28/03/2026
Rentrisch – Geschlossene Reihen im Friseurhandwerk: Gemeinsames Vorgehen bei Corona-Rückforderungen
Rund 80 Friseurinnen und Friseure aus dem Saarland sind heute in Rentrisch zusammengekommen, um sich über die aktuellen Corona-Rückzahlungsforderungen auszutauschen und mögliche gemeinsame Schritte zu besprechen. Die kurzfristig organisierte Zusammenkunft zeigt deutlich: Die Branche steht unter Druck – und rückt gleichzeitig enger zusammen.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die finanziellen Belastungen durch Rückforderungen staatlicher Hilfen aus der Pandemiezeit. Viele Betriebe sehen sich mit teils existenzbedrohenden Forderungen konfrontiert, deren Berechnungsgrundlagen und Auswirkungen noch immer Fragen aufwerfen. Entsprechend groß war das Bedürfnis nach Austausch, Orientierung und gemeinsamer Strategie.
Trotz des ernsten Hintergrunds war die Stimmung vor Ort von Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung geprägt. „Es ist richtig schön zu sehen, dass sich so viele saarländische Friseur:innen so spontan zusammenfinden – auch wenn der Anlass belastend ist“, war mehrfach aus den Reihen der Teilnehmenden zu hören.
Neben der Analyse der aktuellen Situation wurden erste Ansätze für ein koordiniertes Vorgehen diskutiert. Dazu zählen mögliche rechtliche Schritte, der Austausch von Erfahrungen mit Behörden sowie die Bündelung von Interessen gegenüber Politik und Verbänden. Einigkeit herrschte darüber, dass gemeinsames Handeln jetzt entscheidend ist.
Der Tenor des Treffens lässt sich klar zusammenfassen: Die Herausforderungen sind groß – doch die Bereitschaft, sie gemeinsam zu bewältigen, ist es ebenso. Oder, wie es eine Teilnehmerin treffend formulierte: „Alles Schlechte hat auch etwas Gutes.“
Ein Signal, das über Rentrisch hinaus Wirkung zeigen dürfte: Die saarländischen Friseurinnen und Friseure stehen zusammen – und wollen ihre Zukunft aktiv mitgestalten.