08/05/2026
Husten bei Pferden verstehen: So hilft die Bronchoskopie bei der Diagnose🫁
Wenn ein Pferd hustet, schlecht Luft bekommt oder unter wiederkehrenden Atemwegsproblemen leidet, ist die Bronchoskopie oft ein entscheidender Schritt zur richtigen Diagnose. Denn: Nicht jeder Husten ist gleich – und ohne einen Blick in die Atemwege bleibt vieles reine Vermutung.💡
Bei einer Bronchoskopie wird mit einer kleinen Kamera direkt in die oberen und unteren Atemwege des Pferdes geschaut. So kann der Tierarzt beurteilen, wie die Schleimhäute aussehen, ob Schleim vorhanden ist, wie stark die Verschleimung ist und an welcher Stelle die Atemwege betroffen sind. Auch Entzündungen, Blutungen, anatomische Veränderungen oder Fremdmaterial können sichtbar gemacht werden.
Besonders wichtig: Während der Untersuchung können zusätzlich Proben entnommen werden – zum Beispiel Schleim oder Zellen aus der Lunge (Bronchoalveoläre Lavage und Tracheobronchialsekret). Diese Proben helfen dabei, Entzündungen genauer einzuordnen und zwischen verschiedenen Ursachen wie Equinem Asthma, Allergien, Infektionen oder Umweltreizungen zu unterscheiden. Erst dadurch wird eine gezielte und sinnvolle Therapie möglich.
Viele Pferde zeigen Atemwegsprobleme nämlich erst unter Belastung oder nur sehr unspezifisch: leichtes Husten, Leistungsabfall, vermehrtes Abschnauben oder eine längere Erholungsphase nach dem Reiten. Genau deshalb ist eine gründliche Diagnostik so wichtig – bevor aus einem „kleinen Husten“ ein chronisches Problem wird. 💙
Eine Bronchoskopie liefert also nicht nur Bilder, sondern echte Antworten. Und genau diese Antworten sind die Grundlage dafür, dem Pferd langfristig und individuell zu helfen – mit angepasstem Management, sinnvoller Therapie und unterstützenden Maßnahmen für die Atemwege.