04/06/2026
Auch ich möchte, dass es meinen Kindern schnell besser geht, wenn sie krank sind 🤧.
Und ich verstehe jede Mutter, die Fieber senken, Husten stoppen oder ihrem Kind anderweitig helfen möchte, sich wieder besser zu fühlen ❤️.
Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass wir verlernt haben, Symptome als Teil von Heilung zu betrachten.
Selbst ohne akute Erkrankung hat unser Körper viele Strategien entwickelt, um auf Reize von außen zu reagieren – ohne dass wir das bewusst wahrnehmen:
• Wenn uns zu warm ist, fangen wir an zu schwitzen.
• Wenn wir Flüssigkeit brauchen, bekommen wir Durst.
• Wenn wir uns in den Finger schneiden, startet automatisch die Wundheilung.
Bei diesen Reaktionen vertrauen wir darauf, dass der Körper weiß, was er tut – ohne großartig darüber nachzudenken.
Bei Fieber, Husten oder Erschöpfung fällt uns das deutlich schwerer.
Dabei sind viele dieser Symptome zunächst einmal keine Fehlfunktion. Sie zeigen uns, dass der Körper arbeitet.
🌿 Fieber hilft dem Immunsystem bei der Erregerabwehr.
🌿 Husten transportiert Schleim aus den Atemwegen.
🌿 Müdigkeit sorgt dafür, dass Energie für die Heilung bereitgestellt werden kann (und nicht fürs Herumtoben 😉).
Das bedeutet natürlich nicht, dass Symptome niemals gelindert werden dürfen.
Aber wir dürfen uns aus meiner Sicht viel häufiger fragen:
Muss dieses Symptom wirklich sofort weg? Oder ist es gerade Teil einer sinnvollen Reaktion des Körpers?
Aus meiner Erfahrung fällt es uns oft schwer, auszuhalten, dass Heilung Zeit braucht.
Dabei ist ein starkes Immunsystem nicht nur das Ergebnis von gesunder Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln oder frischer Luft.
Ein starkes Immunsystem braucht auch die Möglichkeit, seine Arbeit zu machen 🌿.
Gerade bei Kindern, die ständig krank sind, lohnt es sich deshalb, nicht nur die Symptome zu betrachten, sondern auch die Ursachen dahinter.
Und ein Faktor, der zur „Dauerschleife krank“ beitragen kann, ist aus meiner Erfahrung die undifferenzierte Unterdrückung von Symptomen.
Wie siehst du das?
Liebe Grüße,
Verena