01/10/2026
Eine Studie des University College London hat sich mit der Frage befasst, ob eine kognitive Rehabilitation, die individuell auf die Person zugeschnitten ist bei kognitiven Beschwerden hilft? Kognitive Beschwerden wie Konzentrations- und Gedächtnisprobleme gehören für viele zu den belastendsten Long-COVID-Symptomen.
78 Betroffene nahmen teil. Sie wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bekam eine individuelle kognitive Rehabilitation: 10 wöchentliche Einzelsitzungen per Video. Die andere Gruppe bekam die übliche Long-COVID-Versorgung. Im Mittelpunkt standen drei persönlich bedeutsame Ziele pro Person, zum Beispiel im Alltag oder im Beruf.
Nach drei Monaten hatte die Rehabilitationsgruppe ihre persönlichen Ziele deutlich besser erreicht als die Vergleichsgruppe. Die Ergebnisse deuten darauf hin: Eine individuell ausgerichtete kognitive Rehabilitation kann bei Long COVID ein sinnvoller Ansatz sein.
Aber: Gemessen wurde vor allem, wie gut die Teilnehmenden ihre eigenen Ziele erreicht haben, nicht eine allgemeine Verbesserung der Denkleistung.
Bei Fatigue, Stimmung und Schlaf sowie bei den meisten kognitiven Tests gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen.
Die Studie war mit 78 Personen eher klein.