Mission Uhu - Hart, aber möglich

Mission Uhu - Hart, aber möglich Fundiertes, evidenzbasiertes Wissen, praxisnahe Tipps und Einblicke rund um Adipositas, Alltag, ADHS und Gesundheitsthemen.

Ziel ist Aufklärung, die Vorurteile abbaut und Betroffene stärkt. Sorgfältig recherchiert und redaktionell aufbereitet. Hallo, ich bin Sylvia Czarnecki, 43 Jahre alt und lebe in Kerpen bei Köln. Auf dieser Seite beschäftige ich mich mit Adipositas, Essverhalten, Abnehmen und ADHS aus persönlicher und evidenzbasierter Perspektive. Der Name „Mission Uhu - hart, aber möglich“ steht für meinen Weg, un

ter 100 kg zu kommen, und symbolisiert gleichzeitig die gemeinsame Reise, die ich mit allen gehe, die ähnliche Herausforderungen haben. Ich kombiniere meine eigenen Erfahrungen mit Fakten, medizinischen Erkenntnissen und praxisnahen Tipps, um Zusammenhänge verständlich zu machen, Vorurteile abzubauen und Wege aufzuzeigen, wie Veränderung möglich ist. Mein Gewicht war lange ein Auf und Ab, beeinflusst durch ADHS und neurobiologische Faktoren, die Essimpulse und das Belohnungssystem betreffen. GLP‑1-Medikamente sind für mich eine unterstützende Maßnahme, die hilft, körperliche Signale besser wahrzunehmen. Ziel dieser Seite ist es, Menschen fundiert zu informieren, Verständnis zu schaffen und zu zeigen, dass niemand diesen Weg allein gehen muss - mit einer Mischung aus Wissen, Praxis und persönlichen Einblicken.

Ich habe am Dienstag für mich einen ziemlich großen Meilenstein erlebt und wollte euch davon erzählen.Ich war mit einem ...
13/06/2026

Ich habe am Dienstag für mich einen ziemlich großen Meilenstein erlebt und wollte euch davon erzählen.

Ich war mit einem Kollegen im Phantasialand. Eigentlich wollte ich den Ausflug ursprünglich mit meinem Ex machen, aber nachdem daraus nichts geworden ist, brauchte ich jemanden anderen, der mich einen Tag lang aushält. 😄 Vorher habe ich ihn eingeweiht, dass ich seit etwa 11 Jahren nicht mehr im Phantasialand und überhaupt in keiner Achterbahn mehr war. Der Grund war simpel: Mein letzter Besuch war ziemlich unangenehm. Damals war ich für viele Fahrgeschäfte zu schwer oder es wurde zumindest sehr eng. Teilweise mussten Mitarbeiter die Bügel mit viel Kraft herunterdrücken, damit sie überhaupt eingerastet sind. Das sind Erfahrungen, die man nicht vergisst.

Die erste Überraschung kam tatsächlich schon direkt am Anfang bei einem Kinderkarussell. Ich war damals auch auf diesem Karussell und erinnere mich noch daran, wie unwohl ich mich gefühlt habe. Nicht, weil das Aufsteigen so schwierig gewesen wäre, sondern weil ich ständig Angst hatte, dass irgendetwas unter meinem Gewicht nachgibt oder dass ich irgendwie auffalle. Diesmal bin ich einfach auf eines dieser etwas wackeligen Karussellpferde geklettert und erst hinterher ist mir aufgefallen, dass ich überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet hatte. Ich bin einfach aufgestiegen und losgefahren. Das klingt vermutlich total albern, aber für mich war das schon der erste Moment, in dem mir klar wurde, dass sich etwas verändert hat.

Richtig deutlich wurde es dann an der Black Mamba. Ich wollte vorsichtshalber in den Probesitz und der Mitarbeiter schaute mich an und fragte ernsthaft: „Warum?“ Als ich sagte, dass ich testen möchte, ob ich reinpasse, bekam ich nur ein ziemlich irritiertes „Ja?“ zurück. In dem Moment wurde mir klar, dass niemand außer mir überhaupt auf die Idee kam, dass das ein Problem sein könnte.
Und tatsächlich war es keins. Ich habe einfach überall reingepasst. Ohne Diskussionen, ohne Sorgen, ohne unangenehme Situationen. Auch in den Gondeln, in denen man sehr eng nebeneinander sitzt, war plötzlich genug Platz. Das klingt vielleicht komisch, aber wer einmal erlebt hat, ständig darüber nachdenken zu müssen, wie viel Raum man einnimmt, weiß wahrscheinlich, was ich meine.

Am krassesten - nicht nur heute - ist für mich bei der ganzen Sachen aber etwas anderes: man ist unauffällig und bewegt sich fast unsichtbar im Alltag bzw. man hat genau dazu die Wahl. Niemand hat geguckt, niemand hat mich gemustert, niemand hat sich für mein Gewicht interessiert. Dabei bin ich immer noch deutlich übergewichtig. Und natürlich will ich mir da auch nichts schönreden: Es gibt leider eine individuelle, imaginäre Grenze, ab der Menschen wegen ihres Gewichts auffallen und anders behandelt werden. Das lässt sich nicht wegdiskutieren und ist eine Realität, die viele Menschen mit Adipositas erleben. Und das ist nicht richtig. Trotzdem glaube ich inzwischen, dass das eigene Gefühl dabei eine riesige Rolle spielt. Wenn man jahrelang überzeugt ist, dass alle einen beobachten, nimmt man die Welt ganz anders wahr und sucht ständig nach entsprechenden Signalen. Und irgendwann stellt man fest, dass die meisten Menschen viel zu sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt sind und dass man manches auch deshalb anders wahrnimmt, weil man selbst nicht mehr permanent darauf fokussiert ist.

Einen etwas unangenehmen Moment gab es dann trotzdem. Bei F.L.Y. war ich wegen meines Chemo-Ports unsicher, ob Bügel und Gurtsystem ungünstig verlaufen könnten. Die Mitarbeiterin konnte mir das nicht sicher beantworten und bot an, dass wir kurz testen. Also durfte ich noch vor dem regulären Einstieg an den wartenden Gästen vorbei nach vorne gehen und mich, begleitet von zwei Mitarbeitern, einmal in den Sitz setzen. Gemeinsam haben wir geschaut, ob der Gurt problemlos über den Port verläuft. Mir war das in dem Moment unfassbar peinlich, weil mein erster Gedanke natürlich war, dass jetzt alle denken, ich würde wegen meines Gewichts probesitzen. Stattdessen haben die Leute einfach freundlich gewartet und gelächelt. Erst später wurde mir klar, dass die meisten wahrscheinlich gesehen hatten, dass es um meinen Port ging.

Was mich aber fast genauso stolz macht wie die Achterbahnen: Wir sind an diesem Tag über 20.000 Schritte gelaufen und gefühlt unendlich viele Treppen gestiegen. Ja, ich war abends komplett erledigt. Aber ich konnte es machen. Und dabei spielt nicht nur die Gewichtsabnahme eine Rolle, sondern auch die Tatsache, dass ich mich nach meiner Krebserkrankung wieder zurück ins Leben gekämpft habe und meine Neuropathie meistens gut im Griff habe.
Im Nachhinein ist mir noch etwas anderes bewusst geworden. Vor 11 Jahren hätte ich so einen Ausflug wahrscheinlich gar nicht mit einem Kollegen gemacht. Ich hätte niemals offen erzählt, warum ich nervös bin oder welche Sorgen ich habe. Ich hätte versucht, das Thema zu verstecken und möglichst so zu tun, als wäre alles normal. Dass ich das heute anders kann, hat sicher auch damit zu tun, dass ich mich durch meine Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Adipositas viel intensiver mit dem Thema beschäftigt habe. Dadurch habe ich viele Vorurteile und viel Scham, die ich selbst verinnerlicht hatte, Stück für Stück abbauen können.

Trotzdem braucht es dafür auch die richtigen Menschen. Mein Kollege hat aus der ganzen Sache nie ein Thema gemacht, nichts bewertet und mir einfach das Gefühl gegeben, dass alles völlig normal ist. Und ich glaube, genau deshalb konnte ich diesen Tag auch so genießen.

Für viele Menschen war das wahrscheinlich einfach ein Tag im Freizeitpark. Für mich war es die Erkenntnis, wie viel sich in den letzten Jahren verändert hat. Nicht nur auf der Waage, sondern auch im Kopf.

Sylvia Czarnecki

Ich habe kürzlich eine Diskussion verfolgt, in der es darum ging, ob der sogenannte Bewegungsdrang bei ADHS nicht einfac...
25/04/2026

Ich habe kürzlich eine Diskussion verfolgt, in der es darum ging, ob der sogenannte Bewegungsdrang bei ADHS nicht einfach ein „gesundes Signal“ sei, das man besser auf Verhaltensebene regulieren sollte, statt Medikamente zu nutzen. Daraus ist der folgende Gedankengang entstanden, der vielleicht für andere ebenfalls hilfreich sein kann.

Ich kann grundsätzlich verstehen, woher die Rückfrage kommt, dass man solche Dinge auf „Verhaltensebene“ lösen kann. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie intensiv man sich tatsächlich mit ADHS und der Biologie dahinter auseinandergesetzt hat.
ADHS ist eine Störung der Selbstregulierung und hat insbesondere mit der Verfügbarkeit von Dopamin im Gehirn zu tun. Viele gehen davon aus, dass einfach zu wenig Dopamin vorhanden ist. Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht die reine Menge, sondern dass durch die gestörte Regulation die Signalübertragung nicht so funktioniert, wie sie sollte. Dadurch wird beeinflusst, wie gut Impulse, Aufmerksamkeit und Aktivität überhaupt gesteuert werden können.

Der sogenannte Bewegungsdrang beziehungsweise diese innere Unruhe ist ein sehr typisches Phänomen bei ADHS. Häufig wird das als ein Bedürfnis nach Bewegung interpretiert. In vielen Fällen handelt es sich jedoch eher um Aktivierungsenergie, die vorhanden ist, aber nicht dorthin gelenkt werden kann, wo sie eigentlich gebraucht wird. Das, was dann als Bewegung umgesetzt wird, ist oft ein Weg, diese Energie abzubauen, weil sie sich nicht gezielt einsetzen lässt.

Manchmal verpufft diese ungenutzte Energie unbemerkt, bei manchen bleibt sie bestehen und muss irgendwie abgebaut werden. Viele Menschen ohne ADHS nutzen diese Energie für ihre alltäglichen Aufgaben, setzen sie gezielt ein und sind am Ende des Tages entsprechend ausgelastet und können gut regenerieren. Bei ADHS funktioniert diese gezielte Nutzung oft nicht so gut. Gerade wenn häufiges Aufgabenwechseln oder exekutive Dysfunktion eine Rolle spielen, entsteht dieses Gefühl von innerem „Hibbeln“, ohne dass diese Energie sinnvoll eingesetzt werden kann. Sie wird dann entweder körperlich abgebaut oder bleibt bestehen und äußert sich beispielsweise in Unruhe, schlechtem Schlaf oder mangelnder Erholung.

Vor diesem Hintergrund greift die Annahme zu kurz, dass es sich um ein „gesundes Signal“ handelt, das man einfach zulassen oder mental regulieren sollte. In vielen Fällen ist dieser Bewegungsdrang Teil einer gestörten Steuerung und nicht die eigentliche Ursache.
Medikamente wie Elvanse oder Medikinet unterdrücken diesen Drang nicht einfach. Sie können dazu beitragen, dass die zugrunde liegende Steuerung verlässlicher funktioniert. Der Unterschied liegt nicht in weniger Energie, sondern in mehr Kontrolle darüber, wie diese Energie eingesetzt wird.

Das bedeutet, dass vorhandene Energie unter Umständen direkt für das genutzt werden kann, was eigentlich getan werden soll, anstatt sie zunächst abbauen zu müssen. In vielen Fällen wird das Gefühl von Bewegungsdrang und innerer Unruhe dadurch deutlich geringer oder entsteht gar nicht erst. Der Drang wird also nicht einfach überlagert oder „weggemacht“, sondern die Energie wird besser verfügbar und steuerbar.

Die Annahme, dass das Problem hauptsächlich auf der Verhaltensebene liegt, führt schnell zu der Schlussfolgerung, man könne es auch dort lösen. Tatsächlich liegt ein großer Teil auf der biologischen Ebene und lässt sich nicht einfach durch ein anderes Umgehen damit ersetzen.

Ein Vergleich kann das gut veranschaulichen. Wenn ein Kind nicht gut sehen kann und versucht, lesen zu lernen, kann es mit viel Aufwand ähnliche Ergebnisse erreichen und mit anderen mithalten. Gleichzeitig fehlt diese Kapazität an anderer Stelle, es ist anstrengender und oft frustrierender. Das Kind kann sich noch so sehr bemühen, „besser“ zu gucken, das Bild bleibt unscharf und viele Strategien, die bei normalsehenden Kindern funktionieren, greifen hier nicht.

Erst wenn eine passende Brille eingesetzt wird, ergibt es Sinn, Strategien zu erlernen, um besser, schneller oder mit weniger Aufwand zu lesen. Und je länger vorher kompensiert wurde, desto mehr muss später teilweise auch wieder umgelernt werden, um mit dieser neuen Grundlage wirklich effektiv arbeiten zu können.
Dieser Vergleich ist hilfreich, weil er zeigt, dass Verhalten und Strategien eine funktionierende Grundlage brauchen. Gleichzeitig hat er Grenzen. Bei einer Sehschwäche fehlt etwas, bei ADHS ist hingegen Energie vorhanden, wird aber nicht effektiv kanalisiert. Der Kern des Vergleichs bleibt jedoch bestehen: Ohne passende Grundlage sind viele Strategien deutlich schwerer umzusetzen oder greifen nur begrenzt.

Das bedeutet nicht, dass mentale Ansätze grundsätzlich unnötig sind. Sie bauen jedoch auf einer Grundlage auf, die bei ADHS oft nicht stabil genug vorhanden ist.

ADHS ist außerdem sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während sich Sehschärfe relativ genau messen lässt, ist das bei ADHS nicht möglich. Man muss sich häufig durch verschiedene Behandlungsansätze und Dosierungen herantasten. Was für die eine Person gut funktioniert, passt für die nächste nicht. Das kann frustrierend sein und von außen so wirken, als würde nicht an der Ursache gearbeitet. Tatsächlich liegt das daran, dass die zugrunde liegende Dysfunktion nicht direkt messbar ist und jedes Gehirn unterschiedlich reagiert.

Wenn ein Bild unscharf ist, kann es trotzdem möglich sein, einen Großteil zu entziffern. Mehr Anstrengung macht das Bild jedoch nicht schärfer. Dafür braucht es eine Brille. Und erst wenn diese Grundlage vorhanden ist, ergibt es Sinn, Strategien zu entwickeln, zum Beispiel für effizienteres oder schnelleres Lesen.

20/04/2026

Bilder wie dieses findet man zu Hauf, wenn es um das Thema Prävention geht. Es wirbt für „Prävention statt Behandlung", aber es zeigt etwas ganz anderes: wie KI-Bildgenerierung die Vorurteile einer ganzen Gesellschaft abbildet.

Wenn man nach „Prävention vs. Behandlung" fragt, müsste das Ergebnis vielfältig sein. Verschiedene Erkrankungen, verschiedene Menschen, verschiedene Situationen. Stattdessen spuckt die KI aus, was das Trainingsmaterial ihr beigebracht hat: Übergewicht wird zum Sinnbild für das Gesundheitsproblem, das angeblich selbstverschuldet ist. Adipositas wird zur visuellen Verkörperung von Versagen.

Das ist nicht zufällig. Das ist das Bias der Gesellschaft, die diese KI trainiert hat. Und es ist auch nicht zufällig, dass sich dann in den Kommentaren unter solchen Bildern immer wieder die gleiche Debatte abspielt und immer wieder die gleichen Glaubenssätze runterspult: "Wer selbst schuld ist, sollte auch die Kosten selbst tragen!" oder "Früher sind die Leute noch 30km am Tag gelaufen ...".

Das Bild spricht allgemein von Prävention und macht visuell sofort Übergewicht zum Problem. Menschen in der Behandlungsschlange werden auffällig als dicke Menschen dargestellt, nicht als Patienten mit verschiedensten Erkrankungen. Das sendet eine klare Botschaft über Übergewicht als das persönliche Problem. Dadurch wird aus einer Gesundheitsbotschaft eine moralische Aussage über dicke Menschen, obwohl Adipositas eine chronische Erkrankung ist. Das ist unfair, weil es die systemischen Probleme völlig ausblendet.

Das eigentliche Kernproblem liegt darin, dass medizinische Unterstützung bei Adipositas nicht zugänglich ist. Selbst wer das System durchschaut und die Energie hat, bekommt nur sehr begrenzte Hilfe. Die meisten sind schon damit überfordert, überhaupt erst Zugang zu bekommen, die richtige Formulierung zu finden, die richtige Diagnose zu haben. Und wer es schafft, kriegt vielleicht fünf Sitzungen Ernährungsberatung bezahlt, während eine chronische Erkrankung eben nicht nach fünf Terminen gelöst ist. Wer kann, zahlt privat dazu. Wer nicht kann, bleibt allein.

Adipositas ist nicht primär eine Frage von Willenskraft. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von Genetik, Stoffwechsel, Medikamenten, psychischer Belastung, Stress, Schlafmangel, verfügbarer Information, Zugang zu guter Ernährung, Arbeitsrealität und Zeit. Menschen leben unter Bedingungen, auf die sie oft keine Kontrolle haben.

Und dann ist da die Facebook-Bubble. Wer hier mitschreibt, hat genug Raum und Energie, um über andere zu urteilen. Die Menschen, um die es wirklich geht, trauen sich oft gar nicht, mitzuschreiben. Sie fühlen sich längst hilflos und schuldig, genau wegen solcher Debatten. Über sie wird gesprochen. Sie sind nicht in der Kommentarspalte, sondern das moralische Problem, das die anderen identifizieren. Die Stimmen hier gehören Menschen, die in dieser Situation nicht sind. Diejenigen, die unter verschiedenen Belastungen leiden, kommen gar nicht zu Wort, weil sie sich längst selbst dafür verantwortlich machen, dass sie nicht funktionieren wie die anderen.

Es braucht niedrigschwellige, kontinuierliche und qualifizierte medizinische Begleitung. Es braucht echte Information statt Wellness-Rhetorik. Es braucht die Einsicht, dass manche Menschen unter Bedingungen leben, unter denen „gesund sein" von vornherein ein Luxusgut ist. Wer das System verbessern will, kann nicht gleichzeitig fordern, dass Menschen sich selbst kümmern, während die Mittel systematisch vorenthalten werden. Und man sollte hinterfragen, wer in solchen Debatten das Sagen hat und wessen Stimme fehlt, weil sie längst verstummt ist.

Gesundheit, Prävention, Eigenverantwortung. Klingt alles erst mal vernünftig. Problematisch wird es dort, wo daraus Schu...
01/04/2026

Gesundheit, Prävention, Eigenverantwortung. Klingt alles erst mal vernünftig. Problematisch wird es dort, wo daraus Schuld, Abwertung und moralische Sortierung werden.

In meinem neuen Artikel schreibe ich darüber,

- wie schnell Debatten über Gesundheit in Beschämung kippen
- warum Gewichtsstigma nicht nur verletzend, sondern auch gesundheitsschädlich ist
- weshalb Adipositas noch immer viel zu oft als Charakterfrage behandelt wird
- und warum eine gute Gesundheitsdebatte Menschen unterstützen sollte, statt sie kleinzumachen

Der Artikel knüpft an meinen Text zum internationalen Konsenspapier zu Gewichtsstigma an und führt den Gedanken weiter.

Wenn du findest, dass über Gesundheit differenzierter und respektvoller gesprochen werden sollte, lies den Artikel und teile ihn gern weiter:

Gesundheit, Prävention und Eigenverantwortung sind Begriffe, die erst einmal vernünftig klingen, fast schon unangreifbar, weil niemand ernsthaft etwas gegen bessere Gesundheit, weniger Leid und ein funktionierendes Versorgungssystem haben kann. Problematisch wird es dort, wo genau diese Begriffe a...

Adresse

Klara-Marie-Faßbinder-Str. 18
Kerpen
50169

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Mission Uhu - Hart, aber möglich erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen