08/09/2026
Du wundervolle Seele,
fühlst du dich sicher?
In dir selbst?
Vielleicht suchst du Sicherheit an Stellen, die dir Halt geben können, aber dich niemals ganz tragen werden:
In einem Menschen, an dem du festhältst.
In einem vollen Konto.
In einem gesunden Körper.
In einem funktionierenden Alltag.
In dem Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben.
Es gibt eine Sicherheit, die tiefer geht:
Die Sicherheit, dir selbst begegnen zu können.
Auch wenn du Angst hast.
Wenn du keine Antwort weißt.
Wenn etwas in dir auftaucht, das nicht zu deinem Selbstbild passt.
Viele Menschen verlassen sich genau in diesen Momenten selbst.
Sie lenken sich ab, arbeiten, verlieren sich im Denken, kümmern sich um andere oder greifen zum Handy.
Und irgendwann bist du zwar noch bei dir, aber du begegnest dir kaum noch.
Dein Nervensystem erfährt Sicherheit auch darüber, wie du mit dir bist, wenn es in dir ungemütlich wird.
Musst du dann stärker, vernünftiger oder positiver sein?
Oder kannst du bleiben?
Bei deiner Angst.
Deiner Wut.
Deiner Erschöpfung.
Deiner Sehnsucht.
Bei dem Teil in dir, der keine Lösung braucht, sondern deine Anwesenheit.
So darf dein Körper langsam erfahren:
Ich bleibe bei mir. Auch wenn es schwierig wird.
Selbstbegegnung bedeutet nicht, ständig nach Antworten zu suchen.
Sie bedeutet, wieder eine Beziehung zu dir aufzubauen.
Dich wahrzunehmen.
Dir zu glauben.
Deine Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Und deinen Körper zu hören, bevor er laut werden muss.
Lege heute deine Hände auf deinen Körper und frage dich:
„Wie geht es mir wirklich, wenn ich gerade nichts leisten, lösen oder erklären muss?“
Bleibe einen Moment länger.
Vielleicht liegt genau hier die Sicherheit, nach der du suchst:
In der Erfahrung, dir selbst ein Ort zu sein, an dem du bleiben kannst.
Es geht nicht immer um neue Lösungen.
Manchmal braucht es einen Raum, in dem wir sein dürfen, und einen neuen Blick auf das, was längst da ist.
Genau so einen Raum kreieren , und ich gerade.
Bald lüften wir den Vorhang.
Tonnen an Sternenstaub
Deine Imke