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Einfluss durch TierhaareAsthma durch Katzenkontakt?Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist...
07/09/2026

Einfluss durch Tierhaare
Asthma durch Katzenkontakt?

Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist es mit Katzenhaaren?

Anfallsartige Atemnot

Asthma ist eine häufige Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Dabei verengen sich die kleinen Atemwege, die Bronchien. Die Folge sind Kurzatmigkeit und anfallsartige Atemnot. Die Ursachen sind vielfältig, grundsätzlich gibt es nicht-allergisches und allergisches Asthma. Beim allergischen Asthma wird der Auslöser des Asthmas mit der Luft eingeatmet. Als Auslöser gelten zum Beispiel Tabakrauch oder Pollen.

30.000 Kinder untersucht

Ob Tierhaare Asthma-Anfälle auslösen, ist allerdings umstritten. Forschende aus Schweden wollten den Einfluss von Tieren nun genauer wissen. Dazu haben sie in einer Studie mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche untersucht, die Allergie und Asthma hatten. Ziel der Studie war herauszufinden, ob Katzenhaare das bestehende Asthma verschlimmern. Dabei half den Forschenden auch, dass in Schweden neugeborene Hauskatzen registriert werden müssen und Gesundheitsdaten für die Forschung gut verfügbar sind.

Kein Unterschied zwischen Haushalten

Im Ergebnis fanden die Forschenden keinen Unterschied zwischen Katzenhaushalten und Familien ohne Katzen. In beiden Fällen trat mittelschweres bis schweres Asthma etwa gleich häufig auf. Das gleicht galt auch für das Auftreten von Asthma-Anfällen. Das Katzen damit keinen Einfluss auf Asthma haben, ist damit allerdings noch nicht erwiesen. Da Katzen sehr verbreitet sind, kann es auch sein, dass die Kinder und Jugendlichen auch außerhalb des eigenen Heims in Kontakt mit Katzenallergenen kommen. Gegen eine Katze in der eigenen Wohnung scheint aber für Asthmatiker nun nichts mehr zu sprechen.

Quelle: Kinderärzte im Netz

04.09.2026 | Dr. med. Tobias Höflein ; Bildrechte: mauritius images / Cavan Images / Hayley Martin

Was ist die Ursache?Hitzestress bei DepressionMenschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das ...
31/08/2026

Was ist die Ursache?
Hitzestress bei Depression

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?

Hitze als Nebenwirkung

Als Ursache wurde lange angenommen, dass Antidepressiva die Hitzetoleranz verringern. Eine seltene Nebenwirkung von bestimmten Antidepressiva, den Serotinon-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI), ist die deutliche Erhöhung der Körperkerntemperatur. Daher liegt die Idee nahe, dass die Medikamente auch die verminderte Hitzetoleranz bei Depression verursachen könnten. Forschende der Universität Pennsylvania stellen das nun in Frage.

4 Gruppen untersucht

Die Forschenden haben dazu mehrere Gruppen an Patient*innen untersucht. Drei Gruppen litten an Depression, davon wurde eine Gruppe mit SSRI behandelt, eine mit SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern) und eine Gruppe erhielt gar keine Antidepressiva. Die vierte Gruppe hatte keine Depression und diente als Vergleich. Alle Gruppen wurden über einen speziellen Anzug mit warmem Wasser umspült. Danach wurde gemessen, wann die Proband*innen zu schwitzen begannen und wie sehr die Körpertemperatur anstieg.

SSRI fördern Schweißbildung

Das Ergebnis: Die Gruppe mit Depression, die keine Medikamente erhielt, fing später an zu schwitzen als Menschen ohne Depressionen. Dadurch erhöhte sich deren Körpertemperatur. Durch Schwitzen wird Wärme aus dem Körper abgeleitet, die Körpertemperatur also reguliert. Das gleiche galt auch für Menschen mit Depression, die SNRI erhielten. Bekamen die Probanden dagegen SSRI, begannen diese fast so stark zu schwitzen wie die Probanden, die keine Depression hatten. Entgegen früherer Annahmen scheint die geringerer Hitzetoleranz bei Depression also an der Erkrankung selbst zu liegen und nicht an den Medikamenten. Mehr noch, SSRI könnten den Hitzestress sogar verringern.

Quelle: Ärzteblatt

28.08.2026 | Dr. med. Tobias Höflein ; Bildrechte: mauritius images / Dmitrii Marchenko / imageBROKER

Gefährlich statt lebensrettendKein Survival-Schwimmen für Babys!Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treibe...
28/08/2026

Gefährlich statt lebensrettend
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?

Baby soll sich selbst retten

Ein wenige Monate altes Baby fällt ins Wasser, dreht sich selbstständig auf den Rücken und treibt ruhig an der Oberfläche. Solche Videos sorgen in sozialen Netzwerken nicht nur für Staunen. Sie vermitteln vielen Eltern den Eindruck, dass sich Säuglinge durch ein spezielles Training vor dem Ertrinken schützen lassen.

Kein Wunder, dass immer häufiger entsprechende Kurse angeboten werden oder einige Eltern dies sogar in Eigenregie üben wollen. Die Säuglinge und Kleinkinder sollen dabei lernen, sich nach einem Sturz ins Wasser eigenständig in eine Rückenlage zu drehen und dort zu treiben, bis Hilfe eintrifft. Mit dieser Technik sollen schon die Kleinsten sicher vor dem Ertrinken geschützt sein.

Fake-Videos täuschen

Genau das ist jedoch ein gefährlicher Irrtum. Fachleute betonen: Kein Schwimmkurs kann ein Baby oder Kleinkind „wassersicher“ machen. Selbst Kinder, die entsprechende Übungen beherrschen, können in einer realen Notsituation anders reagieren – etwa durch Panik, Erschöpfung oder ungünstige Strömungsverhältnisse.

Zudem sind die genannten Videos offenbar Fake; Sie zeigen trainierte Kinder, geschnittene Sequenzen und kontrollierte Situationen, die sich nicht auf reale Unfälle übertragen lassen. Eltern sollten sich davon nicht verunsichern lassen, sage Expert*innen und raten vom sogenannten Survival-Schwimmen ab.

Babyschwimmen hat andere Ziele

Ganz anders sieht das mit dem klassischen Babyschwimmen aus: Hier stehen nicht Schwimmtechniken oder Selbstrettung im Vordergrund, sondern die gemeinsame Zeit im Wasser. Die Kurse fördern die Eltern-Kind-Bindung, ermöglichen erste positive Erfahrungen mit Wasser und unterstützen spielerisch die motorische Entwicklung. Leistungsdruck oder Angst haben dabei keinen Platz.

Der beste Schutz vor Ertrinken

Kinderärzt*innen und Wasserrettungsorganisationen sind sich einig: Die wichtigste Maßnahme gegen Badeunfälle ist die lückenlose Aufsicht. Schon wenige Zentimeter Wasser können lebensgefährlich werden – im Planschbecken, Gartenteich oder in der Badewanne. In solch flachen Wasseransammlungen ertrinken die meisten Kinder. Das größte Risiko haben dabei nicht Säuglinge und Babys, sondern Kleinkinder von ein bis drei Jahren. Eltern sollten deshalb:

Kinder am und im Wasser niemals unbeaufsichtigt lassen,
immer in Griffweite bleiben, wenn kleine Kinder baden,
Pools und Gartenteiche sichern,
Schwimmhilfen nur als Unterstützung, nicht als Sicherheitsgarantie betrachten und
Kinder frühzeitig an Wasser gewöhnen und später altersgerecht schwimmen lernen lassen.
Quelle: ptaheute

27.08.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski ; Bildrechte: mauritius images / Science Photo Library / Microgen Images

Behauptung im NetzSchützt Lithium vor Demenz?Schützt Lithium vor Demenz?Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere...
24/08/2026

Behauptung im Netz
Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?
Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?

Demenz vorbeugen

Demenz ist eine gefürchtete Erkrankung im Alter. Deswegen liegt es nahe, dass viele Menschen dagegen vorbeugen wollen. Bewährt haben sich dabei zum Beispiel die Behandlung von Bluthochdruck, aber auch soziale Faktoren wie das Pflegen von Kontakten. Keine überzeugenden Belege gibt es hingegen für eine im Netz kursierende Methode: die Einnahme von niedrig dosiertem Lithium.

Lithium-Gehalt im Trinkwasser

Aufgekommen ist die Methode durch eine Studie, die den Lithiumgehalt im Trinkwasser erfasste. In Gegenden mit höheren Lithium-Gehalten gab es gleichzeitig auch weniger Menschen, die an Demenz erkrankten. Wurden andere Einflussfaktoren wie Bildungsstand und Gesundheitsversorgung mit eingerechnet, blieb in den meisten Studien allerdings nichts mehr vom Effekt übrig.

Kein Beleg für Wirkung

Außerdem gibt es einige Studien, die direkt die Wirkung von Lithium auf Demenz untersuchen. Dabei zeigte nur eine Studie einen kleinen positiven Effekt. Diese Studie ist allerdings mangelhaft, so wurden dort unter anderem nicht alle Ergebnisse genannt. Einige andere, sauber durchgeführte Studien konnten keinen Schutzeffekt von Lithium gegen eine Demenz nachweisen. Insgesamt hatten die Studien nur eine geringe Teilnehmerzahlen und meist kurze Laufzeiten von wenigen Wochen. Langfristige Effekte lassen sich so kaum nachweisen.

Starke Nebenwirkungen

Damit lässt sich also sagen: Der vorbeugende Effekt von Lithium auf Demenz ist wissenschaftlich nicht belegt. Hinzu kommt, dass Lithium in höheren Dosen giftig ist und die Organe schädigt. Nicht umsonst ist ein Verkauf von Lithium als Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland verboten. Lithium zum Einnehmen gibt es offiziell nur als Medikament, das verschreibungspflichtig ist. Und auch dann sind regelmäßige Blutkontrollen nötig, um eine Überdosierung und damit die Schädigung von zum Beispiel Nieren oder Schilddrüse auszuschließen. Lithium ist also alles andere als harmlos – und damit auch kein guter Wirkstoff, um einen Selbstversuch zu starten.

Quelle: Medizin transparent

21.08.2026 | Sara Steer ; Bildrechte: mauritius images / Andy Dean / imageBROKER

Schwangerschaft mit FolgenPräeklampsie & Co erhöhen HerzrisikoSchwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut b...
20/08/2026

Schwangerschaft mit Folgen
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.

Spezielles Risiko für Frauen

Rauchen, Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörung: Das sind die allseits bekannten Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen. Bei Frauen kommen allerdings noch eine Reihe weiterer Risikofaktoren dazu – die bisher viel zu wenig beachtet werden.

Ein wichtiger Faktor sind Komplikationen in der Schwangerschaft. Denn wie verschiedene Studien zeigen, sind Präeklampsie, Schwangerschaftsbluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Frühgeburt und die Geburt eines für das Gestationsalter zu kleinen Kindes mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko für die Mutter verbunden.

Mehr KHK nach Präeklampsie

Da zeigt zum Beispiel eine schwedische Studie mit mehr als 2 Millionen Frauen: Untersucht wurde das Risiko für eine koronare Herzkrankheit innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Entbindung. Dieses war bei Frauen mit Schwangerschaftshypertonie etwa doppelt so hoch wie bei Frauen ohne diese Komplikation. Nach einer Präeklampsie war es um rund 50 %, nach einer Frühgeburt um etwa 70 % erhöht.

Gleiches ergab eine Studie mit 10.000 Teilnehmenden zwischen 45 und 74 Jahren aus der Region Hamburg. Ausgewertet wurden die Daten von 1970 Frauen, zu denen Informationen aus der Schwangerschaft vorlagen. Eine frühere Präeklampsie stand beispielsweise in Zusammenhang mit einem späteren Herzinfarkt. Eine Gewichtszunahme von mehr als 20 kg in der Schwangerschaft war mit ausgeprägten atherosklerotischen Veränderungen in der Halsschlagader verbunden.

Schwangerschaftskomplikationen berücksichtigen

Grund genug, Frauen mit Schwangerschaftskomplikationen gut im Blick zu behalten, betont die Internistin Dr. Elisabeth Unger. Es reicht also nicht aus, nur die klassischen „Big Five“-Risiken wie Rauchen und Diabetes im Blick zu behalten. Erfragt werden sollte immer auch eine Vorgeschichte mit Präeklampsie, Schwangerschaftshypertonie, Gestationsdiabetes oder Frühgeburt.

Quellen: Ärztezeitung, British Medical Journal

19.08.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski ; Bildrechte: mauritius images / Lars Zahner

Kinder besonders gefährdet7 Tipps fürs sichere GrillenKinder sollten beim Grillen nicht näher als 2 bis 3 m an das Feuer...
17/08/2026

Kinder besonders gefährdet
7 Tipps fürs sichere Grillen

Kinder sollten beim Grillen nicht näher als 2 bis 3 m an das Feuer kommen.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Garten, Terrasse oder Balkon wärmen, geht es für Viele mit dem Grillvergnügen los. Doch der Freizeitspaß kann gefährlich werden- vor allem für Kinder. Wer sich an unsere Tipps für sicheres Grillen hält, beugt Unfällen vor.

Kinder ganz besonders gefährdet
Was gibt´s Schöneres als bei gutem Wetter zusammen zu grillen? Und weil inzwischen nicht nur Fleisch, sondern auch immer mehr Gemüse auf den Rost kommt, wächst die Fangemeinschaft stetig an. Doch das Vergnügen hat seine Schattenseiten. Kaum geht die Grillsaison los, landen die ersten Brandverletzten in den Notfallambulanzen.

Vor allem Kinder sind nach Grillunfällen oft lebenslang gezeichnet, warnt Paulinchen e. V., die Initiative für brandverletzte Kinder. Denn ihre Haut ist nicht nur dünner als die von Erwachsenen und dadurch besonders gefährdet. Weil Kinder meist frontal zum Grill stehen, treffen die Flammenwände ihr Gesicht, den Oberkörper und die A**e.

Wichtigste Regel: Kein Spiritus!
Wer grillt, sollte sich deshalb an einige wichtige Regeln halten. Jochen Stein, Vorsitzender der AG Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland, nennt die wichtigste: „Nur ohne den Einsatz von Spiritus ist es möglich, sicher zu grillen!“. Denn mit Spiritus oder anderen Brandbeschleunigern kann es durch Verpuffung zu meterhohen Flammen kommen. Der Experte empfiehlt deshalb dringend, für das Entfachen des Grillfeuers auf alternative Methoden wie feste, geprüfte Anzünder zurückzugreifen.

Heiße Glut nicht im Sand vergraben
Daneben hat Paulinchen e.V. sechs weitere Sicherheitstipps:

Den Grill immer kippsicher und windgeschützt aufstellen und einen Kübel mit Sand, einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke bereithalten.

Grill stets beaufsichtigen und Kinder nicht näher als 2 bis 3 Meter an das Feuer bzw. die Glut kommen lassen. Den Grill niemals von Kindern bedienen oder anzünden lassen.

Brennendes Fett nicht mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen.

Nach dem Grillen das Grillgerät weiter beaufsichtigen, bis die Glut vollständig auskühlt ist.

Heiße Glut nach dem Grillen am Strand nie im Sand vergraben – die Kohle bleibt noch tagelang glühend heiß. Die Grillkohle stattdessen mit Wasser löschen und abkühlen.

Einmalgrills am Strand mit Wasser löschen und abkühlen – auch den Sand unter dem Grill!

Wer diese Tipps beherzigt, senkt die Gefahr für Grillunfälle deutlich. Mehr Hintergrundinformationen zum Thema Brandverletzungen, zur Versorgung der Kinder im Notfall und vorbeugende Maßnahmen kann man im Paulinchen-Podcast hören. Den gibt es neben weiteren Informationen auf der Webseite der Initiative (paulinchen.de).

Quelle: paulinchen.de

Autor*innen
17.08.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski

Jeder darf mitmachen!Arzneimittelnebenwirkungen meldenDie Arzneimittelbehörden und Pharmaindustrie arbeiten ständig dara...
11/08/2026

Jeder darf mitmachen!
Arzneimittelnebenwirkungen melden

Die Arzneimittelbehörden und Pharmaindustrie arbeiten ständig daran, Medikamente sicherer zu machen. Doch dafür brauchen sie die Hilfe von Anwender*innen, die Nebenwirkungen melden.

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

Leichter Durchfall nach der Einnahme von Antibiotika oder Schmerzen im Arm nach einer Impfung: Fast jeder hat schon einmal unter einer Arzneimittelnebenwirkungen gelitten. Mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist, können Patient*innen im Beipackzettel nachlesen. Die darin enthaltenen Informationen über mögliche Nebenwirkungen stammen vor allem von Studien vor der Zulassung des Medikaments, die von Pharmaunternehmen durchgeführt wurden.

Beipackzettel wird ständig aktualisiert

Allerdings ist die Dauer vieler Studien oft kurz und die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt. Sehr seltene oder spät auftretende Wirkungen treten häufig erst im alltäglichen, langfristigen Gebrauch auf. Das ist problematisch, denn um Arzneimittel sicher einsetzen zu können, müssen Ärzt*innen und Apotheker*innen stets über alle möglichen Nebenwirkungen Bescheid wissen. Deshalb wird der Beipackzettel von Pharmaunternehmen und Arzneimittelbehörden ständig aktualisiert. Die Informationsquelle dafür sind Meldungen von Ärzt*innen und Apotheker*innen, aber auch von Patient*innen.

Zentrale Sammelstelle

Um die Meldung möglichst einfach zu gestalten, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut eine zentrale Sammelstelle für Berichte über Nebenwirkungen eingerichtet. Über ein Online-Formular können Patient*innen ganz einfach und anonym Nebenwirkungen melden. Besonders wichtig sind Nebenwirkungen, die im Beipackzettel noch nicht aufgeführt sind oder sehr schwerwiegend sind. Hilfe beim Ausfüllen bekommen Patient*innen auch in der Apotheke oder Hausarztpraxis.

Ganz wichtig ist, dass die Meldung bei den Behörden nicht das Gespräch mit der behandelnden Ärzt*in ersetzt. Neu aufgetretene Nebenwirkungen sollten nämlich stets abgeklärt werden.

Quellen: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Paul-Ehrlich-Institut

10.08.2026 | Marie Schläfer ; Bildrechte: Ingo Bartussek/Shutterstock.com

Reisen mit der Anti-Baby-PilleEine größere Reise bringt einige Herausforderungen mit sich. Neben dem Packen und der Anfa...
06/08/2026

Reisen mit der Anti-Baby-Pille

Eine größere Reise bringt einige Herausforderungen mit sich. Neben dem Packen und der Anfahrtsplanung sollte dabei auch die Verhütungsplanung mit der Anti-Baby-Pille nicht vergessen werden.

Nicht überall erhältlich

Der erste Schritt beginnt beim Packen. Denn möglicherweise ist Ihr Präparat im Ausland nicht erhältlich, ein Nachkaufen nicht möglich. Im Gepäck sollten deshalb genug Anti-Baby-Pillen sein, um die gesamte Reisezeit abzudecken. Einige zusätzliche Tabletten als Reserve helfen, einen höheren Verbrauch auszugleichen – z. B. wenn Sie Tabletten erbrechen und daher neue einnehmen müssen. Auch ein Durchfall als typische Reisekrankheit ist problematisch, denn dann wird der Wirkstoff zu schnell ausgeschieden. Die Pille kann so Ihre Wirkung verlieren. Das gilt auch, wenn die Tabletten zu warm werden. Die richtige Lagerung ist deshalb wichtig. Die Pillenpackung sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und möglichst kühl gelagert werden. Wenn Zweifel an der Wirkung der Anti-Baby-Pille bestehen, sollte zusätzlich mit Ko****en verhütet werden.

Greifbar im Handgepäck

Zurück zum Gepäck: Anti-Baby-Pillen gehören wie andere wichtige Medikamente in das Handgepäck. So sind die Pillen auch dann verfügbar, wenn das Gepäck verloren gehen sollte oder im falschen Flieger landet. Für den Fall, dass die Pillen dennoch verloren gehen: Notieren Sie sich vorher, welche Wirkstoffe in welcher Dosierung Ihre Anti-Baby-Pille enthält. Das erleichtert die Suche nach einem Ersatzpräparat im Ausland.

Zeitverschiebung beachten

Anti-Baby-Pillen wirken nur dann, wenn die Abstände zwischen den Tabletten eingehalten werden. Die Pillen sollten deshalb jeden Tag zur gleichen Zeit genommen werden. Doch wie geht man am besten mit der Zeitverschiebung um? Das hängt von den Wirkstoffen ab. Östrogen-Gestagen-Präparate (Kombipillen) wirken auch noch, wenn die Zeit zwischen zwei Pillen 36 Stunden beträgt. In diesem Falle können Sie die Pille zur gewohnten Zeit nehmen, wenn die Zeitverschiebung unter 12 Stunden liegt. Bei anderen Präparaten ist das schwieriger, insbesondere bei reinen Gestagen-Präparaten wie der Minipille. Levonogestrel muss beispielsweise spätestens 27 Stunden nach der letzten Pille eingenommen werden. Wenn die Zeitverschiebung also über 3 Stunden beträgt, müssen Sie den Einnahmerhythmus anpassen.

„Zwischenpille“ bei langer Zeitverschiebung

Bei zu langer Zeitverschiebung wird eine „Zwischenpille“ eingeschoben. Dazu nehmen Sie 12 Stunden nach der letzten Pille die „Zwischenpille“ ein. Die nächste Pilleneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Tageszeit. Beispiel: Sie nehmen Levonogestrel und fliegen von Berlin nach New York, die Zeitverschiebung beträgt 6 Stunden. Sie nehmen die Pille vor dem Abflug wie gewohnt um 7 Uhr. Um 19 Uhr Berliner Zeit nehmen Sie die Zwischenpille ein. In New York nehmen Sie die Tabletten dann wieder wie gewohnt um 7 Uhr.

Quellen: Frauenärzte im Netz, Deutsches Ärzteblatt

04.08.2026 | Tobias Höflein ; Bildrechte: mauritius images / Westend61 / Angel Santana Garcia

Nicht zu viel davon genießen!Slushies können Kindern schadenBunt, eiskalt und süß: Slush-Ice-Getränke sind im Sommer vor...
30/07/2026

Nicht zu viel davon genießen!
Slushies können Kindern schaden

Bunt, eiskalt und süß: Slush-Ice-Getränke sind im Sommer vor allem bei Kindern beliebt. Doch das Vergnügen birgt Gefahren. Schon ein großes Getränk kann bei den Kleinen Kopfschmerzen, Schwindel oder sogar Bewusstseinsstörungen auslösen.

Glycerin hält das Eisgetränk weich

An heißen Sommertagen oder im Urlaub gehört Slush Ice für viele Kinder einfach dazu. Die bunten, halbgefrorenen Getränke sehen harmlos aus und sorgen für eine schnelle Abkühlung. Doch Fachleute raten inzwischen zur Vorsicht: Der häufig enthaltene Zusatzstoff Glycerin (E 422) kann in größeren Mengen gesundheitliche Beschwerden verursachen. Er ist vor allem in zuckerfreien und knallbunten Slushies vorhanden.

Glycerin ist ein seit Langem zugelassener Lebensmittelzusatzstoff. Er wird unter anderem als Feuchthaltemittel und Stabilisator verwendet. Bei Slush Ice sorgt er dafür, dass das Getränk auch bei Minusgraden weich bleibt und nicht zu einem festen Eisblock gefriert.

Die Dosis macht´s

Problematisch wird Glycerin jedoch, wenn innerhalb kurzer Zeit größere Mengen aufgenommen werden. Der Stoff beeinflusst den Wasserhaushalt des Körpers und wird deshalb in der Medizin sogar gezielt als Arzneimittel eingesetzt, etwa zur Senkung eines erhöhten Augen- oder Hirndrucks.

Genau diese Wirkung kann bei hohen Mengen auch nach dem Trinken eines Slush-Ice-Getränks auftreten. Mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Benommenheit oder Durchfall. In seltenen Fällen wurden bei Kindern auch vorübergehende Bewusstseinsstörungen beobachtet. Dabei handelt es sich nicht um eine Lebensmittelvergiftung, sondern um die Wirkung einer zu hohen Glycerinmenge.

Schon 250 ml können zu viel sein für Kinder

Besonders gefährdet sind Kinder, weil sie aufgrund ihres geringeren Körpergewichts schneller kritische Mengen erreichen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat deshalb erstmals einen Richtwert für die einmalige Aufnahme von Glycerin festgelegt. Pro kg Körpergewicht sollen nicht mehr als 125 mg Glycerin auf einmal aufgenommen werden. Bei einem Kind von 20 kg entspricht das einer Menge von 2500 mg Glycerin. In untersuchten Slushi-Proben lagen die Glycerinmengen jedoch bei 6250 mg bis 35500 mg pro 250-ml-Getränk.

Nach dieser Bewertung kann bereits ein großer Slushie ausreichen, um diese Menge zu überschreiten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt daher, den Konsum glycerinhaltiger Slush-Ice-Getränke bei Kindern zu begrenzen.

Bei Beschwerden ärztliche Hilfe suchen

Eltern sollten darauf achten, dass Kinder Slush Ice nicht in großen Mengen oder sehr schnell trinken. Treten kurz nach dem Verzehr Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder starke Benommenheit auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Wichtig ist dabei der Hinweis, dass zuvor ein Slush-Ice-Getränk getrunken wurde.

Quelle:BfR

29.07.2026 | Dr. med. Sonja Kempinski ; Bildrechte: mauritius images / Jennifer Jordan / Alamy / Alamy Stock Photosv

Reduziert RisikenSchwangerschaft: Besser weniger sitzenBewegung in der Schwangerschaft ist gesund – da sind sich Fachleu...
27/07/2026

Reduziert Risiken
Schwangerschaft: Besser weniger sitzen

Bewegung in der Schwangerschaft ist gesund – da sind sich Fachleute einig. Doch wie viel Anstrengung ist nötig, damit sich die Bewegung positiv auf die Schwangerschaft auswirkt?

Weniger Komplikationen durch Bewegung

Sport in der Schwangerschaft hat viele positive Effekte. Zum einen sorgt er dafür, dass Frauen in der Schwangerschaft nicht zu viel zu zunehmen. Darüber hinaus reduziert er die Wahrscheinlichkeit, dass Schwangerschaftskomplikationen wie Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes auftreten. Und auch gegen Rückenschmerzen ist Sport ein bewährtes Mittel.

Schritte, Sitzen, Gehen und Stehen

Eine Studie hat nun untersucht, ob auch Bewegung mit geringer Intensität dabei hilft, positive Effekte zu erreichen. Zur Bewegung mit geringer Intensität zählen bereits ganz einfache Aktivitäten wie Gehen und Stehen. Konkret wurde also bei 470 Schwangeren ab der 13. Schwangerschaftswoche erfasst: Wie viele Schritte legten die Schwangeren am Tag zurück? Saßen die Schwangeren mehr oder weniger als 60 Minuten am Stück? Wie oft gingen oder standen die Frauen?

Weniger Sitzen, weniger Komplikationen

Die erfassten Werte wurden dann mit dem Auftreten von Bluthochdruck, zu leichten Kindern bei der Geburt und Frühgeburten abgeglichen. Dabei zeigte sich: Bei Frauen mit kurzen Sitzzeiten traten die untersuchten Komplikationen nur halb so oft auf wie bei Frauen mit langen Sitzzeiten. Entsprechend galt das auch für Frauen, die mehr Zeit im Gehen und Stehen verbrachten.

Schon wenig kann helfen

Zusammengefasst legt die Studie nahe: Wer wenig sitzt und auf viele Schritte pro Tag kommt, hat ein geringeres Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Auch wer sich mit regelmäßigem Sport schwer tut, kann somit durch kleine Verhaltensänderungen im Alltag bereits einiges bewirken.

Quelle: www.frauenaerzte-im-netz.de

24.07.2026 | Sara Steer ; Bildrechte: mauritius images / Westend61 / Mareen Fischinger

Adresse

Hauptstraße 58
Garrel
49681

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14:00 - 19:00
Dienstag 08:00 - 12:30
14:00 - 19:00
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