20/07/2026
Die Geschichte von Aladin und mir – und wie Pferdeharmonie mit Herz und Seele entstanden ist. 🐴💜
Heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen.
Nicht irgendeine Geschichte.
Sondern unsere.
Die Geschichte von Aladin und mir.
Und von einem Weg, der mein Leben verändert hat.
Denn Pferdeharmonie mit Herz und Seele ist nicht an einem Schreibtisch entstanden. Es gab keinen Moment, an dem ich beschlossen habe: “Das wird jetzt mein Herzensprojekt.”
Es ist über viele Jahre gewachsen.
Mit jedem gemeinsamen Schritt.
Mit jeder Herausforderung.
Mit jedem Zweifel.
Und vor allem mit einem Pferd, das mich immer wieder eingeladen hat, genauer hinzusehen.
Vor über sechs Jahren zog Aladin bei mir ein.
Ein junger PRE-Wallach.
Natürlich hatte ich Vorstellungen davon, wie unsere gemeinsame Zukunft aussehen würde.
Ich wollte ihn ausbilden.
Ich wollte mit ihm reiten.
Doch schon nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass ich meinen Plan erst einmal loslassen durfte.
Aladin war körperlich noch gar nicht so weit.
Mit seinen langen Beinen, seinem noch jungen Körper und seiner fehlenden Balance hätte ich ihn zwar reiten können.
Aber wäre das wirklich fair gewesen?
Für mich war die Antwort irgendwann ganz klar:
Nein.
Also änderte ich meinen Weg.
Ich begann, mich intensiv mit vertrauensfördernder und gymnastizierender Bodenarbeit zu beschäftigen.
Nicht, weil sie gerade modern war.
Sondern weil Aladin sie brauchte.
Und ehrlich gesagt…
…hatte ich damals selbst kaum Ahnung davon.
Ich merkte schnell, dass mir Wissen fehlte.
Also begann ich zu lernen.
Ich machte Ausbildungen.
Lernte jeden Tag.
Es kamen immer weitere Ausbildungen dazu wie die zirzensische Gymnastik, die Tierenergetik und schließlich auch die Ausbildung zum Reitcoach.
Nicht, weil ich möglichst viele Zertifikate sammeln wollte.
Sondern weil ich meinem Pferd gerecht werden wollte.
Doch das größte Lernen fand nicht zu Hause vor dem Laptop statt.
Es fand jeden Tag auf der Koppel, auf dem Reitplatz und in unserem gemeinsamen Alltag statt.
Denn Aladin war ein unglaublich ehrlicher Lehrer.
Es gab Tage, an denen ich ungeduldig war.
Tage, an denen ich Erwartungen hatte.
Tage, an denen ich wollte, dass etwas funktioniert.
Und manchmal war ich innerlich überhaupt nicht bei mir.
Früher dachte ich in solchen Momenten oft, das Problem läge bei meinem Pferd.
Heute weiß ich, dass Aladin mir etwas ganz anderes gezeigt hat.
Auch er hat mir klar und deutlich vermittelt:
„Bis hierhin – und nicht weiter.“
Und die Botschaft kam an.
Er hat mir immer wieder gespiegelt, wenn ich nicht klar war.
Wenn ich nicht präsent war.
Wenn ich meine eigenen Themen mit auf den Platz gebracht habe.
Und jedes Mal hatte ich zwei Möglichkeiten:
Ich konnte versuchen, ihn zu verändern.
Oder ich begann, mich selbst zu hinterfragen.
Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass echte Veränderung fast nie beim Pferd beginnt.
Sondern bei uns Menschen.
Je mehr ich lernte, mich selbst zu reflektieren, desto feiner wurde unsere Kommunikation.
Je ruhiger ich wurde, desto ruhiger wurde auch unsere gemeinsame Arbeit.
Je klarer ich wurde, desto klarer verstand auch Aladin meine Körpersprache.
Unsere Verbindung entstand nicht über Druck.
Nicht über Dominanz.
Nicht über das Bedürfnis, dass ein Pferd einfach funktionieren muss.
Sondern über Vertrauen.
Über gegenseitiges Zuhören.
Und über unzählige kleine gemeinsame Momente.
Heute arbeitet Aladin freiwillig mit mir.
In der Freiarbeit bleibt er an meiner Seite.
Nicht, weil er einen Kappzaum trägt.
Nicht, weil ihn ein Strick begrenzt.
Sondern weil er sich für unsere gemeinsame Verbindung entscheidet.
Und genau das macht mich bis heute unglaublich stolz.
Nicht, weil ich egoistisch bin oder Lob ernten will.
Sondern weil ich weiß, wie viele kleine Schritte hinter diesem Weg stecken.
Alles, was wir uns über die Bodenarbeit gemeinsam erarbeitet haben, konnten wir später auch mit in den Sattel nehmen.
Die feine Kommunikation.
Die Balance.
Das Vertrauen.
Die gemeinsame Sprache.
Heute kann ich vieles vom Pferderücken aus genauso selbstverständlich abrufen wie vom Boden.
Nicht, weil wir Abkürzungen gesucht haben.
Sondern weil wir uns die Zeit genommen haben, eine stabile Basis aufzubauen.
Und genau darin liegt für mich der größte Unterschied.
Im letzten Jahr sind mit Alenya und Amaro zwei weitere wunderbare Pferde in mein Leben gekommen.
Beide könnten unterschiedlicher kaum sein.
Und doch schenken auch sie mir jeden Tag neue Erkenntnisse.
Sie erinnern mich daran, dass kein Pferd mit einem anderen vergleichbar ist.
Jedes Pferd ist individuell und hat seine ganz persönliche Geschichte.
Und jedes Pferd hat seinen eigenen Weg.
Und auch ich werde niemals aufhören zu lernen.
Wenn ich heute auf die vergangenen Jahre zurückblicke, bin ich voller Dankbarkeit.
Nicht für perfekte Momente.
Sondern für all die Situationen, die mich herausgefordert haben.
Denn genau sie haben mich wachsen lassen.
Ohne Aladin gäbe es Pferdeharmonie mit Herz und Seele in dieser Form nicht.
Er hat mich gelehrt, hinzuhören.
Geduldig zu sein.
Mich selbst zu reflektieren.
Und den Mut zu haben, meinen eigenen Weg zu gehen.
Danke, Aladin.
Und danke auch an Alenya und Amaro.
Ihr alle drei habt mich zu der Pferdetrainerin und Tierenergetikerin gemacht, die ich heute bin.
Deshalb steckt hinter Pferdeharmonie mit Herz und Seele so viel mehr als nur ein Name.
Es ist meine Haltung.
Meine Überzeugung.
Und ein Weg, den meine Pferde bis heute jeden Tag mit mir gemeinsam gehen.
Es ist das, was meine Pferde mich Tag für Tag gelehrt haben.
Dass echte Entwicklung Zeit braucht.
Dass jedes Pferd individuell ist.
Und dass Vertrauen, Verbindung und eine feine Kommunikation die Basis für alles Weitere sind.
Denn erst, wenn dieses Fundament wächst, können Leichtigkeit, Balance und eine harmonische Zusammenarbeit entstehen.
Genau das lasse ich heute in meine Begleitung einfließen.
Nicht nach einem starren Konzept.
Nicht mit Druck oder schnellen Lösungen.
Sondern mit dem Blick auf das einzelne Pferd und den Menschen an seiner Seite.
Denn jedes Pferd und jeder Mensch erzählt seine eigene Geschichte.
Und ich wünsche mir, dass wir wieder lernen, genauer hinzuhören.
Nicht nur auf das, was ein Pferd zeigt.
Sondern auf das, was es uns eigentlich sagen möchte.
Das ist für mich Pferdeharmonie mit Herz und Seele.
Eine Begleitung, die dort beginnt, wo echte Verbindung entsteht.
Von Herz zu Herz. 💜