02/09/2026
Die wichtigste Therapieeinheit findet manchmal gar nicht in der Praxis statt.
Sondern zu Hause. Im Alltag. Mit den Eltern/Bezugspersonen.
In der Logopädie und Ergotherapie ist die Zusammenarbeit mit Eltern und Bezugspersonen deshalb ein zentraler Bestandteil der Therapie – und kein „Extra“.
Denn Kinder entwickeln und lernen nicht nur während der 45 Minuten bei uns Therapeut*innen.
Die entscheidenden Möglichkeiten für Veränderung entstehen im Alltag.
Damit das gelingen kann, braucht es mehr als konkrete Übungen.
🔹 Verstehen, was das Kind individuell braucht
Eltern sollten nachvollziehen können, welche Fähigkeiten bereits vorhanden sind, wo Schwierigkeiten liegen und welche Faktoren die Entwicklung beeinflussen.
🔹 Gemeinsam Ziele definieren
Therapieziele sollten alltagsnah, individuell und gemeinsam mit den Eltern entwickelt werden. Was soll sich für das Kind und seine Familie tatsächlich verändern?
🔹 Therapie in den Alltag übertragen
Therapeutische Maßnahmen entfalten ihre Wirkung vor allem dann, wenn sie in natürliche Alltagssituationen integriert werden – beim Spielen, Anziehen, Essen, Kommunizieren oder in der Selbstständigkeit.
🔹 Eltern als Expert*innen für ihr Kind einbeziehen
Therapeut*innen bringen fachliches Wissen und therapeutische Erfahrung mit. Eltern kennen ihr Kind, seine Bedürfnisse und seinen Alltag wie niemand sonst.
Beides ist unverzichtbar.
Eine erfolgreiche Therapie bedeutet deshalb nicht nur, was wir mit dem Kind in der Therapie machen.
Sie bedeutet auch, was gemeinsam mit den Eltern verstanden, ausprobiert und im Alltag umgesetzt wird.
🤝 Therapie gelingt am besten, wenn aus Therapeut*innen und Eltern ein gemeinsames Team wird.
Denn ohne die Eltern und wichtigen Bezugspersonen des Kindes bleibt Therapie häufig dort, wo sie begonnen hat: in der Praxis.
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