08/09/2026
Es gab eine Zeit, da gab es kaum einen Tag, an dem nicht irgendetwas war.
Totale Müdigkeit. Stimmung im Keller. Verdauungsprobleme. Schmerzen, Verspannungen, Luftnot, Herzklopfen/rasen, Ängste oder Panik.
Wenn das eine nicht da war, war es das andere.
Und irgendwann fragt man sich natürlich ständig: Warum ist es heute so? Warum ging es gestern besser? Warum kommt jetzt plötzlich das? Was stimmt mit meinem Körper nicht?
Viele dieser Tage konnte ich überhaupt nicht genießen. Ich habe funktioniert, durchgehalten und manchmal einfach nur versucht, irgendwie durch den Tag zu kommen.
Heute weiß ich, dass für mich ein ganz wichtiger Teil meines Weges war, nicht mehr ständig gegen meinen Körper zu arbeiten.
Zu verstehen, dass Körperreaktionen nicht automatisch Gefahr bedeuten. Dass Angst körperliche Beschwerden verstärken kann und körperliche Beschwerden wiederum Angst machen können. Und dass daraus ein Kreislauf entstehen kann, der unglaublich viel Kraft kostet.
Ich musste lernen, meinen Körper wieder wahrzunehmen, ohne jede Reaktion sofort zu fürchten. Hinzuhören, wenn etwas wirklich nicht gut für mich ist. Aber auch Dinge da sein zu lassen, ohne sofort dagegen anzukämpfen.
Und irgendwann verändert sich dadurch etwas.
Der Körper ist nicht mehr ständig der Gegner, den man kontrollieren muss. Man bekommt wieder Vertrauen in sich selbst. Und das Leben bekommt Stück für Stück wieder mehr Raum.
Mir geht es heute gut. Ich habe natürlich auch mal Kopfschmerzen, bin müde, habe einen schlechten Tag oder mein Körper meldet sich. Aber es bestimmt nicht mehr meinen Alltag.
Und genau deshalb bedeutet mir dieser Satz so viel:
Ich hoffe, du erlebst wieder Tage, an denen du nicht darüber nachdenkst, wie es dir gerade geht.
Ich weiß heute, wie sich solche Tage wieder anfühlen.
Und genau das wünsche ich dir auch. Ganz viele solcher Tage. 🤍