Torsten Liem

Torsten Liem Prof. Torsten Liem D.O., M.Sc. Ost., M.Sc. paed. Ost., B.Sc. Ost., D.P.O.

CEO, Osteopathie Schule Deutschland
Dean of Osteopathic Programs, DIPLOMA University
Founder of Psychosomatic Osteopathy
Private Clinic in Hamburg Die Praxis Osteopathie Liem in Hamburg bietet umfassende osteopathische Behandlungen für Erwachsene, Kinder und Säuglinge. Unter der Leitung von Torsten Liem, einem erfahrenen Osteopathen, Autor und Dozenten, verbindet die Praxis klassische Osteopathie mit modernen Erkenntnissen aus der Medizin. Der Fokus liegt auf einer ganzheitlichen Betrachtung des Körpers, um Ursachen von Beschwerden zu erkennen und individuell angepasste Therapien anzubieten.

14/09/2026

Neue u10: Kinder Gesundheit neu gedacht

Gesundheit im Kindesalter bedeutet mehr als Wachstum, körperliche Entwicklung und einzelne medizinische Befunde.
Mit der neuen U10 für 9- bis 10-Jährige rücken auch Faktoren stärker in den Blick, die den Alltag und das Erleben eines Kindes prägen: Bewegung, Mediennutzung, familiäre Belastungen, psychisches Wohlbefinden und Lebensqualität.
Für mich ist das ein wichtiger Schritt hin zu einem umfassenderen Verständnis von Kindergesundheit.

Auch in der osteopathischen Praxis begegnen wir nicht einem Befund oder einer Dysfunktion, sondern einem Kind, dessen körperliche Beschwerden immer in einem individuellen Entwicklungs- und Lebenskontext stattfinden.
Das bedeutet nicht, dass Osteopathie Aufgaben der pädiatrischen Früherkennung übernimmt. Aber es erinnert uns daran, Anamnese und klinische Wahrnehmung nicht auf den Körper zu begrenzen und bei Bedarf interprofessionell zu denken.
🎙️ Im Video spreche ich darüber, warum ich die neue U10 auch aus osteopathischer Perspektive interessant finde.
Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), 20.08.2026

DRY NEEDLING – LERNEN AUS ERSTER HAND.Ich freue mich, bei diesem Dry-Needling-Kurs mit dem Traumteam Simeon Niel-Asher u...
11/09/2026

DRY NEEDLING – LERNEN AUS ERSTER HAND.

Ich freue mich, bei diesem Dry-Needling-Kurs mit dem Traumteam Simeon Niel-Asher und Dr. Bob Gerwin zu assistieren.

Bob Gerwin wurde von Dr. Janet Travell, einer der prägenden Pionierinnen der Triggerpunktmedizin, persönlich ausgebildet und arbeitete über viele Jahre mit ihr zusammen. Eine besondere Gelegenheit, von dieser klinischen Erfahrung unmittelbar zu lernen.

Triggerpunkte sind für mich dabei keine isolierten Befunde. Ich integriere sie in die Befundung meiner SPECD-Ansätze – Soma, Physiologie, Erleben, Kontext und Dysfunktion – und frage, welche Bedeutung ein myofaszialer Befund innerhalb des gesamten Dysfunktionsmusters eines Patienten haben könnte.

Und in der Behandlung? Mit den Fingern oder mit der Nadel – abhängig vom Befund und vom klinischen Reasoning.

👉 Nächstes Jahr gibt es an der OSD wieder einen Dry Needling Foundation Kurs.

Wer dabei sein möchte: Frühzeitige Anmeldung lohnt sich.

09/09/2026

5 osteopathische Modelle.
Statt
Tunnelblick.

Spezifisches Wissen ist wertvoll. Aber was passiert, wenn wir Beschwerden überwiegend aus der Perspektive eines einzelnen Systems betrachten?

Die fünf osteopathischen Modelle eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Gesundheit und Dysfunktion.

Nicht jedes Modell ist bei jedem Menschen gleichermaßen relevant.

Osteopathisches Clinical Reasoning bedeutet für mich, herauszufinden, welche Perspektiven und Wechselwirkungen beim individuellen Patienten tatsächlich relevant sind.

Denn nicht unser bevorzugtes System sollte bestimmen, was wir finden.

Der Patient bestimmt, welche Perspektiven relevant werden.

06/09/2026

WAS KÖNNEN WIR AM KEHLKOPF TATSÄCHLICH PALPIEREN UND BEHANDELN?

Der M. cricothyroideus verbindet Cartilago cricoidea und Cartilago thyroidea und spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulation von Länge und Spannung der Stimmlippen – und damit der Stimmfrequenz.

In der osteopathischen Untersuchung und Behandlung können wir von außen zugängliche Strukturen des laryngealen Systems einbeziehen:

• Cartilago thyroidea und Cartilago cricoidea: Mobilität und Spannungsverhältnisse palpatorisch beurteilen und sanft mobilisieren.
• M. cricothyroideus: lateral des Lig. cricothyroideum vorsichtig palpieren und bei auffälligen Spannungsverhältnissen manuell behandeln.
• Cartilago thyroidea: ein sanfter anteriorer Zug mobilisiert das laryngeale System und kann dessen Spannungsverhältnisse beeinflussen.

Wichtig ist die anatomische Differenzierung: M. vocalis und Lig. vocale werden dabei nicht direkt von außen palpatorisch behandelt. Ein möglicher Einfluss erfolgt vielmehr indirekt über die biomechanischen und muskulären Beziehungen des laryngealen Systems.

Bezieht ihr den Larynx bereits in eure osteopathische Untersuchung ein?

THE MOUTH IS MORE THAN TEETH AND JAW.Two intensive days in Warsaw teaching Pediatric Mouth, TMD & Bruxism.We explored th...
05/09/2026

THE MOUTH IS MORE THAN TEETH AND JAW.

Two intensive days in Warsaw teaching Pediatric Mouth, TMD & Bruxism.

We explored the pediatric mouth and jaw not as isolated structures, but within their broader functional and developmental relationships – including breathing, swallowing, chewing, craniofacial development, posture and regulation.

Another focus was on TMD and bruxism and how osteopathic assessment can help us recognize individual patterns and relevant contributing factors rather than focusing only on the site of symptoms.

Thank you to all participants for your curiosity, clinical questions and the wonderful exchange throughout these two days.

A course full of learning, practice and new perspectives on the pediatric mouth.

It was a pleasure to share and discuss these clinical perspectives with colleagues in Warsaw – reflecting more than 27 years of teaching and clinical work in pediatrics.

03/09/2026

Emotionale Regulation bidirektional mittels mimischer Muskulatur

02/09/2026

EMOTIONSREGULATION IST MULTIMODAL.
Emotionen entstehen und verändern sich im Zusammenspiel von Gehirn, Körperempfindungen, autonomer Regulation, Aufmerksamkeit, Bewertung und Verhalten.
Diese Prozesse wirken bidirektional: Emotionen verändern körperliche Prozesse – und körperliche Prozesse beeinflussen wiederum emotionales Erleben und Regulation.
Emotionale Behandlung sollte deshalb multimodal sein und diese wechselseitigen Dynamiken berücksichtigen.
Genau diese Zusammenhänge und ihre praktische osteopathische Anwendung sind Bestandteil des Diploma in Psychosomatic Osteopathy.

EMOTIONSREGULATION IST EIN DYNAMISCHER PROZESS.Interne und externe Auslöser werden zunächst unbewusst wahrgenommen und b...
02/09/2026

EMOTIONSREGULATION IST EIN DYNAMISCHER PROZESS.
Interne und externe Auslöser werden zunächst unbewusst wahrgenommen und bewertet. Daraus entstehen Reaktionen in Gehirn, autonomem Nervensystem und Körper, die wiederum unser emotionales Erleben, unsere Aufmerksamkeit und Bewertung beeinflussen.
Emotionsregulation entsteht somit in wechselseitigen Feedbackschleifen – und bietet an verschiedenen Stellen therapeutische Zugänge.

EMOTIONEN SIND NICHT NUR IM KOPF.An diesem Wochenende im Diploma in Psychosomatic Osteopathy stand das limbische System ...
01/09/2026

EMOTIONEN SIND NICHT NUR IM KOPF.
An diesem Wochenende im Diploma in Psychosomatic Osteopathy stand das limbische System im Mittelpunkt.
Wie verändern Emotionen Körperwahrnehmung, mimische Muskulatur, Muskelspannung, Atmung, Haltung und autonome Regulation? Und multidirektionell betrachtet: Wie können umgekehrt körperliche Prozesse unser emotionales Erleben beeinflussen?
Für die osteopathische Praxis sind genau diese wechselseitigen Dynamiken besonders praxisrelevant: Wie lassen sich diese Zusammenhänge in Untersuchung, Berührung und Behandlung praktisch berücksichtigen?
Auch spezifische Wirkmechanismen und diagnostische Ansätze sowie zahlreiche therapeutische Zugänge – von der Hirn-Herz-Achse bis zu körperlichen Ausdrucks- und Regulationsprozessen – wurden erlernt und praktisch geübt.
Psychosomatische Osteopathie bedeutet dabei nicht, körperliche Beschwerden zu „psychologisieren“. Sie erweitert vielmehr den osteopathischen Blick auf den Menschen: Soma, Physiologie, Erleben und Kontext beeinflussen sich fortlaufend gegenseitig.
Danke an diese großartige Gruppe für drei intensive Tage voller Austausch, Neugier und gemeinsamer Praxis.

28/08/2026

Kjell Erling Bjørnæs gehört zu den frühen Wegbereitern der Osteopathie in Norwegen.
Als Physiotherapeut, Osteopath DO und MSc in Osteopathy verbindet er jahrzehntelange klinische Erfahrung mit osteopathischer Lehre und Forschung. Besonders spannend: Er hat selbst klinische Studien zur osteopathischen Behandlung bei gastroösophagealem Reflux durchgeführt und sich intensiv mit dem Lymphsystem und osteopathischen Behandlungsansätzen beschäftigt.
Ich kenne Kjell seit vielen Jahren und schätze besonders seine enorme klinische Erfahrung und seine Fähigkeit, physiologische Zusammenhänge mit osteopathischer Praxis zu verbinden.
Im Gespräch möchte ich von ihm wissen: Was hat sich in der Osteopathie über die Jahrzehnte verändert? Welche Rolle spielt das Lymphsystem wirklich in unserer klinischen Arbeit? Und was würde er jungen Osteopathinnen und Osteopathen heute mit auf den Weg geben?

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