02/08/2026
Drei Wochen.
Drei Wochen Sommer, Patchwork, Kinderlachen, Italien, Mücken, Spaß, Abenteuer, Herausforderungen, Spiele, planschen, Berge, Streit, und am Ende: wieder wir.
Die ersten zwei Wochen rochen nach Meer Mückenspray und Sonnencreme.
Italien mit allen zusammen. Laut, voll, anstrengend schön.
Man denkt, das ist es schon: Glück.
Aber das war erst der Auftakt.
Dann Woche drei.
Ein Zwischenstopp bei meiner Freundin Sandra. Ein kurzer Atemzug.
Nächster Morgen auf nach Österreich, für mich zum ersten Mal.
Voller Motivation um den Berg zu besteigen und Julia in der Hütte zu besuchen.
Wir sind hingewandert, bis die Füße gebrannt haben.
Ich trage heute noch die Blasen an den Fersen.
Vielleicht ist das gut so. Damit ich nicht vergesse, wie hoch wir gegangen sind.
Danach die Suche.
Zwei Tage lang. Nach einem Stellplatz. Nach Ruhe.
Wir sind Kreise gefahren und fast daran zerbrochen.
In genau diesen Tagen haben wir unseren schlimmsten Streit gehabt.
Die Worte waren laut. Die Stille danach noch lauter.
Und ich dachte für einen Moment:
Was, wenn wir uns hier verlieren?
Aber weißt du, was danach kam?
Das erste Versöhnungskuscheln.
Zögerlich. Echt. Wie ein Eingeständnis:
“Ich will dich nicht verlieren.”
Und dann hatten wir noch drei Nächte.
Nur drei.
Aber wir haben sie gefüllt.
Mit Spaß. Mit Gesprächen bis spät.
Mit Intimität, die nicht selbstverständlich ist, wenn man Patchwork, Kinder, Alltag im Nacken trägt.
Wir sind Fahrrad gefahren.
Wir haben gekocht. Lecker. Langsam.
Wir haben gelacht. Richtig.
Wir haben uns wieder ein Stück kennengelernt.
Nicht neu. Tiefer. Ich habe Angst gehabt in diesen drei Wochen.
Dass der Lärm die leisen Töne übertönt.
Dass die Anstrengung mehr wiegt als die Liebe.
Aber die letzte Woche hat mir gezeigt:
Manchmal muss man sich erst verirren,
muss man zwei Tage nach einem Platz suchen, muss man sich weh tun und verzeihen,
um zu merken, wie wichtig es ist, sich wiederzufinden.
Die Blasen heilen.
Die Erinnerung a den Streit verblasst.
Was bleibt, ist das:
Wir haben es geschafft.
Zusammen. Mit allem, was dazu gehört.
Und dafür bin ich dankbar.
Melancholisch, müd