24/08/2026
„Mit der Chemo geht es mir immer schlechter."
Manche Patientinnen und Patienten erleben genau das.
Die Kraft nimmt ab.
Die Nebenwirkungen nehmen zu.
Die Erkrankung schreitet trotzdem weiter voran.
Dann entsteht eine sehr schwere Frage.
„Hilft mir diese Therapie noch, oder nimmt sie mir mehr, als sie gibt?"
Palliative Versorgung bedeutet nicht automatisch, gegen eine Therapie zu sein.
SAPV kann parallel zu einer laufenden Chemotherapie, Antikörpertherapie oder Bestrahlung stattfinden.
Es geht nicht um ein Entweder-oder.
Es geht um eine sorgfältige, gemeinsame Prüfung.
Was ist medizinisch noch realistisch?
Was ist dem Patienten wichtig?
Was belastet zu sehr?
Welche Lebensqualität ist noch möglich?
Diese Fragen lösen oft noch etwas anderes aus, das viel schwerer wiegt als die medizinischen Fakten.
„Gebe ich damit auf?"
„Werden andere denken, ich habe zu früh aufgegeben?"
Solche Gedanken sind normal. Sie sind kein Zeichen von Schwäche.
Eine Therapie zu überdenken bedeutet nicht, den Kampf zu beenden.
Es bedeutet, ehrlich hinzuschauen, was jetzt wirklich hilft.
Und was bedeutet das für die Hoffnung?
Viele befürchten, dass mit dem Ende einer Chemotherapie auch die Hoffnung endet.
Das muss nicht so sein.
Hoffnung muss nicht an einer bestimmten Behandlung hängen.
Hoffnung kann sich wandeln, auf einen guten Tag, auf weniger Beschwerden, auf ruhige gemeinsame Stunden, auf Nähe zur Familie.
Diese Hoffnung bleibt, auch wenn sich eine Therapie verändert.
Solche Entscheidungen brauchen Zeit, Ruhe und gute Begleitung.
Niemand sollte sie allein treffen müssen.
Es geht nicht darum, eine Behandlung um jeden Preis fortzuführen oder abzubrechen.
Es geht darum, gemeinsam den Weg zu finden, der dem Patienten die meiste Kraft und die meiste Würde lässt.
Mehr dazu lesen Sie in unserem Blogartikel: Was ist mit Chemotherapie, Antikörpertherapie oder Bestrahlung?, https://levares.de/was-ist-mit-chemotherapie-antikoerpertherapie-oder-bestrahlungfluessigkeitsgabe-ja-oder-nein/
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