23/05/2026
Manche Tattoos entstehen aus einer spontanen Idee.
Und manche erzählen eine Geschichte, die kaum in Worte zu fassen ist.
Diese Person hat einen Stromstoß mit 25.000 Volt überlebt.
2 % Überlebenschance.
Zwei Jahre Krankenhaus.
Über 50 Operationen.
Jahrelange Rehabilitation, um den eigenen Körper und das eigene Leben Stück für Stück neu zu erlernen.
Der Wunsch war, sie in etwas Eigenes zu verwandeln. Nicht als Verdrängung – sondern als Teil der Geschichte.
Die großflächigen Vernarbungen und Hauttransplantationen sollten dabei nicht versteckt werden.
Gemeinsam haben wir in zwei aufeinanderfolgenden Tagen diesen Totenkopf und die freihändig gestochenen elektrischen Verästelungen umgesetzt.
Ein Motiv, das Schmerz, Überleben, Veränderung und Stärke gleichzeitig trägt.
Wahrscheinlich wird sich dieses Projekt in Zukunft noch über die gesamte rechte Körperhälfte weiterziehen.
Für mich war es weit mehr als nur ein Tattoo.
Es war eines dieser Projekte, die zeigen, wie viel Bedeutung Tätowierungen tragen können – besonders dann, wenn ein Körper Dinge überstanden hat, die eigentlich unmöglich erschienen.