28/04/2021
Immer am Ball bleiben.
Wer meint, dass so eine bariatrische OP der einfachere Weg ist sein Gewicht zu reduzieren, der irrt gewaltig. Es ist ein anderer Weg aber nicht minder leichter. Je nach OP Variante hat man weniger bis gar kein Hungergefühl mehr. Das grosse Problem liegt nun darin, dass man das Essen und auch das Trinken vergessen könnte. Nunja nicht tragisch, werden viele glauben. Jedoch ist es so wie mit einem Aquarium: Ein grosses 1000 Liter Aquarium (unoperierter Magen) verzeiht kleine Haltungsfehler. Der Organismus ist nicht schnell aus dem Gleichgewicht zu bekommen.
Ein kleines Aquarium, 50 Liter und somit als Vergleich zum operierten Magen, gibt sofort und direkt nach kleinsten Pflegefehlern gravierende Reaktionen.
Bei mir ist es ja bekanntlich das "Nano Aquarium"..
Wenn ich etwas esse, was ich nicht so gut vertrage, dann bekomm ich den Rest des Tages nix mehr rein. Selbst Trinken wird dann schwierig. Also greift man schnell zu altbewährten Nahrungsmitteln, die kennt man, da passiert nix, gut so.. Doch so gut ist das nicht, da man durch die einseitige Ernährung und die geringe Nährstoffaufnahme den Organismus schwächen. Man wird schlapp, müde, träge.. Quintessenz daraus - man nimmt nicht ab obwohl man nix isst.
Für uns ist Essen wie Laufen lernen.. Es ist ein enormer Lernprozess. Kinder lernen diese Dinge in ihrer Entwicklung und es passiert von ganz alleine. Aber wenn Erwachsene sowas neu lernen müssen, ist das ein langer Prozess.
Mit so einem kleinen Schlauchmagen nimmt man zwar schon rasant ab, in 9 Wochen habe ich jetzt 32 kg verloren, jedoch muss man ständig am Ball bleiben, dass es auch auf eine gesunde ausgewogene Art passiert. Und dafür muss man seine Körper jeden Tag aufs Neue kennenlernen. Jeden Tag andere Lebensmittel ausprobieren, unerträgliches gleich notieren und verbannen.. Jeden Tag laufen lernen.