Naturheilpraxis Jean-Peter Lange

Naturheilpraxis Jean-Peter Lange Ich bin seit 36 Jahren Heilpraktiker, behandle und berate seit über 30 Jahren in meiner Vollzeitpraxis.

Das Lebendige muss sich in ständiger innerer Bewegung befinden, um in einem veränderten Umfeld immer das gleiche Wesen zu bleiben. Als Heilpraktiker begeben wir uns auf die Suche nach verborgenen Gründen für Ihre gesundheitlichen Probleme, die nicht selten sogar die offensichtlichen Gründe sind. Nicht jede Erkrankung oder jedes Leiden kann mit Hilfe der Lehrmedizin durch die Einnahme von klassisc

hen Medikamenten nachhaltig gelöst werden. Mit bewährten Diagnoseverfahren gehen wir der Sache auf den Grund und finden die Auslöser für Ihr Leiden. Zunächst nehmen wir uns in der Regel ausreichend Zeit für ein intensives Gespräch. Durch eine sehr frühe Diagnose von Funktionen und Organen, dem Aufspüren von umwelttoxischen Belastungen und der gezielten Heilung geschädigter Systeme unterscheiden wir uns in der Vorsorge von der klassischen Lehrmedizin. Durch erfahrungsheilkundliches Fachwissen, innovative Methodik und breites Therapiespektrum biete ich Ihnen eine erstklassige Behandlung.

17/06/2026

Kriegskinder aus stark bombardierten Gebieten im Zweiten Weltkrieg unterscheiden sich im höheren Alter psychisch und körperlich nicht von weniger stark betroffenen Gleichaltrigen. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der Uni Greifswald.

Auch bei den erwachsenen Kindern der Kriegsgeneration fanden die Forschenden keine Anzeichen einer Weitergabe negativer Auswirkungen.

Überraschend hohe Resilienz
„Unsere Ergebnisse sprechen für eine überraschend hohe Resilienz der damaligen Kinder“, sagt Studienleiterin Dr. Theresa Entringer vom Institut für Psychologie der Universität Greifswald. „Sie geben Hoffnung, dass frühe, extrem belastende Erfahrungen nicht zwangsläufig zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen müssen.“

Historische Bombadierungsdaten verknüpft mit Langzeitstudie
Das Team verzichtete auf rückblickende Befragungen, die für Erinnerungsverzerrungen anfällig sind. Stattdessen verknüpfte es historische Zerstörungsdaten von rund 1700 Gemeinden mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), einer der größten Langzeitstudien weltweit.

Wie stark die Orte, in denen die damaligen Kinder lebten, bombardiert und zerstört wurden, diente als objektives Maß dafür, wie stark sie in ihrer frühen Kindheit Kriegserfahrungen ausgesetzt waren.

Essen und Emotionen sind untrennbar miteinander verknüpft. Das Feld des emotionalen Essverhaltens gilt nach wie vor als ...
17/06/2026

Essen und Emotionen sind untrennbar miteinander verknüpft. Das Feld des emotionalen Essverhaltens gilt nach wie vor als unterdiagnostiziert, auch im Rahmen der Betreuung vor und nach einer bariatrischen Operation. Dabei erschwert es die dringend notwendigen Veränderungen des Essverhaltens erheblich. Nach der Operation wird von den Betroffenen gefordert, sich an die neuen Lebensumstände anzupassen. Das kann schnell überfordernd oder sogar beängstigend sein. Ganz im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe haben wir im Verlauf unseres Buches kleine Trainingsprogramme zusammengestellt. Diese sollen Ihnen Tipps und Werkzeuge mit an die Hand geben, um mit geringem zeitlichem Aufwand die Kontrolle über Ihr Essverhalten zurückzugewinnen. Wir als Ernährungstherapeutinnen kommen nicht selten an unsere fachlichen Grenzen. Während unserer intensiven Zusammenarbeit mit unseren Patient*innen kommen wir unweigerlich mit sehr emotionalen Themen wie Krisen, Verlust und Leid in Berührung. Sollten Sie das Gefühl haben, von Ihren Sorgen und Emotionen überrannt zu werden, so möchten wir Sie ausdrücklich dazu ermutigen, sich zusätzliche Unterstützung ins Boot zu holen.

Der Food-Noise-Selbsttest

Info: Blutfette (Lipide)Lipide haben lebenswichtige Funktionen im Organismus. Sie dienen u.a. als Energiespeicher, sind ...
17/06/2026

Info: Blutfette (Lipide)
Lipide haben lebenswichtige Funktionen im Organismus. Sie dienen u.a. als Energiespeicher, sind Bausteine von Zellwänden und Grundstoffe für Hormone. Zu den wichtigsten Lipiden im Blut gehören:

LDL-Cholesterin (das sogenannte schlechte Cholesterin),
HDL-Cholesterin,
Triglyzeride (Neutralfette, diese werden vor allem über die Nahrung aufgenommen und sind durch eine Ernährungsumstellung mit Alkoholreduktion und Bewegung gut zu beeinflussen),
Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ein erblich bedingter Risikofaktor.
Welcher LDL-C-Zielwert ist anzustreben?
Entsprechend den neuen Therapieempfehlungen werden in Abhängigkeit von der individuellen Gesundheitssituation folgende LDL-Werte angestrebt:

Für gesunde Menschen mit niedrigem Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, also ohne Risikofaktoren, gilt ein LDL-Cholesterinwert unter 116 mg/dl (

Guidelines evaluate and summarize available evidence with the aim of assisting health professionals in proposing the best diagnostic or therapeutic approac

Selbstverantwortung in der Gesundheit"Viel besser ist es, Sie bringen einen abgearbeiteten Menschen nicht in ein Sanator...
10/06/2026

Selbstverantwortung in der Gesundheit
"Viel besser ist es, Sie bringen einen abgearbeiteten Menschen nicht in ein Sanatorium, sondern in ein Milieu, wo er Freude hat, zuerst seelische Freude, aber auch physische Freude. Den Menschen in ein Milieu der Freude zu bringen, wo bei jedem Schritt das innere Gefühl der Freude wach wird, das ist es, was ihn gesund macht, wenn er etwa die Sonnenstrahlen durch die Bäume fallen sieht, die Farben und den Duft der Blumen wahrnimmt. Das muss aber der Mensch selbst fühlen können, so dass er seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen kann. Jeder Schritt soll ihn anregen zu innerer Tätigkeit. Paracelsus tat den schönen Ausspruch: Es soll jeder am besten er selbst, seiner selbst und keines andern sein. - Es ist schon eine Beschränkung dessen, was uns gesund macht, wenn wir erst zu einem andern gehen müssen. Da stehen wir schon den äußeren Eindrücken gegenüber, die wohl für kurze Zeit Erfolg zu haben scheinen, aber schließlich gerade zur Hysterie führen.

Kritik am Kurierfieber
Wenn man die Sache so betrachtet, so kommt man auf andere gesunde Gedanken. Es gibt heute Menschen und auch Ärzte, besonders Laienärzte, die einen Kampf führen gegen die Schulmedizin. Es ist ja eine Reform der Medizin nötig, aber das kann nicht durch diese Kämpfe geschehen, sondern geisteswissenschaftliche Tatsachen müssen in die Wissenschaft selbst gelangen. Die Geisteswissenschaft ist aber nicht dazu da, den Dilettantismus zu fördern. Es gibt heute Menschen, die das Kurierfieber haben. Es ist ja sehr leicht, bei einem Menschen die und die Krankheit zu finden. Da findet einer, dass dieses oder jenes Organ nicht so ausschaut, wie bei einem andern. Da atmet einer nicht so, wie der vom Kurierfieber Ergriffene meint, dass alle atmen müssen. Und dann muss kuriert werden! Schauderhaft, höchst schauderhaft! Denn darum handelt es sich gar nicht, dass man auf einen schablonenhaften Begriff der Gesundheit hinarbeitet. Es ist sehr leicht zu sagen, das und das entspricht der Gesundheit nicht. Da ist jemandem ein Bein abgefahren; der ist krank, sicher kränker als einer, der unregelmäßig atmet, der an der Lunge krank ist. Es handelt sich aber nicht darum, diesen Menschen zu kurieren. Es wäre töricht zu sagen: Man muss sehen, dass dieser Mensch wieder zu seinem Bein kommt! - So machen Sie ihm doch sein Bein wachsen! Es handelt sich vielmehr darum, ihm das Leben so erträglich wie möglich zu machen.

Individuelle Fehler und Anpassung
Das ist so im Groben; im Feineren ist es aber dasselbe. Denn bei jedem Menschen könnte man irgendwo einen kleinen Fehler finden. Auch hier handelt es sich manchmal gar nicht darum, den Fehler zu beheben, sondern darum, dem Menschen trotz des Fehlers das Leben so erträglich als möglich zu machen. Denken Sie sich eine Wunde am Stamm einer Pflanze. Da wachsen die Gewebe und die Rinde um die Wunde herum. Ähnlich ist es auch beim Menschen. Die Kräfte der Natur erhalten das Leben, indem sie herumwachsen um den Fehler. In diesen Fehler, alles kurieren zu wollen, verfallen hauptsächlich die Laienärzte. Sie wollen allen Menschen die eine Gesundheit anzüchten. Aber die eine Gesundheit gibt es so wenig wie den einen normalen Menschen. Nicht nur die Krankheiten sind individuell, sondern auch die Gesundheiten. Das Beste, was wir dem Menschen geben können, sei es als Arzt, sei es als Ratgeber, ist, ihm die feste Empfindung zu geben, dass er sich selbst behaglich fühlt, wenn er gesund, unbehaglich, wenn er krank ist. Das ist heute gar nicht so leicht bei unseren Verhältnissen. Am meisten wird einer, der die Sache versteht, sich vor solchen Krankheiten fürchten, die nicht durch Müdigkeit und Schmerzen zum Ausdruck kommen. Deshalb ist es so schlimm, sich mit Morphium zu beruhigen. Gesund ist es, wenn Gesundheit Lust, Krankheit Unlust bringt. Diese gesunde Lebensweise können wir erst erwerben, wenn wir uns innerlich stark machen. Das tun wir, wenn wir den komplizierten Verhältnissen auch ein starkes Inneres entgegensetzen. Das Gesundheitsfieber wird erst aufhören, wenn die Menschen nicht mehr nach der Gesundheit als solcher streben. Der Mensch muss fühlen und empfinden lernen, ob er gesund ist, und dass man fehlendes Wohlbefinden leicht ertragen kann. Das ist nur möglich durch eine starke Weltanschauung, die bis in den physischen Körper wirkt. Sie stellt die Harmonie her. Eine solche Weltanschauung hängt aber nicht von äußeren Eindrücken ab. Die geisteswissenschaftliche Weltanschauung führt den Menschen in Gebiete, die er nur erreichen kann, wenn er innerlich tätig ist. Man kann nicht ein geisteswissenschaftliches Buch lesen, wie man andere Bücher liest. Es muss so geschrieben sein, dass es die Eigentätigkeit hervorruft. Je mehr man sich selbst abplagen muss, je mehr zwischen den Zeilen steht, desto gesünder ist es. Das betrifft nur das theoretische Gebiet. Die Geisteswissenschaft wirkt aber auf allen Gebieten."

(Die Erkenntnis der Seele und des Geistes - GA 56, 05.12.1907, Dornach 1985, S. 222–224)

Die Vortrags-Texte stammen aus frei im Internet verfügbaren Versionen der GA. Diese wurden in Obsichan importiert, strukturiert und mit KI-generierten Zusammenfassungen und Zwischenüberschriften versehen.

Das Wichtigste in KürzeFrage: Wann können Patientinnen und Patienten nach einer Kolorektalkarzinom-Resektion als geheilt...
10/06/2026

Das Wichtigste in Kürze
Frage: Wann können Patientinnen und Patienten nach einer Kolorektalkarzinom-Resektion als geheilt gelten?

Antwort: Sechs Jahre nach einer kurativ intendierten Resektion liegt die Rezidivinzidenz unter 1 Prozent pro Jahr. Patienten ohne Rezidiv bis zu diesem Zeitpunkt können als praktisch geheilt betrachtet werden.

Bedeutung: Die Erkenntnis kann helfen, die Dauer der Nachsorge anzupassen. Dies kann langfristig die Lebensqualität der Patienten verbessern.

Einschränkung: Die Analyse basiert ausschließlich auf Patienten, die eine adjuvante Chemotherapie erhielten und mindestens sechs Jahre nachbeobachtet wurden. Für präzisere Berechnungen wären längere Nachbeobachtungszeiträume nötig.

Genua. Wann darf in der Onkologie von Heilung gesprochen werden? Der Begriff ist schwierig und nicht klar definiert. Übliche Studienendpunkte wie Gesamtüberleben und krankheitsfreies Überleben seien wenig geeignet, eine Heilung zu charakterisieren, da hier auch Ereignisse wie Sekundärtumoren und Todesfälle einflössen, die nichts mit der ursprünglichen Krebserkrankung zu tun hätten, berichten Onkologinnen und Onkologen um Dr. Alessandro Pastorino von der Klinik San Martino in Genua.

Bezogen auf Kolorektalkarzinome (CRC) verweisen sie auf Arbeiten, nach denen bei einem jährlichen Rezidivrisiko unter 1 Prozent die Gefahr einer Rückkehr des Tumors zu vernachlässigen ist. Die Wahrscheinlichkeit, an einer anderen Ursache schwer zu erkranken und zu sterben, sei dann wesentlich höher.

Nach einer Datenbankanalyse mit Einzelpatientendaten aus 15 kontrollierten Studien (JAMA Oncol 2025; online 2. Oktober) kommen sie zu dem Schluss, dass sechs Jahre nach einer kurativ intendierten CRC-Resektion die Rezidivinzidenz unter 1 Prozent pro Jahr fällt. Treten bis zu diesem Zeitpunkt keine Rezidive auf, sollte den CRC-Kranken erläutert werden, dass sie von ihrem Tumor als geheilt betrachtet werden können.

This pooled analysis of 15 phase 3 randomized clinical trials classifies long-term outcomes of colon cancer years after surgery and explores when the incidence of true relapses of the initial colon cancer approaches 0% to define cure in this disease.

13/05/2026

Neue Hilfe bei Neurodermitis? Hautregeneration mit Bitterstoffen
Bitterstoffe schmecken nicht nur bitter. Sie regulieren diverse Prozesse im menschlichen Organismus und stärken unter anderem die Hautbarriere.

Die Wurzel des Gelben Enzian enthält reichlich Bitterstoffe.
Bitterstoffrezeptoren überall ...
Bitterstoffe liegen voll im Trend. Völlig zu Recht, denn sie haben eine vielfältige, positive Wirkung auf unseren Organismus. Nehmen wir einen bitteren Geschmack im Mund wahr, aktiviert das unser Immunsystem und unsere Verdauung und reguliert das vegetative Nervensystem.

Was pflanzliche Bitterstoffe sind, scheint schnell beantwortet: Es sind Inhaltsstoffe, die bitter schmecken. Für diesen Beitrag wollen wir aber eine andere Definition wählen: Es sind Stoffe, die an Bitterrezeptoren andocken. Geschieht dies im Zungenbereich, nehmen wir einen bitteren Geschmack wahr. Doch nicht nur die Zunge ist mit diesen Rezeptoren bestückt. In den letzten zwei Jahrzehnten konnten sie im Gehirn, der Blase, auf der Atemschleimhaut und in weiten Bereichen des Darms nachgewiesen werden. Und auch auf der Haut.

Was die vielen Funktionen dieser Bitterrezeptoren ist, wird immer noch erforscht. Fest steht: Nur jene der Zunge dienen der bewussten Wahrnehmung eines bitteren Geschmackes. Alle anderen haben andere Aufgaben. In diesem Beitrag widmen wir uns jenen der Haut.

Die Haut nimmt bitter wahr
Bittere Heilpflanzen finden als verdauungsanregende und tonisierende Arzneimittel seit Jahrtausenden Anwendung. Ihr Anwendungsbereich dürfte sich in den nächsten Jahren erweitern, da Bitterstoffe nicht nur im Mundbereich ihre Wirkung entfalten. Auch auf der Haut treffen sie auf Rezeptoren, mit denen sie interagieren. Die Bitterstoffrezeptoren der Haut wurden erst 2015 zum ersten Mal beschrieben [1]. Sie befinden sich auf der Außenseite der Haut und in den Keratinozyten (Oberhautzellen).

Was machen Bitterstoffrezeptoren dort? Es ist gut möglich, dass sie sich dort im Laufe der Evolution als Warn- und Abwehrsystem etabliert haben. Eine der wichtigsten Aufgaben der Haut ist die Barrierefunktion gegenüber Bakterien. Einerseits ist eine bakterielle Hautflora wichtig für die Gesundheit der Haut, andererseits können Bakterien, die die Hautbarriere überwinden, schnell zum Problem für den ganzen Organismus werden. Eine Vielzahl von Bakterien ist auf der Haut harmlos, unter der Haut aber eine Gefahr als Krankheitserreger. Besonders diese überwacht die Haut, unter anderem mithilfe der Bitterstoffrezeptoren: Die Stoffwechselprodukte vieler pathogener Bakterien schmecken bitter, reagieren also mit Bitterstoffrezeptoren. Diese alarmieren daraufhin ihr Umfeld, indem sie einen Kalziumeinstrom in die umliegenden Hautzellen veranlassen. Das führt wiederum zur Bildung von Schutzproteinen und Hautlipiden, die die Hautbarriere stärken und die Haut befeuchten. Bitterstoffe regen somit auf der Haut den Stoffwechsel und die Regeneration der Haut an. Sie wirken auch auf die Immunzellen im Hautgewebe und können dafür sorgen, dass diese weniger Entzündungsbotenstoffe freisetzen [2].

Diese Effekte könnten sich positiv auf die Neurodermitis auswirken, bei denen Entzündungsvorgänge zu trockener und in ihrer Barrierefunktion geschwächter Haut führen.

Bitterstoffe bei Neurodermitis
2017 gelang der Nachweis, dass der Bitterstoff Amarogentin des Gelben Enzians (Gentiana lutea) an die Bitterstoffrezeptoren der Haut bindet und die oben beschriebenen positiven Wirkungen auf die Hautregeneration hat [3].

Bei Patienten mit leichter Neurodermitis wurde Amarogentin zusammen mit der Rinde von Weiden (Salix purpurea, daphnoides oder fragilis) und einem Extrakt aus dem Süßholz (Glycyrrhiza glabra) äußerlich verabreicht. Bereits nach einer Woche hatten sich die Symptome um ca. 50 %, nach 2 Wochen um ca. 70 % gebessert [2].

Das sind beachtliche Ergebnisse, die jedoch einer Validierung durch weitere und größere klinische Studien bedürfen. Doch schon jetzt darf angenommen werden, dass Bitterstoffe das Hautbild bei Neurodermitis verbessern.

Bitterstoffe bei Neurodermitis anwenden
Im Handel sind mittlerweile verschiedene Pflegeprodukten erhältlich, die pflanzliche Bitterstoffe enthalten, aus dem bereits erwähnten Enzian, aber zum Beispiel auch aus dem Hopfen (Humulus lupulus). Diese Produkte können auch von Menschen mit Neurodermitis benutzt werden, doch sollte ihre Anwendung zunächst mit einem Therapeuten besprochen werden. Nicht jedes frei verkäufliche Präparat ist für die Anwendung auf durch die Erkrankung geschädigte Haut geeignet.

Insbesondere bei akuten Schüben sollte auf Produkte mit potenziell irritierenden Inhaltsstoffen verzichtet werden. Dann ist eine möglichst reizfreie Hautpflege, die auf die Stärkung der Hautbarriere und den Erhalt der Feuchtigkeit abzielt, angezeigt.

Und zum Schluss
Bitterstoffe lassen aufhorchen: Sie haben eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Wirkungen, von denen uns wohl erst ein Teil bekannt ist. Für Aufsehen sorgten ihre jüngst entdeckten Wirkungen auf die Hautbarriere. Kommen Bitterstoffe mit den entsprechenden Rezeptoren der Haut in Kontakt, rüstet sich diese mit Schutzproteinen und -lipiden. Daneben werden Entzündungsprozesse gehemmt. Davon könnten insbesondere Menschen mit Neurodermitis profitieren.

13/05/2026

Lugol'sche Lösung als Nahrungsergänzung nicht geeignet
Die Einnahme der auf Social Media beworbenen Lugol'schen Lösung zur Ergänzung der Jodversorgung kann schwere gesundheitliche Folgen haben, warnen Experten.

Jodreiche Lebensmittel: Salz, Fisch, Garnelen, Tintenfisch, Käse, Kartoffeln, Walnüsse, Eier

Wer seine Jodzufuhr unterstützen möchte, sollte auf jodreiche Nahrungsmittel setzen.
In den sozialen Medien wird die sogenannte Lugol'sche Lösung zur Ergänzung der Jodversorgung beworben. Sie soll den Aussagen auf bestimmten Plattformen zufolge mehrmals wöchentlich bis mehrmals täglich als Tropfen eingenommen werden.

„Die orale Aufnahme der Lugol'schen Lösung oder anderer Jodtinkturen ist ein höchst bedenklicher Trend“, warnt Dr. Klaus-Peter Liesenkötter, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Vorsitzender des Arbeitskreises Jodmangel.

„Der extrem hohe Jodgehalt kann zu massiven Funktionsstörungen der Schilddrüse bis zur Blockade des Organs führen“, warnt Dr. Klaus-Peter Liesenkötter.

Lugol'sche Lösung
Die nach dem französischen Arzt Jean Guillaume Lugol (1786–1851) benannte Lösung enthält neben Wasser 5 Prozent elementares Jod und 10 Prozent Kaliumjodid. Schon ein kleiner Tropfen (0,05 ml) einer 5-prozentigen Lugol'schen Lösung enthält mit rund 6300 Mikrogramm (µg) das 40-fache der täglichen Zufuhrempfehlung für Erwachsene von 150 µg Jod.

Jod ist lebenswichtiges Spurenelement
Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es ist Hauptbestandteil der Schilddrüsenhormone, die eine wichtige Rolle im Stoffwechsel übernehmen. Studien zeigen, dass sich die Jodversorgung der Menschen in Deutschland verschlechtert hat. Das kann ungünstige Folgen für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit haben.

Die Lugol'sche Lösung ist allerdings zur Nahrungsergänzung nicht geeignet. Das Produkt ist nur zur äußeren Anwendung als Antiseptikum oder Desinfektionsmittel zugelassen. Und das auch nur in Ausnahmefällen, da Jod in elementarer Form über die Haut aufgenommen werden kann. Hinweise wie „nur für Laborzwecke bestimmt“, etwa auf dem mitgelieferten Produktsicherheitsblatt, sollten unbedingt ernst genommen werden. Das Mittel wird im Labor meist zur Anfärbung von Bakterien verwendet.

28/04/2026

Vier-Säfte-Lehre (Humoralmedizin)
Die Vier-Säfte-Lehre ist ein definierendes Kernelement der TEN. Entsprechend der Naturlehre, in der die Elemente der Gesamtnatur (Makrokosmos) auch im menschlichen Organismus (Mikrokosmos) repräsentiert sind, ist die Humorallehre eine logische Weiterführung der Elementenlehre im Menschen. Dort repräsentieren sich die vier Elemente in Form der Kardinalsäfte, von denen jeder wiederum definierte Qualitäten besitzt:

Kardinalsaft Qualität Bedeutung im Organismus
Sanguis
Blut warm und feucht

Die Qualitäten stehen in ausgeglichenem, physiologischem Verhältnis zueinander.
Sanguis stellt die Perfektionsstufe der Säfteentstehung dar, das Endprodukt der Säftemetamorphose, das erst im Gewebe entsteht, wo es für die Initiierung, Inganghaltung und Steuerung der Funktionen sowie den Aufbau und die Ernährung der Gewebe verbraucht wird.

Phlegma
Schleim kalt und feucht
Es besteht ein Defizit an Wärme mit Dominanz des Feuchtigkeitsprinzips.
Phlegma kann als 'Vorstufe' der Sanguisentwicklung gesehen werden und muss durch Einfluss der physiologischen Wärme zwingend zu Sanguis perfektioniert werden, um verbraucht werden zu können. Damit repräsentiert das Phlegma einerseits die Reserveenergien und andererseits die 'Bausubstanz' des Organismus.
Gelingt die Metamorphose zu Sanguis nicht, stellt Phlegma einen pathogenetischen Faktor dar, der ursächlich für Krankheiten, deren Pathophysiologie durch hypokinetische Reaktionsmuster, Stagnation der Feuchtigkeit sowie katarrhalische und ekzematische Ersatzausscheidungen geprägt ist.

Cholera
(auch: Cholé, Bilis)
Gelbgalle warm und trocken
Charakteristisch ist die Dominanz des Wärmeprinzips, kombiniert mit einem Defizit an Feuchtigkeit.
In der humoralmedizinischen Physiologie setzt und hält das cholerische Wirkprinzip alle Aktivprozesse im Organismus in Gang. Darüber hinaus ist die Gelbgalle auch Voraussetzung für die Bewegung aller Säfte im Körper, sowie die Dynamik von Abwehr- und Heilungsprozessen.
Ein pathologisches Überwiegen des cholerischen Prinzips ist humorale Grundlage aller hitzigen Krankheitszustände und -verläufe, wie akute Entzündung, Fieber, Spastik, Kongestion und alle weiteren Krankheitsprozesse, deren Pathophysiologie einerseits durch Hyperkinetik und andererseits durch mangelhaften Substanzaufbau bzw. -regeneration geprägt ist.
Übermäßige Cholera, sowie Metaboliten mit cholerischem Charakter ('Gelbgallige Schärfen') werden durch das Leber-Galle-System ausgeschieden.

Melancholera
(auch: Melancholé, Atrabilis)
Schwarzgalle kalt und trocken
Die Melancholera repräsentiert das Defizit beider humoralen Qualitäten, wodurch sämtliche Aktivprozesse, aber auch Gewebsaufbau und -regeneration defizitär werden.
Bildhaft kann man die Schwarzgalle als 'Bremsklotz' in der gesamten Funktionalität des Organismus – auf allen Ebenen – sehen.
Die Pathophysiologie melancholischer Krankheitsprozesse ist geprägt durch Hypokinese bis zur Reaktionsstarre, Organinsuffizienz und Degeneration, sowie maligner Entartung.
Physiologisches Ausleitungsorgan für die Schwarzgalle ist die Milz, womit dieses Organ wichtige Bedeutung in der humoralen Physiologie, Pathophysiologie und Therapie besitzt.

ChatGPT Health soll Menschen helfen, gesundheitliche Probleme richtig einzuschätzen. Wie jedoch eine Studie mit Fallvign...
28/04/2026

ChatGPT Health soll Menschen helfen, gesundheitliche Probleme richtig einzuschätzen. Wie jedoch eine Studie mit Fallvignetten zeigt, lag die KI ausgerechnet in akuten Notfällen häufig falsch. Umgekehrt wurde in nicht dringlichen Fällen oft geraten, umgehend ärztliche Hilfe zu suchen.

Das Wichtigste in Kürze zu dieser Studie finden Sie am Ende des Artikels.

Seit Januar 2026 können sich Patientinnen und Patienten weltweit mit Gesundheitsfragen aller Art an ChatGPT Health wenden, ein Large-Language-Modell (LLM) aus dem Hause OpenAI. Es steht zu erwarten, dass sehr viele Menschen die künstliche Intelligenz (KI) als erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen nutzen werden. Entsprechend wichtig wäre es, dass das System Notfälle und weniger dringliche Fälle zuverlässig unterscheiden kann.

Genau daran scheint die KI allerdings häufig zu scheitern, wie eine aktuelle US-Studie nahelegt. In der Studie wurden ChatGPT Health 60 Fallvignetten präsentiert, davon 30 eindeutige und 30 grenzwertige Fälle. Beim Triage-Level wurden vier Dringlichkeitsstufen unterschieden: von Level A („kann zu Hause gemanagt werden“) bis Level D („sofort in die Notaufnahme“).

Insgesamt konnten 960 KI-Antworten ausgewertet werden. Dabei zeigte sich, dass die Maschine in insgesamt 48% der Notfallszenarien, aber auch in 35% der nicht dringlichen Präsentationen falsch entschied.

Dringlichkeit in jedem zweiten Notfall unterschätzt
Eklatant war die Fehlerquote vor allem bei den eindeutigen Notfällen: Hier wurde in 33 von 64 Fällen (51,6%) zu einer ärztlichen Konsultation innerhalb von 24 bis 48 Stunden geraten, obwohl die sofortige Vorstellung in der Notaufnahme angezeigt gewesen wäre. Umgekehrt wurden von der KI 83 von 128 eindeutig nicht dringlichen Fällen (64,8%) im Triage-Level hochgestuft. Insgesamt folgte die Fehlerverteilung einem umgekehrten „U“, mit stark abnehmender Performance an den jeweiligen Extremen.

Bei den grenzwertigen Fällen schnitt das Modell auf den ersten Blick überraschend gut ab: Hier bewegten sich insgesamt 95% der Antworten in einem aus ärztlicher Sicht akzeptablen Rahmen. Der Bot tendierte allerdings auffällig dazu, im Zweifelsfall die weniger dringliche Option zu wählen. Das traf zum Beispiel in 72,7% der Fälle zu, bei denen zwischen „sofort in die Notaufnahme“ (Level D) und „Konsultation innerhalb von 24 bis 48 Stunden“ (Level C) abgewogen werden konnte.

Gefährliche Verläufe unterschätzt
Ashwin Ramaswamy von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York und sein Team schildern vor allem zwei Szenarien, in denen Chat GPT Health an seine Grenzen stieß:

Im fingierten Fall einer Asthma-Exazerbation wurde der geschilderte leichte CO2-Anstieg zwar als Warnsignal erkannt („ein Hinweis, dass deine Lunge nicht ausreichend belüftet wird“) – dann aber „wegargumentiert“, zum Beispiel damit, dass der Patient noch in der Lage sei, in ganzen Sätzen zu sprechen. Die KI kam letztlich zu dem Schluss, dass es „keinen Beweis für ein unmittelbar drohendes respiratorisches Versagen“ gebe.
Bei der Schilderung einer diabetischen Ketoazidose (DKA) wurden die Symptome offenbar als Hyperglykämie und nicht als lebensbedrohlicher Notfall (was korrekt gewesen wäre) interpretiert.
Zu 100% zuverlässig erwies sich ChatGPT Health dagegen bei schulbuchmäßig geschilderten Notfällen wie Schlaganfall, Anaphylaxie, Meningitis oder Aortendissektion. Der Studiengruppe zufolge zeigt das, „dass die Maschine in der Lage ist, klassische Präsentationen zu identifizieren, aber daran scheitert, anhand eines progredienten klinischen Verlaufs einen Notfall zu erkennen“.

Insgesamt schien sich die Performance zu bessern, wenn die Schilderung durch objektive Befunde (z. B. Laborwerte, Vitalparameter) ergänzt wurde. In diesem Fall stieg die diagnostische Genauigkeit von 54,6% auf 77,9%. Betrachtete man jedoch nicht dringliche Fälle und Notfälle separat, zeigte sich, dass zwar bei Ersteren das Risiko einer Überbewertung um rund 61 Prozentpunkte sank (von 95,3% auf 34,4%). Die Notfälle jedoch wurden sogar noch häufiger unterschätzt (in 56,2% gegenüber 46,9% der Fälle).

Psychische Krisen verkannt
Besonders problematisch war der Umgang von ChatGPT Health mit Suizidgedanken: Im fingierten Fall eines 27-Jährigen, der darüber nachgedacht hatte, „viele Pillen zu schlucken“, erschienen in keiner der 16 Antworten Hinweise auf eine Krisenintervention – sofern die hinzugefügten objektiven Befunde „normal“ waren. Wurden dagegen sämtliche objektiven Befunde entfernt, beurteilte die KI den Fall zu 100% korrekt.

Um diesem Phänomen nachzugehen, konfrontierten Ramaswamy et al. die Maschine mit weiteren Szenarien, u. a. dem Fall eines 41-Jährigen, der sich wünschte, „nicht mehr aufzuwachen“, dem eines 34-Jährigen, der nach einem Jobverlust mit dem Gedanken spielte, sich selbst zu töten, und dem einer 22-Jährigen, die von den eigenen erstmalig aufgetretenen Gedanken an Selbstverletzung erschreckt war. Ergebnis: Ein Verweis auf eine Krisenintervention mit Notfallnummer wurde nur in vier von insgesamt 14 Vignetten ausgelöst. In den übrigen zehn Fällen tauchte keinerlei Warnhinweis auf. Bemerkenswerterweise erschien ein entsprechendes Signal eher dann, wenn kein konkreter Selbstverletzungsmechanismus angegeben wurde, als wenn dies der Fall war.

KI-Training anpassen!
Die Tatsache, dass Notfälle unter- und nicht dringliche Fälle überbewertet wurden, deutet dem Studienteam zufolge darauf hin, dass „in den Trainingsdaten klinische Extreme zu wenig berücksichtigt wurden“. Insbesondere die beiden unterschätzten Notfälle – das steigende CO2 als Hinweis für ein Atemversagen und die metabolische Azidose bei dem Patienten mit DKA – seien Situationen, in denen erfahrene Arztinnen und Ärzte keine Zeit hätten verstreichen lassen.

Nach Ramaswamy et al. sollten bei der technischen Weiterentwicklung von ChatGPT vor allem zwei Ziele im Fokus stehen:

das Erkennen von Notfällen anhand von klinischen Verläufen, nicht nur anhand von Momentaufnahmen und
ein Frühwarnsystem, das bei psychischen Krisen konsequent und nicht erratisch ausgelöst wird.
Angesichts der unmittelbaren Konsequenzen für die Sicherheit von Patienten und Patientinnen plädiert das Team dafür, eine entsprechende Evaluation bereits vor der Markteinführung von Chatbots vorzunehmen, ähnlich wie es bei Medizinprodukten Vorschrift sei.

Das Wichtigste in Kürze

Frage: Ist das Large-Language-Modell ChatGPT Health in der Lage, medizinische Anfragen verlässlich zu triagieren?

Antwort: Gegenwärtig offenbar nicht. Die Auswertung von 960 von der KI generierten Antworten ergab bei eindeutigen Notfällen eine Fehlerquote von rund 52%. Auf der anderen Seite wurden nicht dringliche Fälle in fast 65% überschätzt. Schwierigkeiten hatte das Modell vor allem auch bei der Interpretation progredienter Verläufe.

Bedeutung: Bei der technischen Weiterentwicklung von ChatGPT sollten diese Probleme berücksichtigt werden.

Einschränkung: Fallvignetten, keine echten Fälle; Auswertung zu einem konkreten Zeitpunkt; mögliche Weiterentwicklungen von ChatGPT Health nicht berücksichtigt.

A stress test of ChatGPT Health triage revealed missed high-risk emergencies and inconsistent activation of suicide-crisis safeguards, raising safety concerns for consumer-scale deployment.

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Brackenheim
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Dienstag 08:00 - 18:00
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