19/06/2026
Pflege ist kein Sparschwein. Punkt.
Am 18.06. waren Mitarbeitende der Diakoniestation Heilbronn in Stuttgart unterwegs – gemeinsam mit vielen anderen Diensten aus ganz Baden‑Württemberg.
Mit drei unserer gelben Autos mittendrin im Autokorso.
Zwischen all den weißen und roten Fahrzeugen waren wir nicht zu übersehen.
Sichtbar. Laut. Gemeinsam.
Warum?
Weil sich gerade etwas entwickelt, das viele noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Unter der Überschrift „Pflege geht uns alle an“ wurde in Stuttgart ein klares Zeichen gesetzt.
Denn die aktuellen politischen Entwicklungen und die diskutierten Reformpläne lassen große Sorge aufkommen:
Pflege droht zum Sparfeld zu werden – mit direkten Folgen für Einrichtungen, Mitarbeitende und Pflegebedürftige.
Die ersten Pläne zur neuen Pflegereform lassen nichts Gutes erwarten –
und sie treffen genau da, wo es heute schon eng ist:
Weniger Leistungen.
Mehr Druck auf Angehörige.
Und Rahmenbedingungen, die die Arbeit ambulanter Pflegedienste wirtschaftlich immer unsicherer machen.
Das betrifft nicht „die Pflege irgendwo“.
Das betrifft Menschen hier bei uns in Heilbronn.
Und es betrifft die Mitarbeitenden,
die jeden Tag alles geben,
um ihre Klientinnen und Klienten gut zu versorgen.
Genau dafür stehen wir.
Und genau das wird immer schwieriger, wenn weiter an der falschen Stelle gespart wird.
Deshalb waren rund 200 Fahrzeuge unterwegs.
Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht.
Deshalb sagen wir klar:
So darf es nicht weitergehen.
Pflege braucht verlässliche Bedingungen –
damit gute Versorgung auch morgen noch möglich ist.