Praxis für Osteopathie Siegmund Pandel

Praxis für Osteopathie Siegmund Pandel Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Praxis für Osteopathie Siegmund Pandel, Alternative und ganzheitliche Medizin, Lützenkirchener Str. 395, Leverkusen.

22/10/2021

Hier schon mal ein Auszug aus meiner künftigen Homepage

Was ist überhaupt die Osteopathie?

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Heilkunde und gehört zur Alternativmedizin.
Bei der Osteopathie untersucht der Therapeut mit den Händen den gesamten Bewegungsapparat, die Organe und das Gewebe des Patienten mit dem Ziel, seine Beschwerden in ihrer Gesamtheit zu ermitteln und zu behandeln.
Durch die Beseitigung von Funktionsstörungen sollen Selbstheilungskräfte aktiviert und so der natürliche Heilungsprozess unterstützt werden.

Dabei gleicht der menschliche Körper einem Uhrwerk, in dem alle Teile des Uhrwerks aufeinander abgestimmt sind und sich gegenseitig beeinflussen. Gibt es eine Störung in einem Teil des Körpers, hat das zwangsläufig Einfluss auf andere Körperteile.
So können beispielsweise Knie- oder Hüftschmerzen ihren Ursprung in einer länger bestehenden Blockierung oder Verwringung des Beckens haben. Die Beckenverwringung wiederum kann ihre Ursache in einer „Verklebung“ von Organfaszien untereinander oder mit der Beckenmuskulatur haben.

Der Körper kann diese belastenden Einflüsse (hier am Beispiel der Beckenschiefstellung) über einen längeren Zeitraum ausgleichen. Übersteigen diese Belastungen jedoch die körperliche Gesamtkapazität oder kommen weitere Belastungen wie die einseitige Haltung am Arbeitsplatz, Verletzungen oder falsche Ernährung hinzu, dann entstehen Symptome, die als Schmerzzustände oder andere Erkrankungen wahrnehmbar sind.

Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, die Ursachen für die Beschwerden zu finden und die physiologische Beweglichkeit der betroffenen Region wiederherzustellen. Hierfür untersucht und behandelt der Osteopath die Mobilität und Funktion von Gelenken, Muskeln, Nerven, Organen und Faszien.

Wir Menschen sind alle unterschiedlich und so muss auch jeder Patient individuell und die Symptome in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Daher ist auch die Behandlung – abhängig von Erkrankung und Vorgeschichte – auf jeden Patienten individuell zugeschnitten. Da Symptome nicht zwingend auf die Ursache für die Beschwerden hindeuten, setzt die Behandlung nicht immer bei den Schmerzen an. Vielmehr ist Ziel der Behandlung, das Wohlbefinden der Patienten insgesamt zu verbessern und dadurch auch die konkreten Beschwerden zu verringern oder zu beseitigen.

Die Osteopathie richtet sich an Menschen jeden Alters. Sie kann zur Linderung konkreter Beschwerden, aber auch vorbeugend und rehabilitierend angewendet werden. In meiner Praxis biete ich osteopathische Behandlungen für Kindergarten- und Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene an.

© 2021 Siegmund Pandel

22/10/2021

Woher kommt die Osteopathie?

Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte der amerikanische Landarzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) die Osteopathie, die er 1874 erstmalig der Öffentlichkeit vorstellte. Mit der Eröffnung der ersten Schule für Osteopathie (American School of Osteopathy) in Kirksville, Missouri, USA wurde der Begriff „osteopathy“ geprägt.

Still verbrachte die ersten Jahrzehnte seines Lebens in der wilden Natur an der Grenze zum Westen der USA und eignete sich dabei ein einzigartiges funktionelles Anatomiewissen an.
Als 1864 innerhalb weniger Tage drei seiner Kinder an einer bakteriellen Hirnhautentzündung und kurz darauf das vierte Kind an einer Lungenentzündung verstarben, obwohl Still dafür die besten Ärzte und Geistliche konsultiert hatte, wandte er sich fortan von der damals etablierten „heroischen Medizin“ und sämtlichen religiösen Konstitutionen ab.
Er begann seine Kenntnis in funktioneller Anatomie zu perfektionieren und sich mit den geistigen Strömungen seiner Zeit zu beschäftigen, unter anderem mit dem „Knochensetzen“ der Shawnee-Indianer.
Still erkannte, dass jeder Mensch einen Selbstheilungsmechanismus in sich trägt. Dieser ist abhängig von ungestörter Ver- und Entsorgung des Körpers mit Blut und Lymphflüssigkeit.
Kommt es zu einer Blockierung in diesen Bahnen, wird auch der Selbstheilungsmechanismus blockiert und die betroffene Struktur erkrankt.

„Osteopathie“ bedeutet wörtlich übersetzt „Knochenleiden“, abgeleitet von Osteon = Knochen und pathos = Leiden.
Für Still war mit dem Begriff „osteo“, nicht nur der Knochen, sondern auch das Binde- und Stützgewebe, die Muskeln, die Sehnen und die Faszien gemeint, da all diese Strukturen ihren Ansatz am Knochen haben.
Als das Zentrum der Ver- und Entsorgung mit Blut und Lymphflüssigkeit sah Still die Wirbelsäule an. Er ging davon aus, dass Fehlstellungen der Wirbelkörper die umliegenden Nerven und Gefäße behinderten würden. Mit Mobilisation und weicher Manipulation („Einrenken“) versuchte Still, die Gelenke in ihre individuelle Stellung zu bringen.
Auf diesen Grundlagen und mit strengen wissenschaftlichen Maßstäben entwickelte Still sein ganzheitliches Behandlungskonzept.

Heute wird Stills Behandlungsansatz zur parietalen Osteopathie gezählt, das heißt zur Diagnose und Behandlung von Gelenken, der Wirbelsäule, der Muskeln und Bänder sowie deren funktionellen Zusammenhänge.

Osteopathie in Europa
Anfang des 20. Jahrhunderts brachte ein Schüler Stills, Dr. John Martin Littlejohn die Osteopathie nach Großbritannien und gründete 1917 die erste europäische Schule für Osteopathie, die British School of Osteopathy, die heute noch existiert.
Von Großbritannien aus verbreitete sich die Osteopathie nach dem zweiten Weltkrieg nach ganz Europa.

Ein weiterer Schüler Stills, Dr. William Garner Sutherland (1873 – 1954), beschäftigte sich mit der Anatomie des Schädels und der Schädelnähte sowie mit der Verbindung des Schädels und des Kreuzbeins am Becken über die Hirnhäute und das Rückenmark. Sutherland gilt als Begründer des Cranio-Sakralen Osteopathie (cranium = Schädel und sakrum = Kreuzbein)

In den 1980er Jahren beschäftigten sich die französischen Osteopathen Jean-Pierre Barral und Jacques Weischenck ausführlich mit der Anatomie und Physiologie sowie der Untersuchung und Behandlung der inneren Organe. Sie führten der Osteopathie den dritten Behandlungsansatz, die viscerale Osteopathie hinzu.

Das ganzheitliche Konzept der Osteopathie besteht somit aus den drei genannten Säulen:
• dem parietalen System mit dem Bewegungsapparat
• dem visceralen System mit den inneren Organen
• dem cranio-sakralen System mit Schädel und Nervensystem

Heute wird die Osteopathie in nahezu allen europäischen Ländern praktiziert. In England ist der Osteopath seit 1993 ein rechtlich anerkannter Gesundheitsberuf. In Belgien und Frankreich zählt die Osteopathie zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin. In Deutschland darf die Osteopathie derzeit nur von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werde.

© 2021 Siegmund Pandel

22/10/2021

Was ist Chiropraktik und was ist der Unterschied zur Osteopathie?

Der Begriff „Chiropraktik“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „mit der Hand arbeiten / behandeln“.
Manuelle Techniken an der Wirbelsäule und den Gelenken werden schon seit tausenden von Jahren praktiziert und sind bereits aus der Antike überliefert.
Als Begründer der heutigen Chiropraktik bzw. der chiropraktischen Medizin gilt jedoch der Kanadier Daniel David Palmer (1845-1913).
D.D. Palmer war ein Schüler von Andrew Taylor Still, dem Begründer der heutigen Osteopathie. Der Überlieferung nach ertastete D.D. Palmer im Jahr 1895 bei seinem schwerhörigen Hausmeister eine Blockierung im Nacken. Nach deren Korrektur konnte der Hausmeister sich nicht nur wieder bewegen, sondern war auch von seiner Schwerhörigkeit geheilt.
1897 gründete D.D.Palmer das erste Lehrinstitut für die moderne Chiropraktik, das “Palmer College of Chiropractic“ in Davenport, Iowa, USA, das bis heute noch existiert. Gemeinsam mit seinem Sohn Bartlett Joshua Palmer (1882-1961) etablierte er die Chiropraktik als eigenständige Therapieform.

Im Mittelpunkt der chiropraktischen Behandlung steht die manuelle Mobilisierung von blockierten Gelenken. Es werden Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und Blockierungen der Wirbelsäule sowie Fehlstellungen einzelner Gelenke diagnostiziert und mit gezielten, spezifischen Impulsen (auch “Justierung = Feineinstellung“ genannt) behandelt.

Bei der ganzheitlichen Chiropraktik wird der Körper als Ganzes betrachtet. Ähnlich wie ein Gartenhaus, das auf einen sandigen, unebenen Boden gesetzt wurde und bei dem jetzt die Tür und die Fenster knirschen und nicht richtig schließen, ist es nicht sinnvoll, nur die Tür und die Fenster zu reparieren. Vielmehr muss unter dem Gartenhaus ein stabiles und vor allem ein gerade ausgerichtetes Fundament aufgebaut werden, um damit die Ursache zu beheben.
Im Zentrum meiner Behandlung steht daher für mich das Becken als das zentrale Fundament, von dem aus Behandlungsschwerpunkte bis zum Kopf und bis zum Fuß gesetzt werden.

Was sind nun die Unterschiede zwischen Osteopathie und Chiropraktik?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach. Beide Therapieformen nutzen ähnliche, wenn nicht sogar gleiche Griffe zur Korrektur und Justierung eines Gelenks. Dieses ergibt sich aus der vorgegebenen Anatomie und Biomechanik eines Wirbels und eines Gelenks. Zugleich nutzen Osteopathen aber auch sanftere und weichere Techniken, um ein Gelenk oder eine Struktur zu mobilisieren und damit die Beschwerden zu lindern.
Des Weiteren spezialisiert sich die Chiropraktik primär auf die Funktionalität der Wirbelsäule und der Gelenke, während die Osteopathie neben dem Bewegungsapparat auch viscerale und cranio-sakrale Ansätze verfolgt, d.h. auch die inneren Organe sowie die Verbindung zwischen Schädel und Becken mit dem dazwischen liegenden Rückenmark in die Behandlung einbezieht.
Beide Therapieformen verfolgen jedoch einen ganzheitlichen Behandlungsansatz.

© 2021 Siegmund Pandel

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