05/09/2026
Manchmal ist es eben nicht der eine Trigger. 🧠
Dass meine unkorrigierte Sehschwäche möglicherweise ein unterschätzter Verstärker meiner Migräne war, hat mich diese Woche noch einmal daran erinnert, wie komplex Kopfschmerzen sein können. 👓
Gerade beim Thema Ernährung begegnen uns schnell lange Listen mit vermeintlich „guten“ und „schlechten“ Lebensmitteln. Die wissenschaftliche Datenlage ist allerdings deutlich differenzierter: Für viele klassische Lebensmittel-Trigger ist die Evidenz begrenzt und was bei einer Person Beschwerden begünstigt, muss bei der nächsten überhaupt keine Rolle spielen.
Deshalb finde ich einen anderen Ansatz viel hilfreicher: nicht vorschnell Lebensmittel streichen, sondern Zusammenhänge beobachten. Ernährung, Schlaf, Stress, Zyklus, Koffein oder eben auch visuelle Belastung können Teile eines sehr individuellen Gesamtbildes sein.
Und genau deshalb lohnt sich bei wiederkehrenden Beschwerden der Blick auf das eigene Muster, idealerweise ohne unnötige Verbote.🛑
Quellen:
[1] Seng EK, Martin PR, Houle TT. Lifestyle factors and migraine. Lancet Neurol. 2022;21(10):911–921. doi:10.1016/S1474-4422(22)00211-3.
[2] Hindiyeh NA, Zhang N, Farrar M, et al. The Role of Diet and Nutrition in Migraine Triggers and Treatment: A Systematic Literature Review. Headache. 2020;60(7):1300–1316. doi:10.1111/head.13836.
[3] Arca KN, Halker Singh RB. Dehydration and Headache. Curr Pain Headache Rep. 2021;25(8):56. doi:10.1007/s11916-021-00966-z.
[4] Nowaczewska M, Wiciński M, Kaźmierczak W. The Ambiguous Role of Caffeine in Migraine Headache: From Trigger to Treatment. Nutrients. 2020;12(8):2259. doi:10.3390/nu12082259.