27/05/2026
Ich, ich, ich – Was unterscheidet Egoismus von Selbstliebe?
Wer kennt nicht die Aussage „Sei nicht so egoistisch!“?
Manchmal, vielleicht auch öfters als angenommen, werden Menschen, die zu viel von sich und ihrem persönlichen Weg erzählen, kritisiert, weil sie sich aus den Augen jener, die Kritik üben, zu sehr in den Vordergrund stellen, nach dem Motto: Ich, ich ich...
Dabei können wir nur so Verbindung schaffen, Verbindendes preisgeben und Freundschaften bilden, nämlich genau dann, wenn wir uns öffnen und von uns erzählen. Nicht von Gott und der Welt, dem Wetter, Smalltalk eben. Möglichkeiten der KI/AI ist das Fabulieren noch leichter für jene geworden.
Die Kunst des Zuhörens ist gefragt. Und die, sich selbst zu zeigen.
Mich inspirieren spannende Biografien, persönliche Geschichten und tatsächlich selbst erlebtes Wissen mehr, als theoretische Ableitungen über das Leben und wie es gelingen kann. Mit dem Satz, hinter dem sich viele Psychologen und Therapeutinnen verstecken, "Der Wegweiser muss den Weg, den er weist, ja nicht selbst gehen.", kann ich auch nur bedingt etwas anfangen. Die (Verkaufs-) Trainer, die selbst erfolglos waren sollen andere zum Erfolg führen?
Da gibt also jemand einen Rat, schafft es aber unter Umständen selbst nicht, sich daran zu halten. Oder schlimmer noch, ist damit gescheitert. Wie viel ist dieser Rat dann überhaupt wert, wenn er den Test des Lebens nicht besteht?
Für mich ist derjenige, der den Rat gibt, mindestens genauso wichtig, wie der Rat selbst. Wie schon der berühmte persische Dichter Rumi einst sagte: "Wenn du die große weite Welt bereisen willst, dann höre nicht auf den, der nie aus seinem Dorf herausgekommen ist."
Mich inspirieren Menschen, die wirklich authentisch vorleben, was sie sagen.
Also: Zeig der Welt, dass es dich gibt.
Erzähl deine Geschichte. Nimm den Pinsel in die Hand und zeichne deinen Weg.
Ja, du bist wichtig! Lass dir bitte niemals von irgendwem etwas anderes einreden.