01/09/2026
SkinPen® Wissen | Teil 4 – Was passiert eigentlich in der Haut?
Microneedling wird häufig mit „Kollagenneubildung“ erklärt. Doch tatsächlich passiert in der Haut sehr viel mehr.
Die kontrollierten Mikroverletzungen setzen eine Wundheilungskaskade in Gang: Botenstoffe und Wachstumsfaktoren werden aktiviert, Fibroblasten werden aktiv und die Neubildung von Kollagen und Elastin wird angeregt.
Aber Regeneration bedeutet nicht nur aufbauen. Auch bestehende Strukturen müssen umgebaut werden. Dabei spielen unter anderem Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) eine wichtige Rolle. Diese Enzyme sind am kontrollierten Abbau und Umbau der extrazellulären Matrix beteiligt.
Abbauen. Aufbauen. Neu organisieren.
Und genau hier kommt der Faktor Zeit ins Spiel. Bei junger Haut wird für die natürliche Hauterneuerung häufig ein Zyklus von etwa 28 Tagen genannt. Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich diese Prozesse – sechs bis acht Wochen oder länger können dann durchaus realistisch sein.
Beim Microneedling geht es jedoch um mehr als die Erneuerung der Epidermis: Auch in der Dermis werden Strukturen aufgebaut und neu organisiert. Dieses Remodelling läuft über Wochen und darüber hinaus weiter.
Deshalb beurteile ich ein Ergebnis nicht nach dem ersten Glow im Spiegel. Entscheidend ist, was sich danach entwickelt.
Wir setzen den Impuls – das Ergebnis entsteht mit der Zeit.
Was davon war für dich neu?
In Teil 5: Mehr Reaktion = mehr Wirkung? Warum intensiver beim Microneedling nicht automatisch besser bedeutet.