15/11/2018
Für einige vielleicht interessant..
Wie wirkt eigentlich eine einfache "Longierhilfe"?
Da ich diesen "einfachen Longierhilfen" noch sehr häufig über den Weg laufe, hier ein kleiner Beitrag, weshalb sie in meinen Augen NICHT ans Pferd gehören.
Die Absicht, mit der die Pferdebesitzer sie verwenden, ist eigentlich immer eine Gute. Der Hersteller verspricht ein „einfaches vorwärts-abwärts Longieren und einen Aufbau von Hals- und Rückenmuskulatur“. Und das mit einem „Gerät“, das nur aus einem langen Strick/Band mit jeweils einem Karabinerhaken an jedem Ende besteht. Es wird über den blanken Pferderrücken gelegt, zwischen den Vorderbeinen hindurch geführt und an den Trensenringen befestigt.
Auf den ersten Blick sieht diese Longierhilfe vielleicht sogar recht pferdefreundlich aus und es gibt ja auch wirklich noch ganz andere Möglichkeiten sein Pferd auszubinden. Die teilweise abenteuerlichen Verschnürungen, die es so gibt, lassen diese Longierhilfe schlicht, einfach und "sanft" erscheinen, weshalb sie von vielen Reitern noch genutzt wird. Leider ein Irrglaube.
Die meisten Pferdebesitzer, die ihre Pferde reiterlich nutzen, haben die Vorstellung von einem harmonischen Zusammenspiel und Leichtigkeit im Sattel. Die Zügelverbindung soll leicht sein, das Pferd in schöner Selbsthaltung aufgerichtet, die Bewegungen federnd und schwungvoll, die Hilfen des Reiters so fein, dass sie für einen Außenstehenden beinahe unsichtbar sind.
So viel zum Ziel der meisten Reiter.
Schaut euch die Grafik an und denkt selbst darüber nach, ob die "Wirkungen und Nebenwirkungen" dieser Longierhilfe nicht genau diese Ausbildungsziele verhindern.
Wenn ihr euch jetzt fragt, wie ihr stattdessen longieren könnt oder ihr etwas Anderes zu diesem Thema wissen möchtet, schreibt mir gern eine Mail! :-)