27/08/2026
Vitamin-B12-Mangel: Diese drei Risikogruppen sollten Sie im Blick haben
Ein Vitamin-B12-Mangel ist bei Risikogruppen weit verbreitet. Welche Personen sind besonders gefährdet? Und worauf ist bei der Produktempfehlung zum Ausgleich des Mangels zu achten?
Erstellt am 21.01.2026, 00:01 Uhr
Risikogruppe 1: Personen mit Resorptionsstörungen
Die häufigste Ursache eines klinisch manifesten Mangels bei Erwachsenen ist eine gestörte Vitamin-B12-Resorption. Resorptionsstörungen können als Folge von chronischen Magen-Darm-Erkrankungen, wie einer atrophischen Gastritis und Morbus Crohn, oder Magen- oder Darmoperationen auftreten. Aber auch durch die längerfristige Einnahme einiger Medikamente und durch altersbedingte Veränderungen im Verdauungstrakt kann es zur Malabsorption kommen. Daher sind vor allem ältere Menschen häufig von einem Vitamin-B12-Mangel betroffen1.
Risikogruppe 2: Personen unter Metformin- oder PPI-Therapie
Ein häufig verordnetes Medikament, das einen Vitamin-B12-Mangel verursachen kann, ist Metformin. Das Antidiabetikum verringert die aktive Aufnahme von Vitamin B12 im Darm. Bei einer längerfristigen Therapie mit mehr als 2.000 mg Metformin täglich haben Patienten mit Typ-2-Diabetes ein dreifach höheres Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel als Patienten ohne diese Behandlung2. Der Mangel tritt bei bis zu 30 % der Patienten unter Metformintherapie auf3.
Auch die Einnahme von PPI wie Omeprazol oder Pantoprazol kann zum Vitamin-B12-Mangel führen. Die Magensäure ist erforderlich, um das Vitamin aus dem Nahrungsprotein freizusetzen. Eine Einnahme von PPI über mindestens zwei Jahre erhöht das Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel um 65 %4.
Risikogruppe 3: Veganer und Vegetarier
Vitamin B12 kommt nahezu nur in tierischen Lebensmitteln vor. Personen, die sich vegan ernähren und keine Vitamin-B12-Präparate einnehmen, haben daher ein hohes Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel5. Auch für Menschen, die sich vegetarisch oder einseitig ernähren oder eine restriktive Diät einhalten, kann das Risiko steigen6. Vor allem in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen aufgrund ihres erhöhten Nährstoffbedarfs auf eine ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr achten und bei Bedarf supplementieren7.