01/09/2026
🔶️ Teil 2 Prävention – bevor die Sehne verletzt ist.
Wenn eine Sehnenverletzung erst einmal da ist, beginnt die Rehabilitation.
Doch eigentlich sollte unsere Aufmerksamkeit viel früher beginnen:
🔸️Bei der Prävention
Denn, bevor eine Sehne sichtbar geschädigt ist, können sich bereits über längere Zeit Veränderungen entwickeln – in der Muskulatur, im Bewegungsmuster, in der Hufbalance, in der Koordination oder in der Belastungsverteilung.
Gerade bei Sportpferden lohnt es sich deshalb, nicht erst dann zu reagieren, wenn das Pferd lahmt.
Die entscheidende Frage lautet:
➡️Wie können wir frühzeitig erkennen, wenn ein Pferd beginnt, aus seiner Balance zu geraten❓️
Eine hundertprozentige Garantie, eine Sehnenverletzung zu verhindern, gibt es natürlich nicht.
Aber wir können sehr viel dafür tun, die Voraussetzungen für einen funktionellen, belastbaren und gut koordinierten Bewegungsapparat zu schaffen.
🔶️Prävention beginnt mit dem Hinschauen🔎
Pferde zeigen uns häufig lange bevor eine ernsthafte Verletzung entsteht, dass etwas nicht optimal funktioniert.
▪️Vielleicht verändert sich die Bewegungsqualität.
▪️Vielleicht wird eine Seite bevorzugt.
▪️Vielleicht fühlt sich eine Schulter plötzlich fest an.
▪️Vielleicht wird eine Wendung schwieriger.
▪️Vielleicht verändert sich die Muskulatur.
▪️Oder das Pferd wirkt beim Training plötzlich weniger elastisch und geschmeidig.
Solche Veränderungen sollte man ernst nehmen.
Denn häufig ist nicht die einzelne Struktur das Problem, sondern die Zusammensetzung vieler kleiner Faktoren.
🔶️Physiotherapie – den Körper im Gleichgewicht halten🤲
Regelmäßige physiotherapeutische Betreuung kann dabei helfen, muskuläre Spannungen, Bewegungseinschränkungen und Dysbalancen frühzeitig zu erkennen.
Dabei geht es nicht darum, ständig „Blockaden zu suchen“.
Vielmehr geht es darum, das Pferd in seiner Bewegung zu beobachten und zu beurteilen:
🔻Wie arbeitet die Muskulatur?
🔻Wie bewegt sich die Schulter?
🔻Wie trägt das Pferd seinen Rumpf?
🔻Wie arbeitet die Hinterhand?
🔻Wie verteilt sich die Belastung?
Gerade bei Sportpferden kann eine funktionierende Muskulatur einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Bewegungen kontrolliert und effizient auszuführen.
Prävention bedeutet für uns deshalb:
Nicht erst behandeln, wenn etwas kaputt ist – sondern den Körper regelmäßig beobachten und unterstützen.
🔶️Hofmag – therapeutische Unterstützung auch in der Prävention⚡
Auch das Hofmag kann in ein individuelles Präventionskonzept integriert werden.
Die pulsierende Magnetfeldtherapie wird dabei nicht als „Wundermittel“ eingesetzt, sondern als ergänzende physikalische Maßnahme innerhalb eines Gesamtkonzeptes.
In unserer Arbeit kann Hofmag beispielsweise eingesetzt werden, wenn bestimmte muskuläre oder körperliche Belastungen erkannt wurden oder das Pferd nach Training und Belastung therapeutisch begleitet werden soll.
Dabei gilt auch hier:
➡️Nicht jedes Pferd braucht das Gleiche.
Ein Freizeitpferd hat andere Anforderungen als ein Dressur- oder Springpferd.
Ein junges Pferd benötigt andere Schwerpunkte als ein älteres Pferd.
Und ein Pferd mit bereits vorhandenen muskulären Dysbalancen braucht eine andere Begleitung als ein Pferd, das sich vollkommen unauffällig bewegt.
🔶️ Hufbalance – die Basis der Bewegung🐎
Ein Bereich, der bei der Prävention häufig unterschätzt wird, ist der Huf.
Der Huf ist der erste Kontakt zum Boden.
Was dort passiert, wirkt sich auf die gesamte Gliedmaßenmechanik aus.
Deshalb kann es sehr interessant sein, die tatsächliche Belastung und das Bewegungsverhalten nicht nur mit dem Auge zu beurteilen, sondern – wo sinnvoll – auch messtechnisch zu erfassen.
🔶️Der Smart Horse Sneaker von Consteed kann hierbei wertvolle zusätzliche Informationen liefern.📊
Mit entsprechender Messtechnik können Bewegungs- und Belastungsmuster objektiver betrachtet werden.
Das ist besonders interessant, wenn sich beispielsweise die Frage stellt:
Belastet das Pferd beide Seiten tatsächlich gleichmäßig?
Denn das Auge kann viel erkennen – aber Messdaten können zusätzliche Hinweise liefern.
Gerade in der Prävention ist diese Kombination spannend:
▶️Beobachten + ▶️palpieren + ▶️messen + ▶️beurteilen.
Nicht eine einzelne Messung entscheidet über die Gesundheit eines Pferdes.
Aber sie kann helfen, Veränderungen sichtbar zu machen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
🔶️Propriozeption – das Pferd muss seinen Körper „kennen“⚖️
Ein weiterer wichtiger Baustein in der Prävention ist für uns die Propriozeption.
Damit ist vereinfacht gesagt die Fähigkeit des Pferdes gemeint, die Position und Bewegung des eigenen Körpers wahrzunehmen und entsprechend zu koordinieren.
Und genau diese Fähigkeit lässt sich trainieren.
Zum Einsatz können beispielsweise kommen:
🔹️ Körperbänder
🔹️ Balance Pads
🔹️ unterschiedliche Untergründe
🔹️ gezielte Balanceübungen
🔹️ Koordinationsübungen
🔹️ kontrollierte Bewegungsaufgaben
Diese Reize fordern das Pferd dazu auf, seine Position immer wieder neu wahrzunehmen und muskulär darauf zu reagieren.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schwierige Übungen zu machen.
➡️Es geht um den richtigen Reiz zum richtigen Zeitpunkt.
Und auch hier gibt es kein allgemeingültiges Schema.
Welche Übungen sinnvoll sind, hängt von der Muskulatur, der Koordination, dem Trainingszustand und den individuellen Kompensationsmustern des Pferdes ab.
🔶️Das Zusammenspiel macht den Unterschied🧩
Für uns ist Prävention deshalb kein einzelnes Therapieverfahren.
Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Bereiche:
🔻 Pferd beobachten
Wie bewegt es sich? Gibt es Veränderungen?
🔻Muskulatur beurteilen
Wo bestehen Spannungen oder Dysbalancen?
🔻 Hufe und Belastung betrachten
Wie verteilt das Pferd sein Gewicht? Gibt es Auffälligkeiten?
🔻Messen
Wo können objektive Daten zusätzliche Informationen liefern?
🔻Propriozeption trainieren
Kann das Pferd seinen Körper koordinieren und stabilisieren?
🔻Physikalische Therapie
Wo kann beispielsweise das Hofmag sinnvoll unterstützend eingesetzt werden?
🔻Training überprüfen
Passt die Belastung zum aktuellen Trainingszustand?
🔶️Besonders wichtig: Die Landung beim Springpferd
Gerade beim Springpferd wird die Prävention besonders interessant.
Bei jedem Sprung entstehen enorme Kräfte.
Das Pferd muss seinen Körper in kürzester Zeit koordinieren, stabilisieren und die auftretenden Belastungen auffangen.
Deshalb reicht es nicht aus, nur die Sehne zu betrachten.
🔻Wie arbeitet der Schultergürtel?
🔻Wie stabil ist der Rumpf?
🔻Wie gut funktioniert die Hinterhand?
🔻Wie koordiniert landet das Pferd?
🔻Wie symmetrisch bewegt es sich?
🔻Wie ist die Hufbalance?
Je besser diese Systeme zusammenspielen, desto besser kann das Pferd die Anforderungen seiner jeweiligen Belastung bewältigen.
Das bedeutet nicht, dass dadurch jede Verletzung verhindert werden kann.
Aber es bedeutet:
➡️Wir können Risikofaktoren erkennen, bevor aus einer kleinen Auffälligkeit ein großes Problem wird.
🔶️Prävention ist kein einmaliger Termin
Ein Pferd ist kein statisches System.
➡️Muskulatur verändert sich.
➡️Training verändert sich.
➡️Hufe verändern sich.
➡️Das Alter verändert sich.
➡️Auch die Anforderungen an das Pferd verändern sich.
Deshalb sollte Prävention ebenfalls dynamisch sein.
Was heute perfekt funktioniert, kann in einigen Monaten angepasst werden müssen.
Genau deshalb ist die regelmäßige Beobachtung so wichtig.
🔶️Lieber kleine Veränderungen erkennen als große Verletzungen behandeln.
Ein Pferd muss nicht erst lahmen, bevor wir uns mit seinem Bewegungsapparat beschäftigen.
▪️Vielleicht ist die Muskulatur auf einer Seite stärker verspannt.
▪️Vielleicht verändert sich die Belastungsverteilung.
▪️Vielleicht wird eine Bewegung plötzlich schwieriger.
▪️Vielleicht zeigt eine Messung eine Auffälligkeit.
▪️Vielleicht braucht das Pferd einfach eine andere Trainingsgestaltung.
➡️Jede dieser Informationen kann wertvoll sein.
Prävention bedeutet für uns deshalb nicht, ständig nach Krankheiten zu suchen.
Es bedeutet vielmehr, den Körper des Pferdes so gut zu kennen, dass Veränderungen frühzeitig auffallen.
🔶️Unser Präventionsgedanke🐎
Wir möchten nicht warten, bis ein Pferd verletzt ist.
Wir möchten möglichst früh erkennen, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät.
Dazu gehört für uns die Kombination
🌟Physiotherapie 🤲
🌟Hofmag ⚡
🌟Hufbalance & Messtechnik mit Consteed
🌟Propriozeption (Körperbändern & Balance Pads)
🌟individuellem Training
🌟und einem aufmerksamen Blick auf das gesamte Pferd.
Keine dieser Maßnahmen ist für sich allein eine Garantie gegen Verletzungen.
Aber gemeinsam können sie dabei helfen, das Pferd funktionell, koordiniert und belastbar zu erhalten.
🔶️ Denn Prävention beginnt nicht mit der Behandlung einer Verletzung.
Sie beginnt mit dem ersten Blick auf das Pferd.
Beobachten➡️Erkennen➡️Verstehen➡️ Unterstützen.
Damit aus kleinen Signalen möglichst keine großen Probleme werden. 🐎😊
Möchtest Du erfahren, wie Du Deinem Pferd helfen kannst, dann melde Dich.