28/05/2026
Was, wenn mal wieder eine Weltkriegsbombe in der Nähe eines Altenheims und eines Krankenhauses gefunden und schnellstmöglich entschärft werden muss? Klar: Evakuierung! Aber wer weiß Bescheid, was bei der Evakuierung von Pflegebedürftigen zu beachten ist und was überhaupt für deren lückenlose Weiterversorgung benötigt wird? Natürlich sind Pflegefachpersonen vor Ort, diese sind allerdings für den Krisen- und Katastropheneinsatz häufig nicht vorbereitet. Und auch für die Rettungssanitäter:innen ist das eine Ausnahmesituation, in der sie es mit pflegebedürftigen Menschen zu tun haben, für deren Versorgung sie nicht spezifisch ausgebildet sind. Wer koordiniert also solche Situationen speziell für die Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen und übernimmt deren Versorgung?
Genau so ein Fall ist gestern in Moers eingetreten. Und unsere Fachberater:innen Pflege aus der DRK-Schwesternschaft „Bonn" e.V. und der DRK-Schwesternschaft Krefeld e.V. wurden in den Einsatz gerufen. Diese Kolleg:innen haben die Schulung zur FACHBERATUNG FÜR PFLEGE IM BEVÖLKERUNGSSCHUTZ beim Kompetenzzentrum für Pflege im Bevölkerungsschutz durchlaufen und sind deshalb speziell für den Einsatz im Bevölkerungsschutz im Krisen- und Katastrophenfall ausgebildet. Sie sind geschult zu den Themen
➕ Mapping
➕ Exitplan
➕ Triagieren
➕ Kommunikation in Krisen und Katastrophensituationen
➕ Psychosozialer Support
➕ Mental Health
➕ Reflexion
➕ Hygieneförderung
und können so sowohl beratend als auch praktisch in diesen herausfordernden Situationen eingesetzt werden.
Dieser Einsatz hat einmal mehr gezeigt: Unsere Unterstützung ist unerlässlich und wird in Zukunft umso mehr gebraucht, da wetter- und klimabedingte Katastrophen, Pandemien und auch die Gefahr von Cyberangriffen immer weiter zunehmen werden. Wir setzen uns weiterhin für die Aufklärung dieser Notwendigkeit und die flächendeckende Weiterbildung zur Fachberatung für Pflege im Bevölkerungsschutz ein und fordern, dass die Fachberatung Pflege strategisch in den Bevölkerungsschutz integriert wird.