12/06/2023
Daher empfehle auch ich L-Arginin zur täglichen Grundversorgung bei besonderer Belastung, Stress und sportlicher Aktivität. Für weitere Infos und Bezugsquelle gerne PN.
Die Entstehung des Burnout
Das Burnout kommt auf leisen Sohlen. Hohe innere und/oder äußere Ansprüche, emotionaler Stress, ein negatives Kopfkino - gepaart mit mangelnder Regeneration oder Schlafstörungen - können zum Burnout führen. Ganz wichtig: Burnout ist ein Prozess – und kein Zustand. Auf dem Weg zur Belastungs-Depression wird jeden Tag ein bisschen und anfangs kaum merklich mehr vom Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Das wiederum unterdrückt die Bildung der mentalen „Rückenwindhormone“ Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Dadurch steigt die gefühlte Arbeitsbelastung. Alles, was vorher noch mit links erledigt wurde, wird zur Hürde. Die innere Einstellung verwandelt sich von „…und das schaffe ich auch noch!“ in ein „…wie soll ich denn das noch schaffen?“
Wenn der Stress vorbei ist, sinkt das Cortisol. Leider steigen aber im Gegenzug die „Rückenwindhormone“ nicht wieder an, weil im Stressstoffwechsel genau die wichtigen gehirnaktiven Aminosäuren, aus denen wir selbst die Glückshormone produzieren, als Energie verbrannt wurden. Der Gegenwind bleibt also. Darum ist das Burnout bei der herkömmlichen Behandlung mit Antidepressiva so langwierig wie ineffektiv. Mit einem halben Jahr Behandlung muss man Minimum rechnen, und selbst danach laufen die Menschen nicht wieder zur alten Form auf. Meist bleibt eine Narbe auf der Seele.
Früh erkannt und ursächlich behandelt ist der Spuk oft nach 14 Tagen vorbei. Man kann diese Abwärtsspirale nämlich in eine Aufwärtsspirale verwandeln. Genau beschrieben habe ich das in meinem Buch „Erschöpfung und Depression“. Quintessenz: Die Aminosäure Arginin baut das Stresshormon ab, und die essentiellen gehirnaktiven Eiweißbausteine Phenylalanin und Tryptophan bauen die Rückenwindhormone auf. Im Bedarfsfall gebe ich den Patienten meinen „James Bond Cocktail“ mit den wichtigsten Stoffen intravenös, weil das sehr viel schneller wirkt. Ansonsten funktioniert natürlich auch die orale Substitution. Das dauert nur länger, dient aber auch zur Vorbeugung!