10/06/2026
Pickel-Alarm? Hautpflege bei Akne
Unreine Haut ist bei Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem Akne kann belastend sein – körperlich und seelisch. Die gute Nachricht: Es gibt Wege, um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
An manchen Tagen wird jeder Blick in den Spiegel zur Mutprobe. Und garantiert sprießen die Pickel wieder genau dann, wenn man sie am allerwenigsten gebrauchen kann! Ob Termin fürs Klassenfoto, Vorstellungsgespräch fürs Praktikum oder gar das erste Date – Akne verdirbt einfach alles. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass kaum jemand von den lästigen Pickeln verschont bleibt: Etwa 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen bekommen irgendwann in der Pubertät Akne. Und das ist viel mehr als nur ein Hautproblem. Die Pickel belasten auch das Selbstbewusstsein, die Seele leidet.
Warum Pickel entstehen
In der Pubertät stellen die Hormone vieles auf den Kopf – auch die Haut. Androgene kurbeln die Talgdrüsen an, mehr Hautfett zu produzieren. Wenn dieses Fett zusammen mit verhornten Hautzellen die Poren verstopft, entstehen Mitesser. Entzünden sich diese, entwickeln sich Pickel oder Pusteln. Besonders betroffen sind Gesicht, Rücken, Brust und Schultern.
Akne ist nicht gleich Akne
Hautärzte unterscheiden verschiedene Formen der Akne. Bei der leichten, nicht entzündlichen Form bilden sich weiße (geschlossene) oder schwarze (offene) Mitesser. Die Verfärbung liegt übrigens nicht an Schmutz – Akne hat rein gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun – sondern am Hautfarbstoff Melanin, der sich mit dem Sauerstoff in der Luft verbindet. Mittelschwere Akne macht sich mit deutlich mehr Pickeln bemerkbar, stärker entzündete Knötchen werden als Papeln oder Pusteln mit Eiteransammlung bezeichnet. Bei schweren Formen zeigen sich sehr viele Papeln und Pusteln sowie größere Knoten; nach dem Abheilen bleiben häufig Aknenarben zurück.
Hilfe zur Selbsthilfe
Eine konsequente Hautpflege ist der erste Schritt im Kampf gegen Akne. Lauwarmes Wasser und milde, seifenfreie Produkte mit einem pH-Wert von 5,5 reinigen die Haut sanft. Zur Pflege eignen sich fettfreie, feuchtigkeitsspendende Gele und Lotionen. Am besten lässt du dich in deiner Apotheke vor Ort zu Pflegeserien und Make-up beraten. Wichtig in puncto Pflege ist der Sonnenschutz – auch hier am besten fettfreie Produkte wählen. Aus der Apotheke der Natur kann verdünntes Teebaumöl helfen (ein Tropfen auf einen Teelöffel Wasser), das auf betroffene Stellen aufgetupft wird. Kamillen-Dampfbäder und Heilerde-Masken wirken hautberuhigend. Auch wenn es schwerfällt – Pickel nicht ausdrücken, das verschlimmert Entzündungen und fördert Narben. Überlasse dies unbedingt Fachleuten, die im medizinischen Kosmetikstudio oder der Hautarztpraxis eine sogenannte Aknetoilette durchführen können.
Medizinische Unterstützung
Schwere Akne ist ein Fall für Dermatologen. Sie können unter anderem mit verschreibungspflichtigen Cremes, die beispielsweise Retinoide enthalten, und Antibiotika helfen. Junge Frauen profitieren manchmal von der Einnahme eines bestimmten Antibabypillen-Präparats. Gut zu wissen: Die Erfolge solcher Behandlungen werden oft erst nach einigen Wochen oder Monaten sichtbar. Dranbleiben lohnt sich also!
Was sonst noch nutzt
Auch wenn Akne nicht allein ernährungsbedingt ist, solltest du deine Essgewohnheiten überprüfen. So können zuckerreiche Lebensmittel und Fast Food die Talgproduktion anregen. Milchprodukte zu reduzieren, kann ebenfalls einen Versuch wert sein. Bevorzuge reichlich frisches Gemüse und Obst und trinke etwa zwei Liter Wasser täglich. Ob zwischen Rauchen und Akne ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar – den Glimmstängel endgültig auszudrücken, ist aber immer ein Vorteil für die Gesundheit.
Fazit: Mit konsequenter Pflege, professioneller Hilfe und ein wenig Geduld kann sich das Hautbild deutlich bessern – für einen wieder selbstbewussten Blick in den Spiegel.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de