Naturheilpraxis Kurali

Naturheilpraxis Kurali Ich behandle Menschen, keine Symptome oder Diagnosen. Konsequente Ganzheitlichkeit, CranioSacrale Osteopathie, Sat Nam Rasayan, Astrologie, Heilsteine

Es geht darum die innere Gesundheit zu stärken um so Krankheiten den Boden zu entziehen, anstatt sie zu bekämpfen, was immer zu Kollateralschäden („Nebenwirkungen“) führt.

11/06/2026

Wunderheilungen ?

Es gibt sie tatsächlich – Heilwirkungen bei denen sich sowohl Patient als auch Therapeut wundern.
„Hey, das das so gut funktioniert – oder ÜBERHAUPT funktioniert – hätte ich nicht gedacht.“
Ich hab schon selbst einige initiiert. Und nicht nur zu meiner Anfangszeit.
Bin ich deshalb ein Wunderheiler ?
Da ich nicht müde bin immer wieder drauf hin zu weisen dass der eigentliche Heilprozess im Patienten stattfinden muss ich leider aber auch zu meiner Entlastung sagen: nein,
Schade, eigentlich.
Auf der anderen Seite allerdings absolut faszinierend.
„Wunderheilungen“ bestätigen nur das was ich ebenfalls nicht müde werde immer wieder zu wiederholen: dass das Subjekt, der Patient heilt – und das auf bemerkenswerte Art. Immer – nur bemerken wir es zu selten weil es meist schleichend, Stück für Stück geschieht. Und wir mit „wichtigerem“ beschäftigt sind.
„Wunderheilungen“ setzen also die Wissenschaft nicht außer Kraft. Sie besagen nur dass wir längst nicht alles über den Menschen, uns als Menschen wissen. Was wiederum keine Kritik an der Wissenschaft ist sondern ein ganz einfacher Fakt – und vor allem die Animation weiter zu forschen.
Medizinische Wissenschaft ist Schubladendenken. Was an sich kein Problem ist, das eigentliche Problem ist an diesen Schubladen festzuhalten und zu behaupten dass es nur das gibt was wir uns erklären oder beweisen können. Eigentlich ist gerade das eigentlich esoterisches Denken.
Man muss sich noch wundern können. Wir müssen wieder zulassen dass etwas nicht in unser lineares geistiges – und begrenztes – Konzept passt. Das ist wahre Wissenschaft. Sehen was ist – auch und gerade wenn es unwahrscheinlich aussieht.
Und besser hingucken.

14/04/2026

Leben und Heilen

Ein gravierender Fehler unserer Gesellschaft und damit der offiziellen Medizin ist der Umstand dass wir Leben und Heilen trennen.
Keine Medizin kann objektiv wieder reparieren was wir grundlegend über Jahrzehnte in unserem Leben falsch machen.
Das subjektive Leben – bzw wie authentisch wir unser subjektives Leben leben – ist grundlegend für unsere Gesundheit.
Da wir unser Leben vor allem danach ausrichten was wir von der Gesellschaftsstrukur verinnerlicht haben – was übrigens keineswegs physiologisch für unser Leben ist – machen wir alle Fehler. Das hohe Stresslevel reicht als Indiz dafür vollständig aus.
Da wir aber in unserer Kultur keine Fehler machen dürfen verdrängen wir unsere Fehler eher anstatt sie anzugehen.
Die Folge ist die Etablierung einer „objektiven“ Medizin die den status quo aufrecht erhält, uns also nicht mit unangenehmen Fragen über unsere eigenen wesentlichen Fehlentscheidungen belästigt.
Damit verhindert sie aber dass wir uns mit unserer eignen pathologischen Spur konfrontieren, was aber notwendig ist um Alternativen dazu zu finden – Alternativen die zu unserem eignen Leben passen müssen.
Letztendlich müssen wir für unsere Gesundheit wieder lernen zu Leben, nicht nur objektiv-wissenschaftlichen Richtlinien zu entsprechen. Gerade das versuchen wir aber wenn wir uns an „wissenschaftliche Psychologie“ oder Medizin halten.
Eine Doktorin der Biologie hat mir mal in einem Gespräch gesagt dass „Wissenschaft nicht formuliert was für Alle gilt, sondern für die Meisten“.
Unser Leben gilt nur für uns Selbst.
In jedem anderen Bereich würden wir uns zu recht verbitten als Objekt angesehen zu werden, in der Medizin betteln wir geradewegs darum.
Eine ziemlich bittere Ironie.

06/04/2026
16/02/2026

Negativität

„so schwarzmagisch wie du dich gibst ist es kein Wunder dass dir niemand zuhört“ - so oder so ähnlich hat es mal eine ehemalige Schülerin ausgedrückt (und dabei nicht gemerkt dass sie sich selbst widersprochen hat). „Schwarzmagisch“ war im Sinne von dunkel, nicht negativ wertend gemeint. Um auch gleich „magisch“ zu erklären – was bedeutet Magie ? Nun, eigentlich ganz einfach: wir wissen nicht wie es funktioniert, die Zusammenhänge liegen also (für uns) im Dunkeln. Also nur eine Verdopplung und entsprechend eine Hervorhebung des Prinzips.
Nicht mehr, nicht weniger.
Die meisten Ursachen unserer Probleme liegen – für uns – meist im Dunkeln. Sonst wäre es nicht lange ein Problem. Also müsste man theoretisch in den eignen dunklen Bereich gehen und da nachgucken. Was das Problem schon erklärt: das geht nicht. Wir sind sowohl körperlich als auch mental Augenmenschen, unser Hauptsinn ist das Sehen. Das funktioniert natürlich um so schlechter um so dunkler es wird. Dadurch werden wir unsicher, und unsicher ist immer Angstbeladen. Und Angst ist schlecht. Das Problem ist also nicht die Dunkelheit an sich sondern dass wir sie negativ bewerten und deshalb alles was in ihr liegt verdrängen – noch mehr ins Dunkle. Also wieder klar ein Selbstläufer.
Das umzudrehen ist keinesfalls einfach. Deshalb gibt es Leute wie mich. Ich sehe mich als Lotse der dem Käpten (dem Patienten) hilft durch Untiefen, also durch versteckte Gefahrenquellen zu steuern, ihm aber auch beibringt es so gut es geht selbst zu tun. Dafür muss ich teilweise das Schiff übernehmen. Aber eben nur teilweise. Die eigentliche Verantwortung und damit die Befehlsgewalt liegt immer noch beim Kapitän, um bei diesem Bild zu bleiben.
Um vom Bildhaften wieder in die Realität zu kommen: damit der Patient nicht in Abhängigkeit gerät muss er die Verantwortung für seine Gesundheit behalten, was wiederum heißt er muss sich selbst mit seinen Problemen, seinen dunklen Anteilen, beschäftigen.
Jede Therapie sollte vor allem Hilfestellung sein und dem Patienten seine Verantwortung für sich selbst nicht abnehmen. Alles was über den Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ hinaus geht schwächt den Patienten von innen, ist also auf Dauer kontraproduktiv.

30/01/2026

Tacheles

mal wieder wie so oft auf Linkdin: Unternehmer oder leitender Angestellter, gutes Gehalt, manchmal noch dazu mit viel Zeit, klagt: nicht glücklich mit seinem Leben, Depressionen, Burnout bzw Boreout – wobei letzterer quasi der Linkshänder des Vorhergehenden ist. Und es gibt noch viel mehr Spielarten des selben Problems, hier sei nur mal das rausgegriffen.
Nun, irgendwann mal habe ich wenig mitfühlend geschrieben: kein Mitleid, ganz bestimmt nicht.
Warum ? Nun, wer an der unteren Seite der Nahrungskette seinen Job tun muss um sein Leben zu finanzieren bekommt mein ganzes Verständnis.
Wer aber genug Geld und damit genug Kapazität hat sich Hilfe zu holen verdient kein Mitleid sondern einen therapeutischen Tritt. Was man durchaus als Freundlichkeit ansehen kann weil Mitleid in so einem Fall wenig zielführend ist.
Wer die Möglichkeit hat etwas an seiner Situation zu ändern aber es nicht tut beweist sollte sich die Frage stellen ob er wirklich etwas ändern will. Er agiert wie der Mann der unter der Laterne seinen Schlüssel sucht. Auf die Frage ob er ihn verloren hat antwortet er: „nein, aber hier ist wenigstens Licht“.
Um Probleme in den Griff zu bekommen muss man sie annehmen. Obwohl man nur schlecht ohne Hilfe herauskommt muss man mehr als 80 % der Arbeit selbst leisten. Seltsamerweise schrecken gerade die „Macher“ die äußerlich „Erfolg“ haben ohne Ende vor dieser inneren Arbeit zurück. Das innere Aufarbeiten wie und warum man sich selbst in diese Misere gesteuert hat ist wesentlich um ein tragbares lebendigeres individuelles Programm zu entwickeln.
Wem es daran liegt Verständnis für seine Situation zu bekommen ist bei den vielen studierten Psychologen von denen es auf Linkdin genug gibt bestimmt besser aufgehoben.
Wer sich auf die Hinterfüße stellen will um wirklich an deiner Situation zu arbeiten ist bei mir richtig.

Meine eigentliche Qualifikation kommt nicht aus einer theoretischen Ausbildung sondern aus der harten Realität. Ich bin erzogen worden dass nur Leistung zählt. Mir wurde das in jedem Wortsinn eingeprügelt, manchmal auch eingetreten. Ich will nicht sagen „dass mir das nicht geschadet hat“ - was Schwachsinn ist. Aber es hat mir in mein Unterbewusstes ein großes NEIN gesetzt. Viel später hat mir in einer Fortbildung eine Dozentin ein Bild gemalt mit einem großen schwarzen MUSS als zentrale Bedeutung, was das Problem von der anderen Seite beschreibt. Die persönliche Aufarbeitung dieser Konditionierung hat mich dahin gebracht wo ich heute bin. Womit ich nicht (nur) das Äußere, den Heilpraktiker, meine sondern wo ich innerlich stehe. Das war nicht einfach. Deshalb weiß ich wie man tief liegende Schwierigkeiten auf verschiedenen Ebenen meistert. Aus dem realen Leben, nicht (bzw sekundär) aus angelerntem theoretischen Wissen.

22/01/2026

Ich helfe Menschen ihren eignen Raum auszufüllen.
Das nennt sich „Gesundheit“
Wir sind viel zu sehr darauf konditioniert etwas zu sein was wir nicht sind. Das ist die Grundlage innerer Desorganisation welche wiederum die Grundlage von innerer Schwäche und Krankheiten bildet.
Sich selbst zu sein kann einem niemand beibringen. Vor allem ist es mit Angst behaftet. Dass wir dieser Angst entgehen wollen ist das eigentliche Problem.
Um sich Selbst zu erreichen muss man die Angst annehmen und durch sie durchgehen.
Ich sehe meine Aufgabe als Lotse sich nicht in der Angst und den inneren Blockaden zu verlieren um sich erreichen zu können.
Nachdem ich mich über 30 Jahre damit beschäftigt habe denke ich gerade das das Größte ist was man erreichen kann. Die eigne Größe einfach zu leben kann nur gesund sein.

17/01/2026

Behandlungen

Laut Infektionsschutzgesetz und vor allem der Sorgfaltspflicht ist es mir als Heilpraktiker bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt Infektionskrankheiten zu heilen.

Schwere Krankheiten darf ich aufgrund der selben Sorgfaltspflicht „nur“ Mitbehandeln. Das nur bezieht sich darauf dass diese schweren Krankheiten zumindest ärztlich Kontrolliert werden. Was meiner Ansicht nach sowieso Sinn macht, ich frage auch immer meinen Arzt was er davon hält und welche Therapie er vorschlägt wenn ich krank bin. Und er weiß dass ich Heilpraktiker bin. Wirkliche Zusammenarbeit ist selten verkehrt.

Nur Ärzte und Heilpraktiker dürfen „heilen im Sinne des Gesetzes“ und Diagnosen stellen. Was den Grund des Konkurrenzverhaltens dieser beiden Berufe ist.
Wer „nur“ über die Selbstheilkräfte arbeitet – was meiner Meinung nach viel mehr mit heilen zu tun hat – darf das und sich, berechtigter Weise, Heiler nennen.
Für meinen Teil arbeite ich eine Stufe tiefer als die Selbstheilkräfte, ich stelle so gut es geht die innere Ordnung wieder her um so den ganzen Menschen – Selbstheilkräfte eingeschlossen – von innen heraus gesünder zu machen.
Ich arbeite jeden Tag daran mein Verständnis in Menschen zu vertiefen weil es einfach ein Wesenszug von mir ist. Und diesen kann ich auch nach Feierabend, Sonntags oder im Urlaub nicht ablegen. Das ist der Unterschied zwischen Beruf und Berufung.

Für mich sind Standesklüngel nur so weit erheblich wie sie nervig sind. Ich erkenne jeden an der seine Arbeit gut macht, ob er nun Arzt, Heilpraktiker oder Heiler ist.

Ich aktualisiere gerade meine Homepage. Das ist ein Inhalt davon. Nur die Überschrift gefällt mir noch nicht.

11/01/2026

Täter und Opfer

Mir wurde auf Linkedin Täter-Opfer-Umkehr vorgeworfen. Wir stecken – wie alles Andere auch – Täter und Opfer nur zu bereitwillig in fixe Schubladen, aber so schwarzweiß ist die Realität nicht. Ich sehe die Problematik differenzierter auch wenn mir das einiges an Unmut (gelinde gesagt) einbringt.
Ich wurde von einem Maurer. Alkoholiker und Sklaventreiber erzogen. Ich kann mich erinnern im Alter von 6 Jahren Putz von Steinen geklopft zu haben um sie wieder zu verwenden. Im Feld haben wir auch regelmäßig geholfen, was an sich nicht schlimm war. Ungemütlich war nur die zunehmende Ausfälligkeit meines Vaters. Damals hat meine Mutter einiges abgeblockt also war für uns Kinder klar wer in welche Schublade gehört. Und zwar absolut sonnenklar.
Nun ist mein Vater seit 2000 verstorben und da sich meine Mutter nicht mehr hinter dem Charakter meines Vaters verstecken und es wurde immer klarer: diese Frau ist genauso. Ok, sie hat uns in der Kindheit einiges abgehalten, aber im Prinzip hat die die Struktur aktiv mitgetragen.
Nachdem ich 20 Jahre nichts mit meinem Bruder geredet habe kamen wir beide unabhängig auf den selben Gedanken: da meine Mutter einen nicht unwesentlichen Einfluss auf meinen Vater hatte war sie teilweise zumindest Schuld an der Ausprägung und wie sich der Alkoholismus letztendlich ausgewirkt hat. Obwohl sie immer das Opfer der Gewalt meines Vaters gespielt hat. So einfach sind also die Schubladen nicht. Und wir, die Kinder haben ziemlich lange gebraucht um das scheibchenweise immer mehr zu erkennen.
Aber es geht mir nicht um Schuldzuweisung. Auch und gerade weil es so aussieht. Ich kann mich jetzt als Opfer sehen, die Täter sind klar und ich hab ne schöne moralisch weiße Weste. Das löst das Problem nicht. Mein Vater war ein Kriegsflüchtling und der Krieg hat sein Leben zerstört bevor es richtig anfing. Er hätte eigentlich Pfarrer werden sollen, hier hat er noch nicht mal Zimmermann lernen können. Er war also auch Opfer. Und gerade darauf kommt es an: jeder Täter ist zuerst mal Opfer. Das kann auf für uns unwesentlichen, schrägen Gründen passieren, aber je mehr jemand innerlich verletzt ist um so mehr muss er das kompensieren.
Aus Opfer wird Täter. Dominant – diese Ausprägung haben mehr Männer – oder manipulativ, was eher auf Frauen zutrifft.
Wenn ich also bei jemanden den Opferstatus akzeptiere gebe ich ihm einen gewissen Grad an Genugtuung. Was durchaus richtig und wichtig ist. Aber es löst das Problem nicht. Das Problem wird nur gelöst indem ich das Opfer aus seiner Rolle heraus bekomme. Das geht eindeutig weit darüber hinaus ein Opfer als solches anzuerkennen. Und es verlangt viel Arbeit an sich Selbst.
Man ist das was man aus dem macht was das Leben aus einem gemacht hat. Genau das bringt einem aus der Opferhaltung in Richtung persönlicher (innerer) Freiheit. Und genau das ist es was einem hindert später selbst - uneingestanden – irgendwie Täter zu werden.
Schließlich löst Abschreckung nicht das Problem – sonst hätten wir es gar nicht. Und Gefängnisse machen niemand besser.
Es ist nicht nötig dem Täter zu verzeihen – das habe ich auch meinem Vater nicht. Es ist wichtig die Struktur zu erkennen und wie man selbst sie durchbrechen kann. Damit bekommt man das höchstmögliche Maß an Einfluss über sein Leben. Das habe ich über Jahrzehnte aus meinem Leben und von meinen Patienten gelernt.

09/01/2026

Balance

Ihr kennt das bestimmt: manchmal (oder oft) fühlt man sich wie in einem Zirkuszelt, alle Kollegen sind durch den Durchzug krank, also muss man die Teller auf den Stangen jonglieren, die Elefanten durch die Manege treiben, Löwen durch Feuerreifen springen lassen, auf dem Hocheinrad fahren und Bälle jonglieren (als ob die Teller nicht schon genug wären),aufpassen dass die Löwen nicht den Clown (der ist noch gesund) fressen, wieder an die Teller, aufs Hochseil und die Elefanten drehen lassen und auf einmal geht durch das Adrenalin alles langsamer und man ist im Auge des Hurrikans. Und dann macht man ne beiläufige Bewegung und alles wird anders: das Zirkuszelt ist weg und man befindet sich in einer Graslandschaft an der Küste mit leichtem Wind (oder welches Bild auch immer, am besten ist gar keins) und absolute innere Ruhe.
Dabei erinnere ich mich an die Erklärung einer Bekannten die gemeint hatte wenn man He**in durch die Nase zieht ist auf einmal alles gut. Dann beginnt der Zustand zu bröckeln und man versucht ihn aufrecht zu erhalten – was natürlich nicht gelingt und man sich zwangsläufig wieder im Zirkuszelt befindet.
Eins haben beide Zustände gemeinsam: sie werden durch Obioide hergestellt. Mit einigen wichtigen Unterschieden: hau ich mir das Zeugs durch die Nase ein bekomme ich plötzlich eine hohe Dosis was zu einem Höhenflug und dadurch zu einer Bruchlandung wenn sich Dosis abbaut. Wenn der Zustand aber durch körpereigene Obioide entwickelt hat haben wir keine so hohe Dosis die erstmal bodenständiger wirkt – der Höhenflug ist nicht ganz so hoch, aber durch unsere Konditionierung bleibt es aber nicht aus dass wir wieder im Zirkuszelt landen. Allerdings haben wir hier ein ziemlich großes aber: wir haben den Dope selbst entwickelt, was heißt wir können wie Ausschüttung lenken. Wir müssen nur etwas – und das richtige – dafür tun. Man kann das so sehen dass man in einer Art mentalem Aikido die kleinsten Bewegungen spürt die einem ins Zirkuszelt zurückbringen und umlenkt. Das erfordert natürlich einige Übung. Aber die Grundvoraussetzungen haben wir schon in unserem Leben gelernt. Wir kennen alle unser persönliches Zirkuszelt und sind alle irgendwie herausgekommen. Man muss sich nur angucken wie man das geschafft hat. Ich will nicht sagen dass es einfach ist, aber man muss zuerst wissen dass es möglich ist, der Rest ist Übung. Ja, das ist auch nicht einfach aber es lohnt sich.
Wirkliche Lebensqualität und Gesundheit resultieren aus diesem Zustand. Meiner Meinung nach ist das die wichtigste Übung die es im Leben gibt. Interessant ist sie auf jedem Fall.
Wer unterstützung für ein persönliches Übungsprogramm braucht kann gerne einen Termin vereinbaren.

07/01/2026

Faulheit

Mein Bruder hat sich mal wieder über seinen faulen Bruder „beschwert“.
Nun ja, ein idealer Aufhänger für diesen Text. „Schreiben liegt dir“ habe ich schon mal gehört. Patienten meinen dass – wenn man nicht den Effekt merken würde – was ich tue „nichts“ ist. Wobei letzteres um so besser ist um so anstrengungsloser es ist. Es ist wirklich harte Arbeit nur wirklich das zu tun was nötig ist aber auch genau das zu tun. Diese Arbeit merkt man von außen nicht, im Gegenteil – es sieht einfach aus. Was durchaus so beabsichtigt ist.
Was Texte angeht – würde ich auf Papier schreiben würde ich mich ob der Papierverschwendung totschämen (ich mag Bäume). Allein schon mich an den Computer zu setzen kostet mich Überwindung. Und zwar die Überwindung zu Überwinden. Also erst einmal innere Blockaden lösen. Dazu muss man sie erst einmal erkennen und dann auflösen ohne sie zu bekämpfen – letzteres führt zu noch mehr Blockaden.
Alles Arbeit die niemand sieht. Alles Arbeit die wichtig ist. Arbeit die Faulheit nicht nur mit einbezieht, sondern einen Großteil des Erfolgs ausmacht.
Heißt: wir tun zu viel. Was wir als „richtiges“ Tun deklarieren liegt im Arbeitsbereich des Sympathikus, der Teil des autonomen Nervensystems das bei (auch leichtem) Stress anläuft. Nun will ich Stress ganz bestimmt nicht per se verteufeln. Er hat klar wichtige Funktionen in unserem Leben. Aber vor allem zwei Faktoren an Stress sind in unserer Kultur schlecht. Erstens haben wir zu viel davon. Das ist klar für unsere Gesundheit schlecht, aber auch für unser Denken. Sympathikotones Denken zeichnet sich durch einen Tunnelblick aus: in unserem Gehirn dominieren Funktionen die auf das blanke Überleben ausgerichtet sind, heißt wir bleiben zwanghaft an Verhaltensmechanismen hängen die bis jetzt unser Überleben gesichert haben – mehr nicht. Und merken das noch nicht mal. Um darüber zu reflektieren braucht man Funktionen die im vagotonen Zustand aktiviert werden. Beide sind aber Gegenspieler, also einer unterdrückt die Funktion des anderen.
Um den Parasympathikus zu aktivieren braucht man also das Gegenteil, also das Gegenteil von Stress, sprich Ruhe. Damit ist aber nicht nur äußerliche Ruhe gemeint. Sympathikotone Menschen – also die meisten in unserer Kultur – sind auch in äußerlichen Ruhephasen innerlich immer noch im Stressmodus. Was heißt dass diese Ruhephasen eigentlich keine Ruhephasen sind, der Sympathikus nicht herunter gefahren wird. Das heißt wir leben einseitig. Und da diese eine Seite alles in unserem Leben ausmacht, sie auch noch von unserer Kultur als gut und richtig erachtet wird verschrauben wir uns immer mehr in diese Einseitigkeit. Was heißt der innere Stresspegel fixiert sich immer mehr und wird immer normaler. Eine Entwicklung die schon jetzt bedenklich ist aber erschreckend voran schreitet.
Was ist die Lösung ? Nun, natürlich etwas was einer sympatikotonen Gesellschaft nie einfallen würde: die Kultivierung von Faulheit. Logischerweise das Gegenteil von den was wir nicht nur tun, sondern auch noch als Ultimo ratio feiern (und dieses Wort benutze ich wirklich ungern und selten).
Nur leider sind wir in unserer Gesellschaft so auf Computer fixiert dass wir uns selbst als lebendigen Computer sehen. Wir denken man müsste nur ein Reset-Knopf drücken und damit wäre alles gut: das System startet neu und alles wird sich richten. Ja, das System startet neu, aber mit den alten Bedingungen. Wirklich ändern tut sich also nichts. Für uns ist die Kultivierung der Faulheit, der wirklichen inneren Ruhe in der man wirklich persönlich „nichts“ tun harte Arbeit.
Der Hauptfaktor vagotonen Denkens ist das Gehirn quasi von der Leine zu lassen um spazieren zu denken – nur so kommt es aus seinem sympathikotonen Hamsterrad heraus und kann spielerisch - anders geht es nicht – neue Sichtweisen und Lösungswege finden. Aber auch für etwas anderes ist der Parasympatikus wichtig: Regeneration läuft nur richtig wenn dieser Arm des autonomen Nervensystems aktiv ist. Heilen und Regenerieren sind das selbe, deshalb ist das Wichtigste was man zum Heilen tun kann den Parasympatikus zu unterstützen.
Was ich mit meiner Arbeit tue ist zu mindestens 80 % Stressreduzierung.Und das wird immer schwerer. Aber deshalb auch immer wichtiger.

Adresse

Waltershöhe 23
Friedelsheim
67159

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