02/06/2026
Viele Hunde fressen gerne Gras.
Besonders bei wechselwarmem Wetter und Regen kommen bestimmte süße Gräser zum Vorscheinen, an denen Hunde gern mal knuspern.
Grundsätzlich ist gelegentliches Gras fressen erstmal kein Problem, kann aber dennoch eine potenzielle Gefahr mit sich bringen.
Denn besonders das wechselwarme und feuchte Wetter lockt Schnecken aus dem Dickicht, welche gern oberhalb von Grashalmen sitzen. Größere Schnecken wie abgebildet, sind natürlich schnell zu sehen.
Kleinere Jungschnecken (und auch grundsätzlich Schneckenschleim) können schnell übersehen und von Deinem Hund gefressen werden.
Aber auch das Fressen von Vö**ln oder Mäusen, die zuvor eine infizierte Schnecke gefressen haben, sind als Überträger nicht auszuschließen.
Was machen Lungenwürmer, resp. deren Larven?
Sie nisten sich in die lüftführenden Atemwege, wie auch der rechten Herzkammer ein. Hier werden die Eier von erwachsenen (weiblichen) Würmer gelegt welche sich über die Blutbahn in der Lunge ablegen.
Die entwickelten Larven bohren sich durch das Lungengewebe in die Luftwege, was das Symptom "Husten" auslöst.
Durch den verursachten Hustenreiz werden die Larven in den Rachen katapultiert und wieder abgeschluckt.
So gelangen die Laven in den Magen/Darmtrakt, wo sie mit dem Kot wieder ausgeschieden werden.
Die Larven entwickeln sich weiter, indem sie von zb Schnecken, Nagetiere oder Vögel aufgenommen werden.
Diese Zwischenwirte tragen nun das nächste Entwicklungsstadium der Larven in sich (Schleim und Ausscheidungen).
Frisst ein Hund nun eine solche Schnecke, deren Schleim oder Ausscheidungen, ist er Endwirt und die Larven der Lungenwürmer nisten sich über den Verdauungstrakt über die Lymphe in das venöse Blutsystem ein und gelangen so zur Lunge.
⚠️Merke:
Nicht nur in Schnecken selbst, auch in kontaminierten Pfützen und Gras, welche mit ihrem Schleim in Verbindung gekommen sind, lauert die Gefahr. Daher ist auch Gras fressen kein ungefährliches Unterfangen, nicht zuletzt, weil sich am Gras auch kleine Schnecken befinden könnten.
Nachweisbarkeit: Nach 3 – 9 Wochen im Kot (Sammelkot über 3 Tage) , alternativ röntgenologische Untersuchung (Lungenveränderung) , einige Arten sogar über Antigennachweis im Blut (Schnelltest)
Symptome: Husten, Nasenausfluss, entzündete Luftröhre, Bronchitis, Nasenbluten, blaue Flecken auf der Haut u./o. im Zahnfleisch, Blutgerinnungsstörungen, Appetitmangel, geringere Belastbarkeit, Erbrechen, neurologische Auffälligkeiten und auch Atemnot.
Die jeweilige Behandlung sollte mit Deinem Tierarzt abgesprochen werden.
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