03/09/2026
Wie löst man eigentlich die Frage wer schuld hat? ZB an einer Hufrehe?
Dem Gras die Schuld zu geben finde ich persönlich etwas zu einfach.
Das Pferd kann einen schlechten Stoffwechsel haben. Ich persönlich mache das anhand bestimmter optischer Details fest. Das ist keine Diagnose, aber wie ein Muster, was ich immer wieder sehe.
Einlagerungen an bestimmten Stellen ua, bestimmte messbare Hufdetails, bestimmte Art der Fütterung, ggf eine bestimmte Haltung noch dazu.
Das ist dann ein bestimmter Zustand, der sich entwickelt hat. Dafür verantwortlich ist auch der Besitzer. Aber auch jeder behandelne Therapeut, weil er vielleicht nichts gesagt hat, obwohl er es wusste, dass ein paar Dinge nicht richtig laufen. Vielleicht hat der Besitzer es nicht gewusst oder es war ihm nicht wichtig, weil ja noch alles funktionierte.
Vielleicht war der Besitzer aber auch auf der Suche nach Erklärungen, weil er gespürt hat, dass etwas nicht stimmt, doch er fand niemanden, der ihm helfen konnte. Niemand sagte, dein Pferd ist zu fett, was fütterst du da eigentlich für Schrott oder wie sehen eigentlich die Hufe aus???!!! Bis es zu spät ist. Und dann ist das Gras schuld. Das Gras kann nicht sprechen. Lassen wir es dabei.
Aber nein. Die Hufe sind DAS WESENTLICHE DETAIL, WAS SICH LANGSAM UND UNBEMERKT VERÄNDERT, OFT NICHT SICHTBAR AUCH FÜR GESCHULTE AUGEN, ABER DENNOCH MESSBAR. Genau das ist das Detail, was Schmerzen langsam still entstehen lasden kann und mM so ganz klar auch den Hormonstoffwechsel durcheinander bringen kann. Und ja: Pferde sind für die Steppe gemacht, nicht für Fruktan-Bomben. Ein eskalierter Stoffwechsel wird in Kombination mit den stillen Hufschäden immer eine schlimmere Katastrophe produzieren können als alleine.
Hinschauen auf die Hufe! Hinschauen auf die Futtersäcke, was drin ist, Hinschauen, ob die Bewegungsmenge passt, nicht anfangen zu lernen, wenn es zu spät ist.