19/06/2026
Wenn Angst, innere Unruhe oder Stress dich fest im Griff haben, dann probier diese spannende Übung.
Sie wird in ähnlicher Form in verschiedenen körperorientierten und traumatherapeutischen Ansätzen genutzt, unter anderem in Methoden, die mit Augenbewegungen und der Regulation des Nervensystems arbeiten.
So geht’s:
Schau zunächst geradeaus.
Dann bewege nur deine Augen.
So weit nach rechts, wie angenehm möglich.
Den Kopf dabei nicht mitdrehen.
Jetzt wartest du.
Oft passiert etwas Spannendes:
Plötzlich kommt ein tiefer, spontaner Atemzug.
Ein Seufzer.
Ein Gähnen.
Oder ein Gefühl von Loslassen.
Sobald das passiert, gehst du zurück zur Mitte.
Dann wiederholst du das Ganze nach links.
Auch dort wartest du auf die Reaktion deines Körpers.
Rechts.
Links.
Jeweils zwei- bis dreimal.
Warum könnte das interessant sein?
In verschiedenen traumatherapeutischen und nervensystemorientierten Ansätzen wird davon ausgegangen, dass Augenbewegungen eng mit der Aktivierung und Regulation bestimmter Hirn- und Nervensystembereiche verbunden sind.
Auch EMDR arbeitet mit Augenbewegungen – allerdings deutlich strukturierter und therapeutisch begleitet.
Diese Übung ist keine EMDR-Behandlung.
Sie wird jedoch häufig genutzt, um die Selbstwahrnehmung zu fördern und dem Nervensystem einen regulierenden Impuls zu geben.
Viele Menschen berichten dabei über:
✅ tiefere Atmung
✅ mehr innere Ruhe
✅ weniger Anspannung
✅ ein Gefühl von Sicherheit
✅ mehr Präsenz im Moment
Führe die Übung 1–3 Mal täglich durch oder immer dann, wenn du merkst, dass dein Nervensystem hochfährt.
📌 Probier sie aus und schreib in die Kommentare, ob du den spontanen tiefen Atemzug bemerkt hast.
Bildungsinhalt, keine medizinische Beratung.