20/05/2026
Am Montag hatten wir unseren Fogo Sagrado Kreis.
Und eine Teilnehmerin schrieb mir am nächsten Tag, dass es ihr danach erstmal nicht so gut ging.
Und genau da beginnt ein wichtiger Punkt.
Wenn sich in einer tiefen Arbeit etwas löst, fühlt sich das nicht immer sofort leicht, schön und befreit an.
Manchmal kommt erst das hoch, was lange gehalten wurde.
Traurigkeit. Druck. Unruhe. Müdigkeit. Alte Gefühle. Körperreaktionen.
Und dann ist die Frage:
Bewerte ich das sofort als Rückschritt?
Oder erkenne ich, dass mein System gerade etwas verarbeitet?
Der Fehler ist oft, dass wir gegen diese Gefühle ankämpfen.
Oder dass wir im Kopf anfangen, alles zu analysieren, zu bewerten und uns noch tiefer hineinzudenken.
Doch Durchfühlen ist etwas anderes als Grübeln.
Durchfühlen heißt:
Ich lasse da sein, was da ist.
Ich atme.
Ich bleibe bei mir.
Ich mache es nicht größer im Kopf.
Ich drücke es aber auch nicht wieder weg.
Denn manchmal ist Heilung nicht der Moment, in dem sofort alles leicht wird.
Manchmal ist Heilung der Moment, in dem etwas endlich auftauchen darf, ohne dass Du wieder dagegen kämpfst.
Genau darum geht es in meiner Arbeit mit Fogo Sagrado:
Nicht Gefühle wegzumachen.
Sondern die tieferen Schichten zu lösen, die sie überhaupt festhalten.
Und dann dem Körper, dem Herzen und dem Feld Zeit zu geben, diese Bewegung zu integrieren.
Wenn Du das kennst, dass nach innerer Arbeit erstmal viel in Bewegung kommt, dann bist Du nicht falsch.
Vielleicht beginnt Dein System gerade, etwas loszulassen, was lange zu Dir gehört hat, aber nicht mehr mit Dir weitergehen muss.