auch das Nervensystem langsam etwas beruhigen.

Du musst nicht sofort alles lösen.
Manchmal reicht es erst einmal im Hier & Jetzt anzukommen und sich selbst bewusst zu werden.

Wenn uns etwas Angst macht, ist unser erster Impuls oft, Abstand davon zu nehmen. Das ist verständlich. Schließlich möch...
04/08/2026

Wenn uns etwas Angst macht, ist unser erster Impuls oft, Abstand davon zu nehmen. Das ist verständlich. Schließlich möchte unser Gehirn uns schützen und unangenehme Gefühle vermeiden.

Kurzfristig kann Vermeidung Erleichterung verschaffen.

Langfristig lernt unser Gehirn jedoch oft etwas anderes: „Gut, dass wir die Situation vermieden haben – sie muss wirklich gefährlich gewesen sein."

Dadurch bleibt die Angst bestehen oder wird sogar stärker.

Genau hier setzt die Exposition an.

Dabei stellen sich Menschen schrittweise und bewusst den Situationen, Gedanken oder Reizen, die Angst auslösen.

Nicht, um sich zu überfordern, sondern um neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Exposition bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Exposition bedeutet, trotz Angst die Erfahrung zu machen, dass man mit ihr umgehen kann.

Mit der Zeit kann das Gehirn lernen:
• Die Situation ist vielleicht unangenehm, aber nicht so gefährlich wie befürchtet.
• Angst darf da sein und geht wieder vorbei.
• Ich bin handlungsfähiger, als ich dachte.

Exposition gehört zu den wirksamsten Methoden bei vielen Angststörungen.

Sie hilft nicht dadurch, dass die Angst bekämpft wird, sondern dadurch, dass neue Lernerfahrungen entstehen.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben.
Mut bedeutet, einen Schritt in die Richtung zu gehen, trotz der Angst.

# Angstverstärkung

30/07/2026

ADHS ist weit mehr als Unruhe oder Vergesslichkeit. Trotzdem halten sich viele Vorurteile hartnäckig und können dazu beitragen, dass Betroffene erst spät erkannt oder missverstanden werden.

Das Wichtigste auf einen Blick:

* ADHS betrifft nicht nur Kinder – die Symptome können bis ins Erwachsenenalter bestehen.

* Menschen mit ADHS können sich sehr gut konzentrieren – entscheidend ist die Regulation der Aufmerksamkeit, nicht ihre grundsätzliche Fähigkeit. Hyperfokus ist ein bekanntes Phänomen.

* ADHS hat nichts mit Intelligenz zu tun. Die Herausforderungen liegen häufig in den exekutiven Funktionen, z. B. beim Planen, Organisieren oder Beginnen von Aufgaben.

Welchen dieser Mythen hast du schon einmal gehört?

Dieser Beitrag dient der Psychoedukation und ersetzt keine Diagnostik. Wenn du dich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennst und darunter leidest, kann eine professionelle Abklärung sinnvoll sein.

Viele Menschen beginnen eine Psychotherapie mit der Vorstellung, dass es von nun an kontinuierlich bergauf geht. Sie erw...
28/07/2026

Viele Menschen beginnen eine Psychotherapie mit der Vorstellung, dass es von nun an kontinuierlich bergauf geht.

Sie erwarten, dass die Beschwerden von Woche zu Woche weniger werden und sie sich zunehmend besser fühlen.

In der Realität verläuft Psychotherapie jedoch meist anders.

Psychische Veränderungsprozesse sind selten linear.

Oft gibt es Phasen, in denen sich spürbare Fortschritte zeigen, gefolgt von Zeiten, in denen alte Gedanken, Gefühle oder Verhaltensmuster wieder stärker auftreten.

Das kann verunsichern und den Eindruck vermitteln, dass man Rückschritte macht.

Tatsächlich sind solche Schwankungen häufig ein normaler Bestandteil des therapeutischen Prozesses.

Wenn wir beginnen, uns mit belastenden Erfahrungen, ungelösten Konflikten oder lange vermiedenen Gefühlen auseinanderzusetzen, können diese zunächst intensiver wahrgenommen werden.

Das bedeutet nicht, dass die Therapie nicht wirkt. Im Gegenteil: Oft ist dies ein Zeichen dafür, dass wichtige Themen bearbeitet werden.

Psychotherapie bedeutet nicht, schwierige Gefühle verschwinden zu lassen.

Vielmehr geht es darum, einen neuen Umgang mit ihnen zu entwickeln und hilfreiche Bewältigungsstrategien zu erlernen.

Fortschritt zeigt sich daher nicht nur darin, dass es einem besser geht.

Er zeigt sich auch darin, dass man belastende Situationen anders bewältigt, eigene Bedürfnisse früher wahrnimmt, Grenzen setzt oder sich selbst mit mehr Mitgefühl begegnet.

Manchmal fühlt sich Heilung wie zwei Schritte vor und einen Schritt zurück an. Betrachtet man jedoch den gesamten Weg, wird oft deutlich, wie viel Entwicklung bereits stattgefunden hat.

Wenn du dich gerade in einer Phase befindest, in der du das Gefühl hast, festzustecken oder nicht voranzukommen, bedeutet das nicht, dass du gescheitert bist.

Auch solche Phasen können ein wichtiger Teil des Prozesses sein.

Veränderung braucht Zeit und jeder noch so kleine Schritt zählt.

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