21/09/2026
„Ich kann meinen Arm wieder bewegen.“
Das ist nach einer Schulterluxation ein wichtiger Meilenstein.
Aber eben nicht das Ende der Rehabilitation.
Eine Schulter kann einen großen Bewegungsumfang haben und trotzdem noch Defizite bei Kraft, Ausdauer, neuromuskulärer Kontrolle oder sportartspezifischer Belastbarkeit aufweisen.
Gerade beim Return to Sport sollte deshalb nicht nur auf die vergangene Zeit geschaut werden. Eine aktuelle Übersichtsarbeit beschreibt verschiedene objektive Testbereiche wie Kraft, Ausdauer, Power, Plyometrie, Bewegungsqualität und Rumpfkontrolle – gleichzeitig gibt es bisher keinen einheitlich validierten Teststandard für alle Fälle.
Und auch die psychologische Seite sollte nicht unterschätzt werden.
Nach einer Schulterinstabilität kann beispielsweise Angst vor einer erneuten Verletzung die Rückkehr zum Sport beeinflussen.
Deshalb sollte die Reha nicht nur die Frage beantworten:
„Kannst du deine Schulter wieder bewegen?“
Sondern:
„Kannst du die Belastungen, die dein Sport von deiner Schulter verlangt, wieder sicher und kontrolliert bewältigen?“
Das ist ein großer Unterschied. 🏋️♂️
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📚Quellen
* Schwank A et al. (2021). Anterior Shoulder Instability Part III – Revision Surgery, Rehabilitation and Return to Play, and Clinical Follow-Up – An International Consensus Statement.
* Baur AJ et al. (2026). High Rates of Return to Sport After Surgical Stabilization for Anterior Shoulder Instability in Athletes: A Systematic Review and Meta-analysis.
* van Iersel TP et al. (2023). Why do patients with anterior shoulder instability not return to sport after surgery?
* Objective clinical tests to inform decision-making prior to return to sport in athletes with shoulder instability: A scoping review (2025).