Die Waldfrauen

Die Waldfrauen Wildkräutertouren und - Workshops Mein Garten- Eine Oase für wilde Kräuter und Pflanzen, Vögel, Insekten und Reptilien. Das ist mein Garten.

Erden durch Arbeiten im Garten, sich wohl fühlen, staunen und durchatmen.

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) – klein, bescheiden und doch ein echtes Kraftpaket der Natur. Es ist wohl die Blume,...
11/05/2026

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) – klein, bescheiden und doch ein echtes Kraftpaket der Natur. Es ist wohl die Blume, die uns am treuesten durch das Jahr begleitet.
​Hier ist ein kompakter Überblick über diesen sympathischen „Tausendsassa“:
​1. Botanik & Herkunft
​Name: Der lateinische Name Bellis perennis bedeutet so viel wie „hübsch“ und „ausdauernd“.
​Überlebenskünstler: Es ist extrem trittfest. Selbst wenn man darüberläuft oder der Rasenmäher kommt, duckt es sich tief in den Boden und blüht kurz darauf wieder auf.
​Die „Sonnenuhr“: Gänseblümchen richten ihre Köpfe immer nach der Sonne aus (Heliotropismus) und schließen ihre Blüten bei Regen sowie in der Nacht, um den Pollen zu schützen.
​2. Kulinarik & Heilkunde
​Das Gänseblümchen ist viel mehr als nur Dekoration auf der Wiese:
​Essbar: Sowohl die Blüten als auch die jungen Blätter sind essbar. Die Blüten schmecken leicht nussig, während die Knospen oft als heimischer Ersatz für Kapern eingelegt werden.
​Heilwirkung: In der Naturheilkunde wird es ähnlich wie Arnika geschätzt. Es wirkt entzündungshemmend und hautberuhigend. Als Tee soll es den Stoffwechsel anregen.
​3. Symbolik & Folklore
​Unschuld: Es gilt als Symbol für Reinheit, kindliche Unschuld und treue Liebe.
​Das Orakel: Wer kennt es nicht? Das klassische „Er liebt mich, er liebt mich nicht“-Spiel wird traditionell mit den weißen Zungenblüten des Gänseblümchens gespielt.
​Ein kleiner Fakt zum Staunen
​Was wir als eine „Blüte“ sehen, ist in Wahrheit ein ganzer Blütenstand. Das gelbe Zentrum besteht aus bis zu 100 winzigen gelben Röhrenblüten, die von den weißen Zungenblüten am Rand umrahmt werden.
​Tipp: Wenn du Gänseblümchen für einen Salat pflückst, nimm die jungen, voll geöffneten Blüten – sie sehen nicht nur toll aus, sondern enthalten auch die meisten Vitamine (A, C und Magnesium).

07/04/2026

Giersch im Garten!?Gärtnerschreck!? Freu dich, denn er ist so wertvoll. 4 mal so viel Vitamin C wie eine Zitrone und 13 mal so viele Mineralstoffe wie unser Grünkohl...
Viel Spaß beim ausprobieren.

Der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum)​Der Gefleckte Aronstab, wissenschaftlich Arum maculatum, ist ein faszinierender ...
24/03/2026

Der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum)​Der Gefleckte Aronstab, wissenschaftlich Arum maculatum, ist ein faszinierender Vertreter aus der Familie der Aronstabgewächse. Man findet ihn vor allem in schattigen, feuchten Laubmischwäldern auf nährstoffreichen Böden, wo er als ausdauernde, krautige Pflanze aus einem knolligen Rhizom wächst.​Erscheinungsbild und Besonderheiten​Besonders markant ist seine Blüte: Ein aufrechter, kolbenartiger Blütenstand (Spadix), der von einem großen, tütenförmigen Hochblatt (Spatha) umhüllt wird. Im Spätsommer, wenn die Blätter bereits verwelkt sind, bleiben nur die auffälligen, leuchtend roten Beeren an einem nackten Stiel zurück. Eine botanische Besonderheit ist die Thermogenese: Die Pflanze kann Eigenwärme erzeugen, um Aasgeruch zu verbreiten und so Insekten in ihre Kesselfalle zu locken.​Inhaltsstoffe und die Gefahr der Vergiftung​Man muss beim Aronstab vorsichtig sein, da alle Pflanzenteile hochgiftig sind. Die Hauptwirkstoffe sind Scharfstoffe wie das Aroin, verschiedene Saponine und vor allem Calciumoxalat-Kristalle. Diese Kristalle wirken wie mikroskopische Nadeln, welche die Schleimhäute mechanisch verletzen.​Ein Verzehr – oft verleitet durch die süßlich schmeckenden Beeren – führt zu brennenden Schmerzen im Mund, Schwellungen, Erbrechen und Krämpfen. Schon der bloße Hautkontakt mit dem Saft kann starke Irritationen und Blasenbildung auslösen.​Verwendung in Geschichte und Moderne​In der modernen Medizin findet der Aronstab aufgrund seiner Toxizität keine direkte Anwendung mehr. Einzig in der Homöopathie wird er in extremen Verdünnungen gegen Entzündungen der Atemwege eingesetzt.​Historisch gesehen war die Pflanze jedoch nützlich: Die stärkereiche Knolle wurde früher für die Herstellung von Wäschestärke (besonders für Halskrausen im Barock) verwendet. In extremen Notzeiten wurde sie sogar gegessen, allerdings erst nach einem langwierigen Prozess des Kochens und Wässerns, um die Gifte zu neutralisieren.​Mythos und Volkstum​Der Name der Pflanze leitet sich von der biblischen Figur Aaron ab, dessen Stab auf wundersame Weise erblühte. Die dunklen Flecken, die viele Exemplare auf ihren pfeilförmigen Blättern tragen, wurden im Mittelalter oft als Blutstropfen Christi gedeutet. Wegen ihrer ungewöhnlichen Form und der versteckten Lebensweise galt die Pflanze im Volksglauben zudem oft als geheimnisvoll oder gar magisch, was ihr Beinamen wie „Teufelswurz“ einbrachte.

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19/03/2026

Natur, Abenteuer und Auszeit für Groß und Klein 🌛🌟

Die goldene Lichtgestalt unserer Wälder ​                 Die Europäische Lärche (Larix decidua)  nimmt unter den heimis...
17/03/2026

Die goldene Lichtgestalt unserer Wälder ​
Die Europäische Lärche (Larix decidua) nimmt unter den heimischen Nadelbäumen eine absolute Sonderstellung ein. Während Fichten und Tannen das ganze Jahr über ihr dunkles Nadelkleid tragen, zeigt sich die Lärche als wandlungsfähige Individualistin: Im Frühjahr leuchtet sie in einem fast unwirklichen Hellgrün, im Herbst verzaubert sie die Bergwälder mit einer flammend goldgelben Färbung, bevor sie als einziger heimischer Nadelbaum ihre Nadeln abwirft.
Diese Strategie schützt sie in extremen Höhenlagen vor dem Vertrocknen und vor Schneebruch. ​Ein Baum der Extreme und der Beständigkeit ​Botanisch gesehen ist die Lärche ein Kraftpaket. Sie erreicht Höhen von bis zu 45 Metern und kann ein stolzes Alter von über 800 Jahren erreichen.
Ihr Holz gilt als das „Eichenholz unter den Nadelhölzern“: Es ist extrem hart, schwer und durch seinen hohen Harzgehalt von Natur aus resistent gegen Fäulnis und Witterung.
Diese Eigenschaft machte sie historisch unverzichtbar für den Schiffbau, das Zimmerhandwerk und sogar für die Gründung ganzer Städte – so ruhen große Teile Venedigs seit Jahrhunderten auf unzerstörbaren Lärchenpfählen. ​

Verwendete Pflanzenteile - Rinde, Harz, junge Sprosse, Nadeln
Inhaltsstoffe - Ätherisches Öl, Harzsäuren, Pimarinsäure, Pimarsäure, Pimarolsäure, Bitterstoff, Bernsteinsäure

Heilkraft aus dem „Gold des Waldes“ ​In der Naturheilkunde spielt vor allem das Lärchenharz, das auch als „Venezianisches Terpentin“ bekannt ist, eine zentrale Rolle. Es wird traditionell zur Herstellung von Pechsalben verwendet.
Diese Salben sind ein bewährtes Hausmittel, um die Durchblutung zu fördern, Entzündungen „herauszuziehen“ oder festsitzende Splitter aus der Haut zu lösen.
Doch auch die Atemwege profitieren von der Lärche:
Das ätherische Öl der Nadeln wirkt antiseptisch und schleimlösend, was es zu einem idealen Begleiter bei Erkältungen macht.
In der seelischen Heilkunde (Bachblütentherapie) steht die Lärche („Larch“) symbolisch für das Selbstvertrauen und hilft Menschen, die an ihren eigenen Fähigkeiten zweifeln. ​
Kulinarische Entdeckungen:
Waldaroma auf dem Teller ​
Obwohl man Nadelbäume selten mit Genuss assoziiert, bietet die Lärche im Frühjahr eine kulinarische Überraschung.
Die jungen, weichen Triebspitzen (Maiwipferl) besitzen ein feines, zitronig-harziges Aroma.
Sie können direkt im Salat verwendet, in Kräuterquark gerührt oder in Honig eingelegt werden.
Dieser „Lärchenhonig“ ist nicht nur eine Delikatesse, sondern dient gleichzeitig als sanftes Mittel gegen Husten.
Getrocknet und fein vermahlen ergeben die Nadeln zudem ein außergewöhnliches Gewürz, das Wildgerichten eine authentische Waldnote verleiht.
​Mythos und Schutzgeist ​
Seit jeher gilt die Lärche als ein freundlicher, lichter Baum.
Im Gegensatz zu den oft düster wirkenden Fichtenwäldern ist ein Lärchenhain lichtdurchflutet und einladend.
In der Mythologie der Alpenbewohner galt sie als Wohnsitz guter Waldfeen und schützender Geister. Man schrieb ihr die Kraft zu, böse Zauber abzuwehren und Haus und Hof vor Blitzeinschlag zu bewahren.
Zweige der Lärche wurden oft über Türen aufgehängt, um das „Böse“ draußen zu halten. ​Zusammenfassend ist die Lärche weit mehr als nur ein Nutzholzlieferant:
Sie ist eine Brücke zwischen der rauen Hochgebirgsnatur und der feinen Heilkunst, eine Überlebenskünstlerin, die uns lehrt, Altes loszulassen (wie ihre Nadeln im Winter), um im Frühjahr mit neuer Kraft zu erstrahlen.

16/03/2026

Der Giersch, als "Unkraut" verpönt, dabei ist sie ein wahres Gourmet-Wildkraut mit einem herrlich würzigen Geschmack, der an Petersilie und Sellerie erinnert.​
Aber die Pflanze ist nicht nur geschmacklich eine tolle Überraschung, sie ist reich an Vitamin C, Provitamin A, Eisen, Kalium, Magnesium und sekundären Pflanzenstoffen.4 Gierschblätter enthalten sogar 15-20 mal so viel Vitamin C wie Kopfsalat!
Und in der Heilkunde:
Die Heilkraft steckt vor allem in seinen ätherischen Ölen, Flavonoiden, Cumarinen und Mineralstoffen. Traditionell wurde er in der Volksmedizin bei Gicht, Rheuma, Blasenproblemen und zur Entschlackung verwendet. Seine harntreibende Wirkung hilft, Harnstoff aus dem Körper auszuleiten, was gerade bei Gelenkerkrankungen unterstützend wirkt.
Äußerlich kann der Giersch verwendet werden als Umschlag bei Insektenstichen, Hautentzündungen oder geschwollenen Gelenken.

​Mein Rezept für euch:

Giersch-Feta-Frittata mit Walnüssen​

Diese Frittata ist das perfekte, unkomplizierte Mittagessen oder ein leichtes Abendbrot im Frühling.
Der Giersch bringt eine feine Würze, die wunderbar mit dem salzigen Feta und den knackigen Walnüssen harmoniert.​Zutaten (für eine kleine Pfanne von ca. 20 cm Ø):​1 große Handvoll frischer Giersch (vorwiegend junge, zarte Blätter)​4-5 Eier​50 ml Sahne oder Milch​80 g Feta​1 Handvoll Walnüsse​1 kleine Zwiebel oder Schalotte​1 Knoblauchzehe​Salz & Pfeffer​1 EL Olivenöl oder Butter​Zubereitung:​Giersch vorbereiten: Den Giersch gründlich waschen, trocken schütteln und die zarten Blätter grob hacken. Die festeren Stiele können beiseitegelegt werden (sie schmecken super in Suppen).​Anschwitzen: Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. In einer ofenfesten Pfanne das Öl erhitzen und die Würfel darin glasig dünsten. Den gehackten Giersch hinzugeben und kurz zusammenfallen lassen.​Ei-Masse vorbereiten: Währenddessen Eier, Sahne, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verquirlen. Den Feta hineinkrümeln und die Walnüsse grob gehackt untermischen.​Zusammenführen: Die Ei-Masse gleichmäßig über den Giersch in die Pfanne gießen. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten stocken lassen, bis der Rand fest wird.​Fertigbacken: Die Pfanne nun in den auf 180°C (Umluft) vorgeheizten Ofen stellen und für weitere 10-15 Minuten goldbraun backen, bis die Frittata komplett gestockt ist.​Anrichten: Die Frittata aus der Pfanne gleiten lassen und nach Belieben warm oder kalt servieren.

Adresse

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Hagen
58093

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Dienstag 08:30 - 16:00
Mittwoch 08:30 - 16:00
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