18/08/2026
Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl am 6. September richten 19 Organisationen des Gesundheitswesens gemeinsam klare Erwartungen an die Landespolitik und die Spitzenkandidaten der Parteien.
Das Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt hat die Belastungen der vergangenen Jahre insgesamt gut bewältigt. Doch der Druck wächst: Fachkräfte fehlen, die Kosten steigen und eine alternde Bevölkerung verändert den Versorgungsbedarf. Reformen sind notwendig – sie müssen sich jedoch an der Versorgungsrealität orientieren und gemeinsam mit denjenigen entwickelt werden, die tagtäglich Verantwortung für die Versorgung übernehmen.
Die Unterzeichner fordern deshalb:
▪️ die Selbstverwaltung zu stärken und weitere staatliche Eingriffe in ihre Aufgaben zu begrenzen,
▪️ freiberufliche und eigenverantwortliche Versorgungsstrukturen zu erhalten,
▪️ verlässliche Rahmenbedingungen für langfristige Planung und Investitionen zu schaffen,
▪️ allen Menschen unabhängig von Wohnort, Alter oder sozialem Status einen gleichwertigen Zugang zur Versorgung zu ermöglichen,
▪️ am Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung festzuhalten,
▪️ sowie Weltoffenheit und Vielfalt zu fördern, damit Sachsen-Anhalt Fachkräfte aus dem In- und Ausland gewinnen und halten kann.
Statt kurzfristiger Richtungswechsel und einseitiger Vorgaben braucht es eine stabile, verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Politik, Heilberufen und Krankenkassen.
Das vollständige Statement findet ihr unter anderem auf der Internetseite der KZV Sachsen-Anhalt.
Versorgungssicherheit Weltoffenheit