Bayerischer Cochlea Implantat Verband e.V.

Bayerischer Cochlea Implantat Verband e.V. Der Bayerische Cochlea Implantat Verband e.V. Der Landesverband wurde 1997 gegründet.

(BayCIV) ist eine Vereinigung zur Förderung von Hörgeschädigten, die mit einem CI (Cochlea Implantat) versorgt worden sind oder versorgt werden wollen.

21/08/2026

Sommer, Sonne, Regenguss

Hörsysteme gut geschützt

Sommer bedeutet Sonne, Wärme, Schwimmbad, Urlaub und gelegentlich einen Regenguss zur Unzeit. Für Hörgeräte und externe CI-Prozessoren bringt diese Jahreszeit allerdings einige besondere Belastungen mit sich. Hitze, Schweiß, Feuchtigkeit, Sand, Sonnencreme und Salzwasser können empfindliche Technik beanspruchen. Mit ein wenig Vorsorge lässt sich vieles vermeiden.

Schweiß und Feuchtigkeit gehören im Sommer zu den häufigsten Herausforderungen. Hinter-dem-Ohr-Geräte und CI-Prozessoren liegen direkt an der Haut und kommen bei hohen Temperaturen schnell mit Feuchtigkeit in Kontakt. Nach heißen Tagen lohnt sich deshalb eine sorgfältige Kontrolle und Reinigung. Je nach System kann eine geeignete Trockenbox sinnvoll sein. Maßgeblich bleiben immer die Herstellerangaben des jeweiligen Gerätes.

Auch Sonnencreme, Insektenschutz und Kosmetika sollten möglichst nicht unmittelbar mit Mikrofonöffnungen, Kontakten oder Gehäusen in Berührung kommen. Am besten Creme oder Spray zunächst auftragen und einziehen lassen, bevor das Hörsystem eingesetzt wird. Zur Reinigung sollten ausschließlich dafür geeignete Produkte verwendet werden.

Große Hitze kann Elektronik, Akkus und Batterien belasten. Hörsysteme und Zubehör deshalb nicht in der prallen Sonne oder im aufgeheizten Auto liegen lassen. Eine schattige, trockene Aufbewahrung ist deutlich besser. Auch ein leichter Sonnenhut kann helfen, externe Technik vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, sofern die Mikrofone dabei nicht ungünstig verdeckt werden.

Beim Thema Wasser gilt: Wasserresistent ist nicht automatisch schwimmtauglich. Manche Systeme verfügen über spezielle Wasserschutzhüllen oder entsprechendes Zubehör. Hier sollte genau geprüft werden, was für das eigene Modell zugelassen ist. Salzwasser und Chlorwasser verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil Rückstände Materialien und Kontakte beanspruchen können.

Am Strand kommt zusätzlich Sand ins Spiel. So unscheinbar er wirkt, kann er sich in Mikrofonöffnungen, Steckverbindungen und Bedienelementen festsetzen. Hörsysteme deshalb besser in einer festen, sauberen Box aufbewahren und nicht lose auf das Handtuch legen.

Vor längeren Reisen lohnt sich außerdem ein kleiner Technikcheck: Ladegerät, Ersatzakkus oder Batterien, notwendige Kabel und gegebenenfalls Ersatzteile einpacken. Wichtige Hörtechnik gehört bei Flugreisen ins Handgepäck. Auch die Kontaktdaten von Hersteller, Akustikbetrieb oder CI-Klinik können unterwegs hilfreich sein.

Dann darf der Sommer gern heiß, sandig, salzig und gelegentlich verregnet sein. Mit etwas Aufmerksamkeit bleibt die Hörtechnik zuverlässig an unserer Seite und wir können uns wieder den wirklich wichtigen Urlaubsfragen widmen: Meer oder Berge, Schattenplatz oder Eisdiele?

Barrierefreier Tourismus – gemeinsam Zukunft gestaltenWie kann Reisen für Menschen mit Hörbehinderung und anderen Beeint...
09/07/2026

Barrierefreier Tourismus – gemeinsam Zukunft gestalten

Wie kann Reisen für Menschen mit Hörbehinderung und anderen Beeinträchtigungen selbstverständlicher werden? Genau dieser Frage widmete sich die Informationsveranstaltung des BayCIV am 20. Juni 2026 an der Hochschule Kempten.

Gemeinsam mit der Fakultät für Tourismus-Management und der Selbsthilfegruppe Allgäu entstand ein inspirierender Tag voller Fachvorträge, persönlicher Erfahrungsberichte und praxisnaher Workshops. Themen wie barrierefreie Hospitality, moderne Hörtechnik und Auracast zeigten eindrucksvoll, wie Inklusion im Tourismus gelingen kann.

Dank Gebärdensprachdolmetschung, Schriftmittlung und FM-Technik war die Veranstaltung durchgängig barrierefrei. Auch die Exkursionen durch Kempten und den Archäologischen Park Cambodunum machten erlebbar, wie Teilhabe in der Praxis aussehen kann.

Ein herzliches Dankeschön an alle Referierenden, Mitwirkenden und Teilnehmenden für den wertvollen Austausch und das gemeinsame Engagement für mehr Barrierefreiheit.

https://www.bayciv.de/news/infoveranstaltung-20-06-2026-in-kempten

Veranstaltungstipp  DSB-Regionalveranstaltung in WürzburgBesseres Hören durch Inklusion – unter diesem Motto lädt der De...
09/07/2026

Veranstaltungstipp

DSB-Regionalveranstaltung in Würzburg

Besseres Hören durch Inklusion – unter diesem Motto lädt der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) zu einer spannenden

Informationsveranstaltung ein.

📅 25. Juli 2026
📍 Universitätsklinikum Würzburg
⏰ 09:30–16:00 Uhr

Freut euch auf interessante Fachvorträge rund um Hörsysteme, Hörtraining, Audio-Streaming, Musik und Hören sowie barrierefreie Kommunikation. Darüber hinaus gibt es eine kleine Fachausstellung mit zahlreichen Herstellern und Anbietern rund um das Thema Hören.

Die Veranstaltung steht zugleich im Zeichen von 125 Jahren Schwerhörigenbewegung – ein starkes Signal für Teilhabe, Inklusion und gemeinsames Engagement.
Der BayCIV freut sich, wenn viele Interessierte diese Gelegenheit zum Austausch, zur Information und zur Vernetzung nutzen.

Gemeinsam für mehr Hören, Verstehen und gelebte Inklusion.
Deutscher Schwerhörigenbund e.V. - DSB

Ein Ohr hört. Und dennoch fehlt die Hälfte der Welt.Menschen mit einseitiger Ertaubung (SSD) bewegen sich häufig zwische...
24/06/2026

Ein Ohr hört. Und dennoch fehlt die Hälfte der Welt.

Menschen mit einseitiger Ertaubung (SSD) bewegen sich häufig zwischen den Welten: Sie wirken hörend und erleben dennoch täglich Barrieren, die für andere unsichtbar bleiben. Richtungshören, Gespräche im Lärm, Erschöpfung und das Gefühl, nicht verstanden zu werden, gehören für viele zum Alltag.

Mit dem neuen SSD Campus München entstand erstmals in Bayern eine Selbsthilfegruppe speziell für Menschen mit einseitiger Ertaubung. Ein Ort für Austausch, Verständnis, Wissen und gegenseitige Unterstützung.

Warum „Du hörst doch noch auf einem Ohr“ die Realität vieler Betroffener verfehlt, welche Herausforderungen SSD mit sich bringt und weshalb Gemeinschaft ein wichtiger Schlüssel zu Teilhabe ist, lesen Sie in unserem neuen Beitrag.

Denn auch eine unsichtbare Hörbehinderung verdient Sichtbarkeit.

Unsere Stimme – Ausdruck, Persönlichkeit und VerbindungAm 4. Juni 2026 fand im Selbsthilfezentrum München ein ganztägige...
16/06/2026

Unsere Stimme – Ausdruck, Persönlichkeit und Verbindung

Am 4. Juni 2026 fand im Selbsthilfezentrum München ein ganztägiger Workshop zur Stimme mit der Logopädin Antje Geiger statt. 16 Teilnehmende erlebten einen abwechslungsreichen Tag voller Bewegung, Übungen, neuer Erkenntnisse und vieler gemeinsamer Lacher.

Bereits die Vorstellungsrunde zeigte, welche Bedeutung die eigene Stimme für uns hat. Auf die Frage, wie wir unsere Stimme aktuell erleben und wie wir sie gerne erleben würden, fielen Begriffe wie: kraftvoll, entspannt, achtsam, deutlich, leichter, wiedererkennen, wohlfühlen oder sogar singen. Worte, die zeigen, dass Stimme weit mehr ist als Lautbildung – sie ist Ausdruck unserer Persönlichkeit.

Mit gezielten Atem-, Körper- und Entspannungsübungen arbeiteten wir uns von den Zehen bis zur Kopfspitze vor. Vokale wurden laut und leise, hoch und tief gesprochen, Dehnungen spürbar gemacht und Zusammenhänge zwischen Atmung, Körperhaltung und Stimme erlebbar erklärt. Besonders faszinierend war der Einblick in den menschlichen Stimmapparat und die Entstehung einer sogenannten Taschenfaltenstimme.

Nach der Mittagspause ging es schwungvoll weiter. Beim Ballspiel wurden Stimme und Bewegung miteinander kombiniert. Die Aufgabe: Die Stimme passend zur Flugbahn des Balles von tief nach hoch oder von hoch nach tief gleiten zu lassen. Das sorgte nicht nur für Konzentration, sondern auch für zahlreiche heitere Momente.

Besonders eindrucksvoll war das „Tauziehen“. Mit kräftigen Lauten wurde ein langes Seil ruckartig herangezogen. Eine Übung, die Mut machte, die eigene Stimme bewusst einzusetzen und ihre Kraft zu entdecken.

Kreativ wurde es anschließend mit Goethes „Zauberlehrling“, der durch Gestik, Bewegung und Ausdruck lebendig wurde. Den stimmungsvollen Abschluss bildeten musikalische Beiträge aus dem MuCIs-Chor für Andershörende sowie das berührende Lied „Irische Segenswünsche“.

Der Workshop vermittelte nicht nur Wissen über Stimme und Stimmbildung, sondern auch mehr Bewusstsein für die eigene Ausdruckskraft.

Ein herzlicher Dank gilt Antje Geiger für die inspirierende Leitung sowie Regine Zille für die Organisation dieses gelungenen Tages.
Der ganze Beitrag und die Bildergalerir findet ihr hier:
MuCIs Workshop „Die Wirkung der Stimme“ - Neuigkeiten - BayCIV https://share.google/gA82ankYM9CE9K4oW

10 Jahre Chor für Andershörende – 10 Jahre Gemeinschaft, Mut und Musikhttps://www.bayciv.de/shgs/mucisWas 2016 als Herze...
14/06/2026

10 Jahre Chor für Andershörende – 10 Jahre Gemeinschaft, Mut und Musik

https://www.bayciv.de/shgs/mucis

Was 2016 als Herzenswunsch einer jungen CI-Trägerin begann, hat sich zu einer festen und lebendigen Gemeinschaft entwickelt. Seit zehn Jahren treffen sich Menschen mit Hörbehinderung, Cochlea-Implantaten und Hörgeräten, um gemeinsam zu singen, zu lachen, zu lernen und einander zu unterstützen.

Das Jubiläum wurde mit einem besonderen musikalischen Tag gefeiert: mit gemeinsamen Liedern, Erinnerungen an die Anfänge, Spielen, Gesprächen, einem bunten Buffet und vielen Momenten, die zeigten, was diesen Chor ausmacht – Zusammenhalt, Lebensfreude und die Begeisterung für Musik.

Ein besonderer Dank gilt Barbara Roberts, Antje Geiger, Regine Zille sowie allen Sängerinnen und Sängern, die den Chor über die vergangenen zehn Jahre geprägt und getragen haben.

Der Jubiläumstag machte eindrucksvoll deutlich: Musik verbindet. Sie schafft Teilhabe, stärkt das Selbstvertrauen und lässt Gemeinschaft entstehen – auch dort, wo das Hören besondere Herausforderungen mit sich bringt.

Auf die nächsten zehn Jahre voller Stimmen, Klänge und gemeinsamer Erinnerungen.



://www.bayciv.de/news/10-jahre-chor-fuer-andershoerende

Drei Tage Auszeit. Drei Tage Gemeinschaft. Drei Tage voller Hörmomente.Beim Hüttenwochenende „Hörimpulse“ am Königssee s...
12/06/2026

Drei Tage Auszeit. Drei Tage Gemeinschaft. Drei Tage voller Hörmomente.

Beim Hüttenwochenende „Hörimpulse“ am Königssee standen nicht nur die beeindruckende Naturkulisse und die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt, sondern vor allem das Hören in all seinen Facetten.

Gemeinsam wurde geübt, ausprobiert, gelacht, gekocht, diskutiert und gesungen – und ganz nebenbei wurde nahezu jede Situation zu einem wertvollen Hörtraining.

Ob bei der Schifffahrt nach St. Bartholomä, beim Einsatz moderner Zusatztechnik, bei Übungen zum Richtungshören oder beim Verstehen ohne Mundbild – die Teilnehmenden konnten neue Erfahrungen sammeln, ihre Fähigkeiten stärken und wertvolle Impulse für den Alltag mitnehmen.

Besonders wertvoll war dabei die Gemeinschaft. Der Austausch mit anderen Betroffenen, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Erleben machten das Wochenende zu etwas ganz Besonderem.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Referentinnen Vroni und Sophie von der Praxis Hanik, die mit Fachwissen, Engagement und viel Herzblut durch diese abwechslungsreichen Tage geführt haben.

Ein Wochenende voller neuer Erkenntnisse, schöner Begegnungen und unvergesslicher Hörmomente, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Hier geht's zum Beitrag:

https://www.bayciv.de/news/huettenwochenende-hoerimpulse

Sprachentwicklung bei Kindern mit Cochlea-ImplantatZwischen Sorge, Hoffnung und vielen kleinen WundernDie Diagnose triff...
11/06/2026

Sprachentwicklung bei Kindern mit Cochlea-Implantat

Zwischen Sorge, Hoffnung und vielen kleinen Wundern

Die Diagnose trifft viele Eltern zunächst mit voller Wucht.
Ein Kind hört nicht oder nicht ausreichend. Plötzlich stehen Begriffe wie Hörverlust, Hörschädigung, Hörgeräteversorgung, Cochlea-Implantat, Frühförderung und Sprachentwicklung im Raum.

Dazu gesellen sich Ängste, Unsicherheiten und unzählige Fragen:
Wird mein Kind sprechen lernen? Wird es Freunde finden? Wird es die Schule schaffen? Wird es ein normales Leben führen können?

Diese Sorgen sind verständlich. Sie sind Ausdruck von Liebe, Fürsorge und dem Wunsch, dem eigenen Kind alle Möglichkeiten dieser Welt zu eröffnen.

Die gute Nachricht vorweg: Viele Kinder mit Cochlea-Implantat entwickeln heute ausgezeichnete sprachliche Fähigkeiten. Dank moderner Technik, früher Diagnostik und gezielter Förderung sind die Chancen besser als jemals zuvor.
Gleichzeitig ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben.

Ein Cochlea-Implantat ist kein Schalter, der das Hören augenblicklich „normal“ macht. Es ist vielmehr der Beginn einer gemeinsamen Reise.
Hören muss gelernt werden
Ein Kind, das mit einem Cochlea-Implantat versorgt wird, erhält Zugang zu akustischen Informationen. Doch das Gehirn muss zunächst lernen, diese neuen Signale zu verarbeiten und zu verstehen.

Man kann sich das vorstellen wie das Erlernen einer völlig neuen Sprache.
Geräusche müssen erkannt, unterschieden und mit Bedeutung verknüpft werden. Aus einzelnen Lauten werden Wörter, aus Wörtern Sätze und schließlich Sprache.
Dieser Prozess benötigt Zeit.
Manche Kinder machen rasche Fortschritte. Andere entwickeln sich langsamer. Beides kann völlig normal sein.

Warum der Zeitpunkt eine wichtige Rolle spielt

Die ersten Lebensjahre gelten als besonders sensible Phase für die Entwicklung des Hörens und der Sprache.

Je früher ein relevanter Hörverlust erkannt und versorgt wird, desto besser können die natürlichen Lernprozesse des Gehirns genutzt werden. Deshalb sind Neugeborenen-Hörscreenings, regelmäßige Kontrollen und eine zeitnahe Versorgung von großer Bedeutung.

Dennoch gilt auch: Jedes Kind bringt seine eigenen Voraussetzungen mit. Alter bei der Versorgung, Ursache des Hörverlusts, zusätzliche Erkrankungen, familiäre Unterstützung und individuelle Entwicklung beeinflussen den Verlauf.
Vergleiche mit anderen Kindern helfen daher selten weiter.

Sprache entsteht nicht nur in der Therapie
Logopädie, Hörfrühförderung und audiologische Betreuung sind wichtige Bausteine.
Der eigentliche Sprachunterricht findet jedoch im Alltag statt.

Beim gemeinsamen Frühstück.
Beim Vorlesen.
Beim Spielen.
Beim Spaziergang.
Beim Singen.
Beim Trösten.

Kinder lernen Sprache durch Beziehung. Sie lernen durch wiederkehrende Erfahrungen, Blickkontakt, Mimik, Gestik und unzählige kleine Gespräche, die sich über den Tag verteilen.

Eltern müssen dabei keine Therapeutinnen oder Therapeuten werden.

Sie dürfen einfach Eltern sein.

Liebevolle Kommunikation, Geduld und gemeinsames Erleben sind oft wertvoller als jede perfekt geplante Übungseinheit.
Jeder Entwicklungsschritt zählt
Manchmal warten Eltern sehnsüchtig auf die ersten Worte.
Dabei geraten die vielen kleinen Erfolge leicht aus dem Blick.
Das erste Reagieren auf den eigenen Namen.

Das Erkennen vertrauter Stimmen.
Das bewusste Lauschen.
Das Nachahmen von Lauten.
Das erste verständliche Wort.
Jeder dieser Schritte ist bedeutsam.
Sprachentwicklung verläuft selten geradlinig. Es gibt Phasen großer Fortschritte und Zeiten, in denen scheinbar wenig passiert.
Oft arbeitet das Gehirn im Hintergrund weiter, bevor der nächste Entwicklungssprung sichtbar wird.

Lautsprache, Gebärdensprache oder beides?

Diese Frage beschäftigt viele Familien.
Die wissenschaftliche Fachwelt betrachtet heute Kommunikation insgesamt als entscheidend. Kinder profitieren davon, wenn sie möglichst früh Zugang zu Sprache und Kommunikation erhalten.

Welche Kommunikationswege dabei genutzt werden, hängt von vielen individuellen Faktoren ab.
Für manche Familien steht die Lautsprache im Vordergrund. Andere nutzen zusätzlich Gebärden oder Gebärdensprache. Wieder andere kombinieren verschiedene Kommunikationsformen.

Entscheidend ist nicht eine ideologische Frage, sondern dass das Kind verstanden wird, sich ausdrücken kann und Zugang zu Sprache erhält.

Was Eltern wissen dürfen
Vielleicht ist dies die wichtigste Botschaft dieses Beitrags:
Sie müssen nicht perfekt sein.
Ihr Kind braucht keine perfekten Eltern.

Es braucht Menschen, die zuhören, begleiten, ermutigen und auch schwierige Tage aushalten.
Es wird Momente geben, in denen Sie Fortschritte feiern.

Und Tage, an denen Sie sich fragen, ob alles ausreichend ist.
Beides gehört dazu.
Die Sprachentwicklung eines Kindes mit Cochlea-Implantat ist kein Wettlauf. Sie ist ein individueller Weg mit vielen Etappen, Umwegen und Überraschungen.

Ein Blick nach vorne

Kinder mit Cochlea-Implantaten besuchen heute Kindergärten, Schulen, Universitäten, erlernen Berufe, gründen Familien und gestalten ihr Leben auf ganz unterschiedliche Weise.

Nicht jedes Kind wird denselben Weg gehen. Nicht jedes Kind wird dieselben Fähigkeiten entwickeln.
Doch jedes Kind besitzt das Potenzial, seinen eigenen Platz in dieser Welt zu finden.

Für Eltern beginnt dieser Weg oft mit Sorge.

Mit der Zeit verwandelt sich diese Sorge jedoch häufig in etwas anderes:
Vertrauen.
Vertrauen in die Fähigkeiten des eigenen Kindes.
Vertrauen in die Entwicklung.
Und Vertrauen darin, dass Sprache weit mehr ist als Worte allein. Sie entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, verstehen und miteinander in Verbindung treten.

BayCIV – Bayerischer Cochlea-Implantat Verband e. V.

Autorin: D.Grosser
Tipp: Anett Tann Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe Hoerlis

https://www.hoerlis.com/

Seit November 2021 haben wir uns als HÖRlis zusammengeschlossen, um unsere Erfahrungen auszutauschen und um anderen Eltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, die viele wichtigen Entscheidungen noch vor sich haben.

Natur erleben – Gemeinschaft stärken______________________________(Den ganzen Beitrag findet ihr hier: https://www.bayci...
09/06/2026

Natur erleben – Gemeinschaft stärken
______________________________

(Den ganzen Beitrag findet ihr hier: https://www.bayciv.de/news/naturfuehrung-auf-der-fuchsenwiese-bamberg)
______________________________

Was haben Benjeshecken, Wildbienen, Biber und Cochlea-Implantate gemeinsam? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Bei einer spannenden Naturführung auf der Bamberger Fuchsenwiese entdeckten die Mitglieder der SHG OhrRing die faszinierende Vielfalt heimischer Lebensräume.

Von seltenen Wildbienen über innovative Naturschutzprojekte bis hin zu überraschenden Experimenten rund um Boden und Wasser gab es viel zu lernen, zu staunen und zu diskutieren.
Dank einer mitgebrachten induktiven Höranlage konnten die Teilnehmenden die fachkundigen Erläuterungen des Umweltbildungsreferenten nahezu barrierefrei verfolgen – ein schönes Beispiel dafür, wie Teilhabe und Naturerlebnis Hand in Hand gehen können.

Ein gelungener Nachmittag voller neuer Erkenntnisse, lebendiger Begegnungen und gemeinsamer Entdeckungen.
______________________________

Sucht ihr Kontakt und genau solche Unternehmungen im Bamberger-Raum? Dann meldet euch bei:
Selbsthilfegruppe OhrRing Bamberg
_______________________________

Adresse

Arberweg 28
Garching
85748

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Bayerischer Cochlea Implantat Verband e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Bayerischer Cochlea Implantat Verband e.V. senden:

Verknüpfungen

Teilen