KU Gesundheitsmanagement

KU Gesundheitsmanagement Das Fachmagazin für Entscheider im Gesundheitswesen Erscheinungsweise: Die KU Gesundheitsmanagement erscheint zwölf Mal jährlich.

Die KU Gesundheitsmanagement ist eine der führenden Fachzeitschriften für das Management in Gesundheitsunternehmen, vor allem in Krankenhäusern. Zu ihren Lesern gehören Führungskräfte im kaufmännischen Bereich, aber auch Ärztliche Direktoren, Pflegedirektoren sowie die mittlere Führungsebene – Controller, IT-Leiter, technische Leiter. Charakteristisch ist neben der breiten Themenpalette – von aktu

ellen Entwicklungen in der Gesetzgebung und Rechtsprechung über Finanzierungsfragen, Qualitätssicherung, Prozess- und Organisationsentwicklung, Personalmanagement und Förderung von Innovationen – die Behandlung einer komplexen Fragestellung in einem Titelthema, das den Schwerpunkt jedes Heftes bildet. Dabei gelingt es der Redaktion immer wieder, Themen aufzuspüren und frühzeitig zu behandeln, die morgen die Branche bewegen werden. Qualitätsmanagement, Finanzmanagement, das Problem der alten Patienten und auch das Organisationsmanagement gehören dazu. KU special: Ergänzend und noch umfangreicher behandelt werden besonders interessante Themen mehrmals jährlich in kostenlos für Abonnenten beiliegenden Specials. Sonderhefte: Weitere Themen wie Integrierte Versorgung, Demografie und Green Hospital werden ausführlich in Sonderheften behandelt, ebenso gesetzliche Grundlagen wie Fallpauschalenkataloge und Deutsche Kodierrichtlinien.

Interoperabilität unter der Lupe – So notwendig wie offen: Interview mit Kim Becker, Dedalus HealthCareWas genau macht I...
04/09/2026

Interoperabilität unter der Lupe – So notwendig wie offen: Interview mit Kim Becker, Dedalus HealthCare

Was genau macht Interoperabilität aus und was braucht es dafür? Diese und weitere Fragen beantwortet Kim Becker, Produktmanagerin bei Dedalus HealthCare, im Interview.

Frau Becker, was ist genau Interoperabilität?
Kim Becker: Wir unterscheiden drei Interoperabilitätsebenen. Die syntaktische Interoperabilität stellt den Datenaustausch zwischen Systemen auf Basis etablierter Standards wie DICOM, FHIR oder HL7 sicher. Die semantische Interoperabilität gewährleistet, dass die ausgetauschten Inhalte gegenseitig verstanden werden, wofür Nomenklaturen wie SNOMED CT und LOINC sorgen. Die eigentliche Herausforderung aber ist die organisatorische oder prozessuale Interoperabilität, da sie weit über den reinen Datenaustausch hinausgeht. Sie bildet anhand gemeinsamer Prozesse und Prozessverantwortlichkeiten die anderen beiden Ebenen ab und sorgt dafür, dass eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen den Akteuren überhaupt erst gelingen kann. Diese Ebene wird aber zu selten mitgedacht.

Wo beispielsweise?
K. Becker: In Deutschland etwa bei der elektronischen Patientenakte. Läge hier der Fokus mehr auf der organisatorischen Ebene, hätten wir die Chance, übergreifende Prozesse neu zu denken und echte Mehrwerte für die Versorgung zu schaffen. Beim digital gestützten Medikationsprozess beispielsweise gilt aktuell für alle Systeme die gleiche Spezifikation, aber der Prozess wurde nie mitgedacht. Eigentlich müsste man fragen: Wer hat welche Verantwortlichkeiten im Prozess und wie können die dann technisch umgesetzt werden? Dann hätten wir die Chance, die Patientenversorgung nachhaltig zu optimieren.

Sind die Kliniken denn zu mehr Vereinheitlichung bereit?
K. Becker: Noch gibt es tatsächlich häufig den Widerstreit der Interessen. Auf der einen Seite das Management, das nach möglichst einheitlichen, konsistenten Systemen strebt, auf der anderen die Anwender, die jeweils das für ihre Arbeit beste System wollen. Auch wir sind in einem Zwiespalt, weil wir ja sowohl ein KIS als auch Subsysteme entwickeln. Klar ist, dass Anbieter noch offener werden müssen. Gleichzeitig brauchen wir auf allen Seiten die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen, um echte Interoperabilität zu ermöglichen. Grundsätzlich sollten wir uns stärker an europaweit etablierten Standards und Implementation Guides orientieren.

Welche Schwerpunkte setzen Sie bei der Weiterentwicklung der Interoperabilität?
K. Becker: Wir stellen uns gerade nachhaltig auf, beispielsweise durch starke Partnerschaften in den Bereichen CDA, FHIR, SNOMED CT und LOINC. Zudem arbeiten wir an FHIR-Profilen über unser komplettes Produktportfolio hinweg, damit wir zum einen unsere eigenen Lösungen besser integrieren können, aber unseren Partnern auch standardisierte eigene Schnittstellen zur Verfügung stellen können.

Abschließende Frage: Wo sehen Sie Dedalus HealthCare bei der Interoperabilität in fünf Jahren?
K. Becker: Auf jeden Fall als einen noch deutlich offeneren und interoperableren Partner im Gesundheitswesen, mit einer klaren Strategie und verlässlichen Antworten auf die Herausforderungen der digitalen Vernetzung, basierend auf einer starken technologischen Grundlage. Zentrale Bausteine dieser Entwicklung werden der ORBIS Semantic Layer als konfigurierbares Datenmodell sowie unsere FHIR-basierten Interoperabilitätslösungen sein.

Vielen Dank für den spannenden Austausch, Frau Becker.

Quelle: Dedalus HealthCare

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Interoperable Systeme gewährleisten eine Verknüpfung und systemübergreifende Verfügbarkeit von Daten sowie die weitere Nutzung für Forschung und Machine Learning.

Prof. Dr. Marc Baenkler übernimmt Führung der CORIUS Group: Zum 1. September 2026 tritt Prof. Dr. med. Marc Baenkler, MH...
04/09/2026

Prof. Dr. Marc Baenkler übernimmt Führung der CORIUS Group: Zum 1. September 2026 tritt Prof. Dr. med. Marc Baenkler, MHBA, an die Spitze der CORIUS Group. Der 46-jährige Mediziner und Healthcare-Manager verantwortet künftig die strategische und operative Weiterentwicklung des europäischen Netzwerks dermatologischer und phlebologischer Praxen und Kliniken. Baenkler bringt jahrzehntelange Führungserfahrung aus dem Akutklinik-, Pflege- und Rehabilitationssektor mit.

Breites Versorgungsnetzwerk als neue Wirkungsstätte

Die CORIUS Group betreibt in Europa ein Netzwerk spezialisierter Einrichtungen in den Bereichen Dermatologie und Phlebologie. Das strategische Ziel der Gruppe besteht darin, die bestehende medizinische Plattform weiterzuentwickeln, das Netzwerk auszubauen und dabei medizinische Qualität mit effizienten Versorgungsstrukturen zu verbinden. Mit Baenkler gewinnt die Gruppe einen Manager, der leitende Positionen in mehreren Segmenten des Gesundheitswesens bekleidet hat. Inhaltliche Schwerpunkte seiner bisherigen Tätigkeit lagen in der strategischen Unternehmensentwicklung, dem Qualitäts- und Prozessmanagement sowie der Digitalisierung von Versorgungsangeboten.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten, den Führungskräften und allen Mitarbeitenden die weitere Entwicklung von CORIUS zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen für mich eine hohe medizinische Versorgungsqualität, die weitere Vernetzung innerhalb der Gruppe und ein gezieltes, nachhaltiges Wachstum. Gleichzeitig möchte ich die Möglichkeiten neuer Technologien und insbesondere KI-basierter Anwendungen nutzen, wenn sie einen konkreten Mehrwert für die Versorgung und für unsere Mitarbeitenden schaffen.“

Prof. Dr. med. Marc Baenkler, MHBA

Weitere Interessante Personalmeldungen

Karriere: Von Helios bis MEDIAN

Seine berufliche Laufbahn im Gesundheitswesen begann Baenkler bereits 1996 beim Bayerischen Roten Kreuz im Rettungsdienst und Katastrophenschutz, wo er sich unter anderem zum Rettungsassistenten qualifizierte. Parallel absolvierte er das Studium der Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), das er mit Staatsexamen und Promotion zum Dr. med. abschloss. Ergänzend erwarb er an der FAU den postgradualen Abschluss Master of Health Business Administration (MHBA).

Einen wesentlichen Teil seiner Managementlaufbahn verbrachte er bei der Helios Kliniken Gruppe. Nach verschiedenen Management- und Klinikgeschäftsführerpositionen übernahm er unter anderem die operative Leitung des Helios Universitätsklinikums Wuppertal. Ab 2018 verantwortete er als Regionalgeschäftsführer Nord und Mitglied der erweiterten Helios-Geschäftsführung ein Netzwerk von Akutkrankenhäusern. 2022 wechselte er zu MEDIAN, wo er als CEO Deutschland die operative Gesamtverantwortung für rund 17.000 Mitarbeitende übernahm. Zu seinen Schwerpunkten zählten die Weiterentwicklung der Versorgungsangebote sowie der Ausbau digitaler Therapie- und Nachsorgelösungen. Nach der operativen Übergabe der Führung im Sommer 2026 wechselte er in das Advisory Board von MEDIAN.

Professur für Krankenhausmanagement

Neben seiner Managementtätigkeit ist Baenkler seit 2021 Professor für Krankenhausmanagement an der Faculty of Health Sciences der Medical School Hamburg (MSH). In Lehre und Forschung befasst er sich unter anderem mit strategischer Krankenhausplanung, Qualitäts- und Prozessmanagement, Digital Health sowie der nachhaltigen Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte. Darüber hinaus ist er Mitglied des Fakultätsrats.

Fokus auf Wachstum, Vernetzung und digitale Technologien

Bei CORIUS richtet Baenkler seinen Fokus auf die Weiterentwicklung der bestehenden medizinischen Plattform. Gemeinsam mit den medizinischen und kaufmännischen Teams soll das Netzwerk gezielt ausgebaut und die interne Zusammenarbeit gestärkt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz digitaler Technologien und KI-basierter Anwendungen – dort, wo sie medizinische und administrative Prozesse unterstützen, Mitarbeitende entlasten und die Versorgungsqualität verbessern können.

„Entscheidend ist für mich, Wachstum und Weiterentwicklung immer mit einem konkreten Nutzen für die medizinische Versorgung zu verbinden. CORIUS verfügt bereits über ein starkes Netzwerk und viel medizinische Expertise. Darauf möchte ich gemeinsam mit den Teams aufbauen und die nächste Entwicklungsphase gestalten.“

Prof. Dr. med. Marc Baenkler, MHBA

Mit dem Wechsel von Prof. Dr. Marc Baenkler an die Spitze der CORIUS Group erhält das dermatologische und phlebologische Versorgungsnetzwerk eine Führungspersönlichkeit mit breiter klinischer und unternehmerischer Erfahrung. Die Kombination aus medizinischem Hintergrund, langjähriger Konzernerfahrung und akademischer Tätigkeit dürfte die strategische Weiterentwicklung der Gruppe prägen.

Quelle: Corius Group GmbH

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Informationen zur Expansionsstrategie von CORIUS im Dermatologie-Markt lesen Sie hier.

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Prof. Dr. Marc Baenkler übernimmt zum 1. September 2026 die Führung der CORIUS Group. Der erfahrene Healthcare-Manager verantwortet die strategische Weiterentwicklung des dermatologischen Versorgungsnetzwerks.

Elisabeth Westerholt neue Ressortleiterin Personal der BG Kliniken: Berlin. Elisabeth Westerholt übernimmt zum 1. Septem...
03/09/2026

Elisabeth Westerholt neue Ressortleiterin Personal der BG Kliniken: Berlin. Elisabeth Westerholt übernimmt zum 1. September 2026 die Ressortleitung Personal in der Muttergesellschaft der BG Kliniken und verantwortet damit konzernweit die strategische Personalarbeit der Klinikgruppe. Die 41-jährige Diplombetriebswirtin kommt aus den eigenen Reihen: Seit 2019 ist sie für die BG Kliniken tätig, seit 2022 als Bereichsleiterin Personal. Sie folgt auf Dr. Tina Groll, die die BG Kliniken nach über zehn Jahren verlässt und als Geschäftsführerin zu einem konfessionellen Klinikträger wechselt.

Von Vivantes zu den BG Kliniken – Werdegang einer Personalexpertin

Elisabeth Westerholt verfügt über langjährige Erfahrung im Personalmanagement im Gesundheitswesen. Von 2016 bis 2019 war sie beim kommunalen Berliner Krankenhauskonzern Vivantes tätig, bevor sie 2019 zu den BG Kliniken wechselte. Dort übernahm sie 2022 die Bereichsleitung Personal und ist zudem Prokuristin der BG Kliniken Dienstleistungen gGmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Konzerns.

Aufgabenschwerpunkte: Fachkräftegewinnung, Talententwicklung und Unternehmenskultur

Als Ressortleiterin Personal wird Westerholt gemeinsam mit ihrem Team insbesondere die Gewinnung und Bindung von Fachkräften, die Weiterentwicklung von Führungskräften und Talenten sowie die Personal- und Organisationsentwicklung in den Mittelpunkt stellen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung einer gemeinsamen Führungs- und Unternehmenskultur innerhalb der Klinikgruppe.

Abschied von Dr. Tina Groll nach über zehn Jahren

Dr. Tina Groll, die die BG Kliniken zunächst als Geschäftsführerin am Standort Bochum und zuletzt als Ressortleiterin Personal maßgeblich geprägt hat, verlässt den Konzern nach mehr als zehn Jahren. Ingo Thon, Geschäftsführer Personal der BG Kliniken, würdigt ihre Verdienste ausdrücklich.

„Wir danken Tina Groll für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihre Verdienste bei den BG Kliniken. In ihrer langjährigen Tätigkeit und dank ihres außerordentlichen Engagements hat sie den Klinikkonzern sowohl als Geschäftsführerin am Standort Bochum und zuletzt als Ressortleiterin Personal maßgeblich mitgeprägt und gestaltet. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft das Allerbeste“, sagt Ingo Thon, Geschäftsführer Personal der BG Kliniken.
„Wir freuen uns, mit Elisabeth Westerholt eine erfahrene Personalexpertin aus den eigenen Reihen für diese verantwortungsvolle Position gewonnen zu haben. Der Fortsetzung der vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit, auch in dieser neuen Rolle, sehen wir in den kommenden Jahren mit Freude entgegen“, so Reinhard Nieper, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der BG Kliniken.
„Ich freue mich sehr, zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der BG Kliniken, die Entwicklung und Stärkung der Führungs- und Unternehmenskultur bei den BG Kliniken mitzugestalten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind entscheidend für die hohe Qualität, für die die BG Kliniken stehen. Für mich bedeutet gute Personalarbeit deshalb, Menschen für uns zu gewinnen, ihre Talente zu erkennen und ihnen langfristige Perspektiven in unserem Unternehmen zu eröffnen. Wenn es uns gelingt, Talente, gute Führung und eine starke gemeinsame Kultur miteinander zu verbinden, schaffen wir eine wichtige Voraussetzung dafür, die BG Kliniken auch in einem sich stark verändernden Gesundheitswesen, erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Elisabeth Westerholt.

Mit Elisabeth Westerholt besetzt eine langjährige interne Kennerin der BG Kliniken die Ressortleitung Personal. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesen und des strukturellen Wandels der Branche kommt der strategischen Personalarbeit in einem Konzern dieser Größe wachsende Bedeutung zu.

Quelle: BG Kliniken

Weitere Interessante Personalmeldungen

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Elisabeth Westerholt übernimmt ab 1. September 2026 die Ressortleitung Personal der BG Kliniken. Die Diplombetriebswirtin folgt auf Dr. Tina Groll und verantwortet konzernweit die strategische Personalarbeit.

Vergütungsvereinbarung für sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen: Start ab Januar 2027 – GKV, DKG und PKV einig...
03/09/2026

Vergütungsvereinbarung für sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen: Start ab Januar 2027 – GKV, DKG und PKV einigen sich: Berlin. GKV-Spitzenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich einvernehmlich auf ein Vergütungssystem für die neuen sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen (süV) geeinigt. Damit ist der letzte offene Baustein für den Start dieser neuen Versorgungsform geschaffen: Voraussichtlich ab Januar 2027 werden die ersten Einrichtungen ihren Betrieb aufnehmen. Die Vereinbarung sieht feste Vergütungspauschalen für drei Jahre vor und schafft damit Planungssicherheit für Krankenhäuser, die sich als süV aufstellen wollen – insbesondere kleinere Häuser in ländlichen Regionen.

Was sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen leisten sollen

Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen nach § 115g SGB V gehen auf das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz zurück und sind Teil der laufenden Krankenhaus-Strukturreform. Sie richten sich vor allem an kleinere Krankenhäuser, die sich unabhängig von der ab 2028 verpflichtenden Leistungsgruppensystematik neu aufstellen wollen. Das stationäre Leistungsspektrum konzentriert sich auf internistische und geriatrische Schwerpunkte: häufige, weniger komplexe Erkrankungen wie akute und chronische Infektionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, COPD, gastrointestinale und urogenitale Erkrankungen sowie Ernährungs- und Stoffwechselstörungen. Intensiv- oder komplexe notfallmedizinische Leistungen sind ausdrücklich nicht vorgesehen. Ergänzend können süV ambulante und pflegerische Leistungen erbringen, um die medizinische Grundversorgung wohnortnah zu sichern.

Vergütung: Feste Pauschalen auf Basis von hcb-Datenanalysen

Die Vergütungsvereinbarung stützt sich auf Datenanalysen des Institute for Health Care Business (hcb). Auf dieser Grundlage wurden für drei Jahre feste Vergütungspauschalen vereinbart – mit einer ausgeprägten Vorhaltekomponente, die den Einrichtungen finanzielle Planungssicherheit gibt. Welche stationären Leistungen süV anbieten sollen, war bereits im März 2026 festgelegt worden. Die nun erzielte Einigung schließt die letzte offene Frage der Umsetzung.

Komplexere Fälle bleiben in Häusern höherer Versorgungsstufen

Das Konzept der süV ist bewusst auf Basisversorgung ausgelegt: Komplexere Behandlungen sollen gezielt in Krankenhäusern höherer Versorgungsstufen gebündelt werden. Damit tragen süV zur Überwindung der Sektorengrenzen bei und leisten einen strukturellen Beitrag zur Umsetzung der Krankenhausreform – weg von Überkapazitäten im stationären Bereich, hin zu einer bedarfsgerechteren Versorgungslandschaft.

„Patientinnen und Patienten werden von einer gut vernetzten Versorgung unter einem Dach profitieren. Mit einem Basisversorgungsangebot aus innerer Medizin und Geriatrie sowie weiteren ambulanten und pflegerischen Leistungen sichern die sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen langfristig die wohnortnahe Versorgung. Damit werden sie einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Krankenhauslandschaft leisten: weg von einer Überkapazität an stationären Strukturen, hin zu einer noch stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausgerichteten Versorgung. Gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft haben wir eine praxisnahe und verlässlich finanzierte Lösung gefunden, die für alle Beteiligten Planungssicherheit schafft. Vor allem kleinere Häuser haben jetzt die Chance, sich zukunftssicher aufzustellen. Die einvernehmliche Vergütungsvereinbarung ist zugleich ein starkes Signal, dass die Selbstverwaltung im Gesundheitssystem funktioniert“, erklärt Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands.

„Die sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen werden die regionale Versorgungssituation für die Patientinnen und Patienten spürbar verbessern. Durch die Umwandlung kleinerer Krankenhäuser entstehen attraktive Versorgungsangebote, insbesondere in ländlichen Regionen. Die Einrichtungen können dazu beitragen, das zunehmend ausgedünnte Netz an haus- und fachärztlichen Praxen zu ersetzen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Sektorengrenzen und bieten den Menschen medizinische Hilfe unter einem Dach ohne sinnlose Ärztemarathons. Mit den Partnern aus der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung haben wir uns auf ein pragmatisches Vergütungssystem geeinigt. Die zwischen uns vereinbarte Regelung ist eine echte Vorhaltefinanzierung, die Planungssicherheit schafft“, betont Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG.

„Stationäre Behandlungen, die keine spezialisierte Versorgung erfordern, können in den sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen wohnortnah durchgeführt werden. Gleichzeitig wird die Qualität für aufwendigere Behandlungen und Eingriffe gesichert, für die längere Fahrtwege gerechtfertigt sind. Die Transformation von Krankenhäusern zu Basisversorgern wird mit einem sehr auskömmlichen Vergütungsniveau und hoher Vorhaltekomponente abgesichert“, ergänzt Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands.

Mit der einvernehmlich ausgehandelten Vergütungsvereinbarung ist die Grundlage für den operativen Start der sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen gelegt. Ob das neue Modell die erhoffte Wirkung entfaltet – insbesondere in ländlichen Regionen mit ausgedünnter ärztlicher Infrastruktur –, wird sich ab Januar 2027 in der Praxis zeigen. Die Warnow Klinik Bützow hat den Antrag auf Umwandlung zur süV bereits gestellt und steht damit exemplarisch für die erste Generation dieser neuen Versorgungsform.

Quelle: DKG

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GKV-Spitzenverband, DKG und PKV einigen sich auf feste Vergütungspauschalen für sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen. Ab Januar 2027 nehmen die ersten süV ihren Betrieb auf.

Studie eliPfad: St. Franziskus-Stiftung Münster zieht positive Bilanz – digitale und persönliche Begleitung stärkt älter...
02/09/2026

Studie eliPfad: St. Franziskus-Stiftung Münster zieht positive Bilanz – digitale und persönliche Begleitung stärkt ältere Patienten nach Klinikaufenthalt: Münster. Vier Jahre, sechs Zentren in Nordrhein-Westfalen, knapp 1.000 Teilnehmende: Die St. Franziskus-Stiftung Münster zieht eine positive Zwischenbilanz des vom G-BA-Innovationsfonds geförderten Projekts eliPfad. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt länger selbstständig zu Hause leben können. Die Kombination aus speziell geschulten Fallmanagerinnen als sektorenübergreifende Koordinatorinnen und digitalen Hilfsmitteln wie einer einrichtungsübergreifenden Patientenakte und einem smarten Heimassistenten zeigte vielversprechende Ergebnisse. Die finale Auswertung der Studiendaten ist für Mitte 2027 geplant.

Konzept: Fallmanagerinnen als Bindeglied zwischen Klinik und Hausarzt

Das Projekt eliPfad begleitete ältere Patientinnen und Patienten mit mehreren internistischen Erkrankungen nach einem Klinikaufenthalt durch speziell geschulte Pflegekräfte – sogenannte Fallmanagerinnen. Diese fungierten als kommunikative Schnittstelle zwischen der Klinik sowie den niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen und -ärzten. Ziel war es, ungeplante Wiedereinweisungen zu vermeiden und die Versorgungsqualität in der Übergangsphase nach dem Krankenhausaufenthalt zu verbessern.

Digitale Hilfsmittel: Patientenakte und smarter Heimassistent

Ein zentrales Element des Projekts war der Einsatz digitaler Werkzeuge. Die Teilnehmenden erhielten eine einrichtungsübergreifende Patientenakte sowie einen „Smarten Assistenten“ für zu Hause, mit dem sie regelmäßig Vitalwerte messen und an die digitale Akte übertragen konnten. Die Fallmanagerinnen prüften diese Werte kontinuierlich und informierten bei Auffälligkeiten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Die Mehrheit der Teilnehmenden nutzte die digitalen Geräte intensiv – ein Beleg dafür, dass digitale Anwendungen auch von älteren Menschen angenommen werden, wenn sie verständlich erklärt und begleitet werden.

Rückmeldungen: Persönliche Beziehung als zentrale Stärke

Die Rückmeldungen der Patientinnen und Patienten waren überwiegend positiv. Viele berichteten, dass sie sich durch die enge Betreuung motiviert fühlten, ihre Gesundheit aktiv mitzugestalten. Interviews mit Teilnehmenden bestätigen, dass die persönliche Beziehung zu den Fallmanagerinnen als besondere Stärke des eliPfad-Ansatzes wahrgenommen wurde.

Beteiligte Einrichtungen und Konsortialpartner

An der Studie beteiligt waren die Uniklinik Köln, das Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup, das St. Franziskus-Hospital Münster, die Klinikum Dortmund gGmbH, das Marien Hospital Herne sowie die Uniklinik RWTH Aachen. Zu den Konsortialpartnern zählten unter anderem die BARMER Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse, die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe, die Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) sowie die Universität Witten/Herdecke. Kooperationspartner waren u. a. die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und BIG direkt gesund. Weitere Informationen sind unter

„eliPfad hat gezeigt, dass eine sektorenübergreifende und zuverlässige Begleitung älterer Patientinnen und Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt einen spürbaren Unterschied für die Versorgungsqualität machen kann. Die Verbindung von persönlicher Fürsorge und digitalen Komponenten unterstützt die Selbstständigkeit und fördert die Lebensqualität. Die Erfahrungen aus eliPfad werden wir nutzen, um Versorgungsstrukturen patientenorientiert weiterzuentwickeln.“

Philipp Potratz, Leiter Franziskus F&E – Zentrum für Klinische Studien und angewandte Versorgungsforschung

Mit knapp 1.000 Teilnehmenden und einer breiten Konsortialstruktur liefert eliPfad eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung sektorenübergreifender Versorgungsmodelle für ältere Menschen. Die finale Auswertung der Studiendaten ist für Mitte 2027 geplant. Die St. Franziskus-Stiftung Münster kündigt an, die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung patientenorientierter Versorgungsstrukturen einfließen zu lassen.

Quelle: St. Franziskus-Stiftung Münster

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Vier Jahre, knapp 1.000 Teilnehmende: Das G-BA-geförderte Projekt eliPfad zeigt, wie digitale Hilfsmittel und Fallmanagerinnen ältere Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt in der Selbstständigkeit stärken.

Warnow Klinik Bützow sichert Finanzierung der Neuausrichtung – Weg zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung fre...
02/09/2026

Warnow Klinik Bützow sichert Finanzierung der Neuausrichtung – Weg zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung frei: Bützow. Die Warnow Klinik in Bützow hat sich mit den Krankenkassen auf eine tragfähige Finanzierungslösung für ihr Zukunftskonzept geeinigt. Mit aktiver Unterstützung des Sozialministeriums Mecklenburg-Vorpommern wurde damit die Grundlage geschaffen, die strukturelle Neuausrichtung des Standorts konsequent fortzuführen. Ziel ist die Weiterentwicklung der Klinik zu einer sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung (süV) – einem im Rahmen der Krankenhausreform eingeführten Versorgungsmodell, das stationäre Basisversorgung mit ambulanten, pflegerischen und koordinierenden Leistungen verbindet.

Einigung nach intensiven Verhandlungen

Land, Kostenträger und Klinik haben gemeinsam die Voraussetzungen für den Erhalt des Standorts Bützow geschaffen. Die Einigung ist das Ergebnis intensiver Gespräche, die das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern über einen längeren Zeitraum eng und lösungsorientiert begleitet hat. Geschäftsführer Dr. Marco Krüger würdigt ausdrücklich die konstruktive Rolle beider Seiten – des Ministeriums ebenso wie der Kostenträger, die trotz zum Teil kontroverser Verhandlungen gemeinsam Verantwortung für die Standortsicherung übernommen haben.

Antrag auf sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung bereits gestellt

Die Klinikleitung verfolgt unverändert das Ziel, die Warnow Klinik zu einer sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung weiterzuentwickeln. Der entsprechende Antrag wurde bereits gestellt. Die süV als Versorgungsform der Krankenhausreform verbindet wohnortnahe stationäre Basisversorgung mit ambulanten, pflegerischen und koordinierenden Leistungen und gilt insbesondere für ländliche Regionen als zukunftsfähiges Modell.

Nächste Schritte: Vergütungsstruktur und Transformation

Im nächsten Schritt konzentriert sich die Klinikleitung auf die konkrete Ausgestaltung der künftigen sektorenübergreifenden Versorgung und die dafür erforderliche Vergütungsstruktur. Die entsprechenden Verhandlungen sollen noch im laufenden Jahr geführt werden. Bis zur Umsetzung der neuen Struktur wird der Klinikbetrieb verlässlich fortgeführt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit sollen über die weiteren Transformationsschritte rechtzeitig und transparent informiert werden.

„Dass es nun gelungen ist, die für den Prozess der Neuaufstellung erforderliche Finanzierung zu sichern, ist nicht zuletzt das Verdienst des Sozialministeriums von Mecklenburg-Vorpommern. Das Ministerium hat den Prozess über einen langen Zeitraum eng, konstruktiv und lösungsorientiert begleitet und damit einen wesentlichen Beitrag zur jetzt erreichten Perspektive für die Warnow Klinik geleistet“, betont Klinik-Geschäftsführer Dr. Marco Krüger.

„Trotz schwieriger und zum Teil kontroverser Verhandlungen ist es gelungen, gemeinsam Verantwortung für die Sicherung des Standortes zu übernehmen und eine tragfähige Lösung zu finden“, erklärt Dr. Krüger.

Die Einigung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Warnow Klinik – und zugleich ein Beispiel dafür, wie die im Rahmen der Krankenhausreform geschaffenen Versorgungsformen in der Praxis greifen können. Ob und wie schnell die Umwandlung zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung gelingt, hängt nun maßgeblich von den noch ausstehenden Vergütungsverhandlungen ab.

Quelle: Warnow Klinik Bützow gGmbH

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Die Warnow Klinik Bützow einigt sich mit Krankenkassen und Sozialministerium MV auf eine Finanzierungslösung. Ziel ist die Umwandlung zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung (süV).

KI-gestütztes Assistenzsystem für chronische Wunden: UKR und Caritas-Krankenhaus St. Josef entwickeln transparente Diagn...
01/09/2026

KI-gestütztes Assistenzsystem für chronische Wunden: UKR und Caritas-Krankenhaus St. Josef entwickeln transparente Diagnostiklösung: Regensburg. Forscher des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) und des Caritas-Krankenhauses St. Josef haben ein KI-gestütztes Assistenzsystem entwickelt, das Diagnostik und Therapie chronischer Wunden unterstützt. Das System wurde mit mehr als 1.000 Wundaufnahmen trainiert und kann Wundmerkmale klassifizieren sowie diagnostische und therapeutische Empfehlungen ableiten. Ein zentrales Merkmal der Anwendung: Sie arbeitet nicht als undurchsichtige Black Box, sondern macht ihre Entscheidungsfindung für behandelnde Ärztinnen und Ärzte transparent nachvollziehbar.

Chronische Wunden: Medizinische und ökonomische Herausforderung

Chronische Wunden – darunter venöse und arterielle Entzündungen sowie das diabetische Fußsyndrom – belasten weltweit Millionen von Patientinnen und Patienten. Sie schränken die Lebensqualität erheblich ein, verursachen hohe Behandlungskosten und binden klinische Ressourcen in erheblichem Umfang. Eine möglichst präzise Wunddiagnostik ist dabei die Grundvoraussetzung für eine individuell angepasste Therapie.

Training mit über 1.000 Wundaufnahmen

Das KI-System wurde in der Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des UKR sowie in der entsprechenden Klinik des Caritas-Krankenhauses St. Josef entwickelt. Federführend sind Professor Dr. Dr. Lukas Prantl, Direktor beider Kliniken, und Oberärztin Dr. Sally Kempa. Für das Training des Systems wurden mehr als 1.000 Wundaufnahmen verwendet. Die KI lernte dabei, Wundtiefe, Wundursache, Ausmaß der Entzündung, Gewebequalität, abgestorbene Zellen sowie die exakte Wundausdehnung zu erkennen und daraus Diagnose- und Therapieempfehlungen abzuleiten.

Erklärbares KI-System statt Black Box: Das Grad-CAM-Verfahren

Ein wesentlicher Vorteil des Regensburger Systems liegt in seiner Transparenz. Mithilfe des sogenannten Grad-CAM-Verfahrens werden die Bildbereiche farblich hervorgehoben, die für die Entscheidung der KI ausschlaggebend waren. Behandelnde Ärztinnen und Ärzte können damit jederzeit nachvollziehen, auf welcher Grundlage das System zu einer bestimmten Diagnose oder Therapieempfehlung gelangt ist. Das System ergänzt die ärztliche Expertise, ersetzt sie jedoch nicht.

Verlaufsdokumentation und Therapieanpassung

Neben der Erstdiagnose unterstützt das System auch die Beurteilung des weiteren Heilungsverlaufs. Durch Folgeaufnahmen erkennt die KI Veränderungen frühzeitig und ermöglicht eine individuelle Anpassung der Therapie. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Regensburger Arbeitsgruppe wurden bereits in der Fachzeitschrift Diagnostics veröffentlicht. Perspektivisch soll das System auch bei Verbrennungen und anderen komplexen Weichteilverletzungen eingesetzt werden.

Telemedizinisches Potenzial für unterversorgte Regionen

Langfristig eröffnet die Technologie neue Versorgungsperspektiven, insbesondere in Regionen mit begrenztem Zugang zu spezialisierten Wundzentren. Im Rahmen telemedizinischer Konzepte könnte die KI Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnostik unterstützen, klinische Ressourcen effizienter einsetzen und Behandlungsabläufe optimieren.

„Um für jede Patientin und jeden Patienten die optimale Therapie einzuleiten, ist eine möglichst präzise Wunddiagnostik entscheidend“, erklärt Professor Dr. Dr. Lukas Prantl, Direktor der beiden Kliniken.

„Wir verwenden ein Verfahren, das als Grad-CAM bezeichnet wird. Dabei werden die Bildbereiche farblich hervorgehoben, die für die Entscheidung der künstlichen Intelligenz ausschlaggebend waren. Dadurch können Ärztinnen und Ärzte jederzeit nachvollziehen, warum die KI zu einer bestimmten Diagnose oder Therapieempfehlung gelangt“, erläutert Professor Prantl.

„Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Wundheilung zu verbessern, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und dadurch im Idealfall Amputationen zu vermeiden“, betont Professor Prantl.

Das Regensburger Forschungsprojekt steht exemplarisch für einen breiteren Wandel in der Medizin: KI entwickelt sich vom reinen Analysewerkzeug zum transparenten, nachvollziehbaren Assistenzsystem, das ärztliche Expertise gezielt ergänzt. Mit dem Ziel, Amputationen zu vermeiden und die Wundversorgung auch in strukturschwachen Regionen zu verbessern, verfolgt das Team einen klar patientenzentrierten Ansatz.

Quelle: Universitätsklinikum Regensburg

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Forscher des UKR und des Caritas-Krankenhauses St. Josef entwickeln ein KI-gestütztes Assistenzsystem für chronische Wunden. Das Grad-CAM-Verfahren macht die Entscheidungsfindung transparent und nachvollziehbar.

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