28/06/2026
Im Nein-Sagen der Eltern entwickeln wir z.B. Widerstand (Jochbeine) gegen Fremdbestimmung zur Wahrung unserer Originalität. Konfliktfähig und kritikfähig (am Kinn zu sehen) zu sein, ist für unsere Weiterentwicklung äußerst wichtig.
In der Pubertät sind wir abhängig von der Umwelteinflüssen, der Gesellschaft und unseren Freunden. All diese Erfahrungen prägen sich tief in unsere Seele ein. Wenn wir überall hören, dass wir nicht gut genug, zu langsam sind, prägt dies im hohen Maß unsere Einstellung und unser Bild von uns selbst (Ego und Selbstwert anschauen am Hinterkopf). Sind wir eine Nachahmung?
Ich sehe was, was Du nicht siehst! Der erste Eindruck entsteht sofort. Wir besitzen Schubladen, die uns diesen ersten Eindruck erleichtern. Wenn das Gegenüber uns an eine unschöne Begegnung im Kindesalter erinnert, packen wir unsere Schablone aus. Freund oder Feind? Davon hängt ab, ob wir einen Menschen mögen oder nicht. Unsere Wahrnehmung ist immer subjektiv, denn wir schauen durch unsere eigene Brille. Rosarot oder tiefschwarz. Nicht zu vergessen, die gesellschaftlichen Klischees, durch die wir uns auch anpassen.
Klischees benötigen wir nicht wirklich, aber sie sind dienlich, um uns ein Bild zu machen. Wir haben Kommoden voller Schubladen, in die wir Menschen und Situationen stecken.
In der Physiognomik geht es darum, eigene Schubladen zu schließen und wertfrei, wertneutral zu schauen zu beschreiben, was wir sehen.
Wie INNEN, so AUSSEN? Oft machen wir uns über unser Gegenüber keine weiteren Gedanken, sondern legen einfach nur ab. Zuerst passen Menschen in eine Schablone, aber nach einiger Zeit nicht mehr in dieses Bild. So haben wir schlechte Chancen, diesen Menschen neu zu entdecken.
Die idealen Typen in der Physiognomik sind eine Orientierungshilfe und ein Hinweis auf das Aussehen, Verhalten eines Menschen. Das Handwerkzeug der Physiognomik ist zu schauen, wo dieser Mensch nicht in das Klischee/Schablone passt, die Unterschiede herauszuarbeiten, zu erkennen und die Einmaligkeit zu beschreiben.
Na - siehste?