11/06/2026
Am Montag habt ihr auf eine Umfrage geantwortet zum Thema Arztbesuche mit Long COVID. Für viele Betroffene können Arztbesuche eine große Herausforderung sein. Nur etwa 8 Prozent derer, die geantwortet haben, sagen, dass sie sich gut aufgehoben fühlen. Der größte Anteil (46 Prozent) findet, dass es sehr auf die Ärzt*innen ankommt, ob ein Besuch gut läuft. Ein Drittel von euch sagt, dass sie sich in der Praxis oft erklären und kämpfen müssen.
Nicht nur in der allgemeinen Umfrage, sondern auch in den Antworten, die ihr selbst formuliert hat, wird ganz deutlich: Alles steht und fällt mit dem Wissen und der Offenheit der Ärzt*innen.
Auf die Frage, was ihr euch wünschen würdet, sind die häufigsten Antworten:
1. Fachwissen & Weiterbildung: Viele wünschen sich, dass Ärzt*innen sich aktiv über Long Covid, ME/CFS und Post-Vac weiterbilden und das nicht als optional betrachten, sondern als Teil ihrer Verantwortung.
2. Ernst genommen werden
Ein zentrales Thema: Kein Gaslighting, keine Psychologisierung körperlicher Symptome, kein Schubladendenken.
3. Empathie & Zuhören
Sich Zeit nehmen, zuhören, dem Erleben der Patient*innen vertrauen, ohne dass diese sich erst beweisen müssen.
4. Offenheit für neue Wege
Bereitschaft zu Off-Label-Behandlungen, Vernetzung mit Spezialist*innen, Symptome als Gesamtheit betrachten.
5. Nicht allein gelassen werden
Konkrete nächste Schritte, Behandlungspläne, das Gefühl begleitet zu werden.
Danke für eure Teilnahme und das Teilen eurer Eindrücke und Erfahrungen!