Feed in Balance - Ernährungsberatung für Pferde

Wegbeschreibung

Feed in Balance - Ernährungsberatung für Pferde Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Feed in Balance - Ernährungsberatung für Pferde, ErnährungsberaterIn, Finkenweg 11, Neufahrn i.NB.

26/08/2026

Gras nach dem Regen: Dreifache Gefahr für den Stoffwechsel! 🌧️🌱
Zucker, Fruktan & Pektin im Fokus

Nach der Trockenzeit wird die Weide endlich wieder grün – doch der Schein trügt! 🌧️ Wenn das Gras nach der Dürre neu austreibt, stecken im kurzen Grün nicht nur extrem hohe Mengen an Zucker und Fruktan, sondern auch reichlich Pektin. Für die Weide und die Pferdegesundheit eine kritische Phase!

Vor allem gefährdete Tiere oder Pferde mit einer Rehe-Vorgeschichte sollten jetzt dringend eine Weidepause einlegen. 🛑

Warum das frische Gras jetzt so gefährlich ist:
➡️ Zucker- & Fruktan-Explosion: Das gestresste Gras wandelt Reserven rasch in leicht verfügbare Kohlenhydrate um. Auf engstem Raum befindet sich eine enorme Konzentration an Energie. 📈

➡️ Hoher Pektingehalt: Der frische Aufwuchs enthält zusätzlich viel Pektin, was die Verdauung und das Mikrobiom im Darm stark beanspruchen kann.

➡️ Teufelskreis für die Weide: Wer die Pferde jetzt direkt wieder auf den kurzen Aufwuchs lässt, schädigt die Grasnarbe nachhaltig. Die Folge: Der Aufwuchs im nächsten Jahr wird noch ungesünder und stressanfälliger.

💡 Die richtige Konsequenz:
Ab auf den Auslauf! 🐴 Raus aus der Koppel, rauf auf den Paddock oder den Auslauf und rein in die kontrollierte Fütterung mit Heu. Das gibt den Weiden die nötige Zeit zur Regeneration und schützt dein Pferd zuverlässig vor plötzlichen Stoffwechselbelastungen. 🌾

23/07/2026

🌱 Eine gesunde Pferdeweide entsteht nicht von allein. 🐴

Viele denken, es reicht, die Pferde einfach auf die Wiese zu lassen. Doch eine gut gepflegte Weide ist die Grundlage für gesunde Pferde, artenreiche Pflanzenbestände und widerstandsfähige Grasnarben. 💚

✨ Worauf kommt es an?

🌿 Überweidung vermeiden – Gräser brauchen ausreichend Blattmasse, um sich zu regenerieren.

💩 Regelmäßig abäppeln – das senkt den Parasitendruck und verbessert die Futterqualität.

🚫 Giftpflanzen und unerwünschte Kräuter konsequent entfernen.

📏 Die Grasnarbe möglichst nicht unter etwa 10 cm abfressen lassen.

☀️ Bei Trockenheit oder starker Nässe die Weide entlasten, damit keine nachhaltigen Schäden entstehen.

🌦️ Boden, Klima und Jahreszeit immer mit einbeziehen – jede Weide hat andere Voraussetzungen.

🌱 Der Weide ausreichend Ruhephasen gönnen, damit sie sich regenerieren und kräftig nachwachsen kann.

Denn am Ende gilt: Eine gesunde Weide ist die Basis für gesunde Pferde. ❤️

💬 Welcher dieser Punkte wird in deinem Stall am besten umgesetzt – und wo siehst du noch Verbesserungspotenzial?

Pferdewissen Offenstall Pferdeliebe

07/07/2026

🌿 Aspirin aus einem Wildkraut? Nicht ganz – aber der Zusammenhang ist spannend.

Mädesüß (Filipendula ulmaria) enthält natürliche Salicylat-Verbindungen. Sein früherer botanischer Name Spiraea ulmaria hat sogar den Namen Aspirin mitgeprägt: Das „spir“ stammt von Spiraea, das „A“ steht für die Acetylgruppe der Acetylsalicylsäure (ASS).

Die eigentliche Grundlage für die Entwicklung von Aspirin lieferte jedoch vor allem die Weidenrinde (Salix). Ihr Inhaltsstoff Salicin führte zur Erforschung der Salicylate und schließlich zur Entwicklung der Acetylsalicylsäure.

Mädesüß gehört ebenfalls zu den salicylathaltigen Heilpflanzen. Studien deuten darauf hin, dass Extrakte von Mädesüß entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Verantwortlich scheint das Zusammenspiel verschiedener Pflanzenstoffe und ihrer Stoffwechselprodukte zu sein – nicht nur ein einzelner Inhaltsstoff.

Deshalb wird Mädesüß traditionell zur Unterstützung bei entzündlichen Prozessen eingesetzt. In der Phytotherapie für Pferde findet es – häufig in Kombination mit Weidenrinde – unter anderem auch bei Hufrehe Anwendung.

⚠️ Heilpflanzen ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie können – je nach Situation und fachgerechter Anwendung – eine sinnvolle Ergänzung eines ganzheitlichen Managements sein.

💬 Kanntest du den Zusammenhang zwischen Mädesüß, Weidenrinde und Aspirin?

21/06/2026

Heute wieder Tierquälerei deluxe. 🙃

Ich habe meine Pferde bei 35 Grad aus dem Unterstand ausgesperrt.

Das Ergebnis?

❌ Keine empörten Wieher
❌ Kein Fluchtversuch
❌ Keine Beschwerde beim Pferdeschutzbund

Stattdessen:

✅ Schatten unter Bäumen
✅ Ein leichtes Lüftchen
✅ Bewegung statt Stillstand
✅ Entspanntes Fressen

Klingt erstmal widersprüchlich, oder?

Aber nur weil ein Unterstand Schatten bietet, heißt das nicht automatisch, dass er an heißen Tagen der angenehmste Ort ist. Auf unserem Trail gibt es mehrere schattige Bereiche, Luftbewegung und einen Anreiz, in Bewegung zu bleiben.

Manchmal lohnt es sich, nicht nur zu fragen: „Wo ist Schatten?“

Sondern auch:
„Wo haben die Pferde die besseren Bedingungen?“

Wie handhabt ihr heiße Tage bei euren Pferden? 👇

19/06/2026

🔬 Wissenschaftliche Studien sind ein wertvolles Werkzeug in der Pferdefütterung.

Sie helfen uns, Zusammenhänge besser zu verstehen und Behauptungen kritisch zu hinterfragen.

🐴 Gleichzeitig haben Studien Grenzen. Sie untersuchen bestimmte Pferde unter bestimmten Bedingungen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das einzelne Pferd vor uns kann davon abweichen.

Deshalb betrachte ich weder Studien noch Erfahrungen isoliert voneinander.

Die besten Entscheidungen entstehen aus der Kombination von:
✔️ wissenschaftlichen Erkenntnissen
✔️ Fachwissen
✔️ praktischer Erfahrung
✔️ der individuellen Beobachtung des Pferdes

Denn jedes Pferd ist ein Individuum.

💡 Studien liefern wertvolle Hinweise. Das Pferd zeigt uns, ob sie im Einzelfall passen.

Wie siehst du das? Welche Rolle spielen wissenschaftliche Studien für dich in der Pferdefütterung?

11/06/2026

Zucker hat in der Pferdefütterung keinen besonders guten Ruf – und das nicht ohne Grund. ⚠️

Zu hohe Mengen können den Stoffwechsel belasten und bei empfindlichen Pferden ernsthafte Probleme verursachen.

Aber genau deshalb sollten wir differenzieren.
Glukose ist kein „Feind“, den der Körper loswerden möchte. Sie wird täglich benötigt – unter anderem für:
🧠 das Nervensystem
💪 die Muskulatur
⚙️ zahlreiche Stoffwechselprozesse
🦴 Knorpel und Gelenkflüssigkeit

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
❌ Braucht mein Pferd Zucker?

Sondern:
✅ Woher kommt der Zucker und wie viel davon gelangt ins System?

Pferde sind darauf ausgelegt, einen Großteil ihres Energiebedarfs über die Fermentation von Rohfaser zu decken. Genau deshalb spielt die Qualität des Grundfutters eine so zentrale Rolle.

Deshalb mein Tipp:
🌾 Verlasse dich nicht auf Vermutungen, wenn es um den Zuckergehalt deines Heus geht.

📊 Eine Heuanalyse liefert Fakten statt Bauchgefühl – besonders bei Pferden mit EMS, Insulinresistenz, Übergewicht oder Hufrehe-Risiko.

Mein Grundsatz bleibt deshalb:
👉 So wenig Zucker wie nötig, nicht so wenig Zucker wie möglich.

Denn gute Fütterung bedeutet nicht, einzelne Nährstoffe zu verteufeln.

💡 Gute Fütterung bedeutet, den Stoffwechsel des Pferdes zu verstehen.

Wie siehst du das? Wird Zucker in der Pferdefütterung oft zu stark vereinfacht dargestellt?

🌾 Die unsichtbare Gefahr auf der Koppel: EMS, Hufrehe & das Zucker-Gras. 🐴​Wenn wir unsere Pferde auf die grüne Weide st...
05/06/2026

🌾 Die unsichtbare Gefahr auf der Koppel: EMS, Hufrehe & das Zucker-Gras. 🐴

​Wenn wir unsere Pferde auf die grüne Weide stellen, wollen wir ihnen eigentlich etwas Gutes tun. Doch die Realität in den Ställen sieht oft anders aus: Stoffwechselerkrankungen wie EMS und die gefürchtete Hufrehe nehmen gefühlt immer weiter zu.

​Studien agrarwissenschaftlicher Institute (u.a. der TiHo Hannover) bestätigen: Das ist keine Einbildung. Das Gras auf unseren Weideländern verändert sich und wird messbar zuckerreicher – der Fruktangehalt steigt.

​Im Karussell habe ich dir die Hauptursachen wissenschaftlich fundiert zusammengefasst:

​1️⃣ Klimastress & Frost: Trockenheit und extreme Temperaturschwankungen (wie sonnige Tage + frostige Nächte im Frühjahr) sorgen für einen Wachstumsstopp. Die Photosynthese läuft weiter, aber die Energie (Zucker) wird nicht verbraucht, sondern im Halm gespeichert.

​2️⃣ Der Zuchterfolg: Viele moderne Weiden bestehen aus Hochleistungs-Gräsern (wie Deutschem Weidelgras). Diese wurden speziell für Milchkühe gezüchtet, um extrem viel Energie für die Milchleistung zu liefern – für unsere Pferde ist dieser enorme Zuckergehalt schlicht zu viel.

​3️⃣ Überweidung & Mangel (Die größte Falle!): Der größte Irrtum lautet: „Kurzes Gras ist sicher.“ Falsch! Wenn das Gras permanent kurz gefressen wird, steht die Pflanze unter Dauerstress. Sie speichert ihre letzte Energie (Fruktan) direkt über dem Boden in der Stängelbasis, um zu überleben. Genau dort, wo das Pferd knabbert. Auch akuter Stickstoffmangel im Boden führt paradoxerweise zu kurzem, aber extrem zuckerreichem Stressgras.

​📖 Wissen ist Gesundheit: Eine gesunde Pferdeweide braucht Artenvielfalt, gesunde Böden und ein angepasstes Management, keine gestressten Monokulturen.

​Welchen dieser Faktoren hast du auf deiner Weide oder in der Umgebung schon beobachtet? Hast du auch das Gefühl, dass das Management immer schwieriger wird? Lass uns in den Kommentaren diskutieren! 👇

​💾 Speichere diesen Beitrag für später, um die Fakten für die nächste Weideplanung parat zu haben!

02/06/2026

Welcome to the Candyshop🍬🍭

Zumindest, wenn man dieser Heupartie glaubt. 🫣

📄 Die Analyse bescheinigte einen niedrigen Zuckergehalt. 🔬 Als ich das Heu selbst 2x mit dem Refraktometer überprüft habe, kam jedoch ein deutlich anderer Wert heraus.

Hochgerechnet stecken in diesem kleinen Ballen rund 1,5 kg Zucker. 😳🍬

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Analyse „falsch“ ist. Aber viele Pferdehalter wissen nicht, dass selbst Labore bei Zuckeranalysen teilweise Abweichungen von 30–40 % angeben. 📊

Dazu kommen weitere Faktoren wie:
🌾 Probenahme
📦 Lagerung
🌦️ Erntebedingungen
🌱 natürliche Schwankungen innerhalb einer Heupartie

💡 Mein Tipp: Verlasse dich bei sensiblen Pferden nicht ausschließlich auf einen einzelnen Analysewert. Kontrolliere auffällige Partien zusätzlich mit einem Refraktometer und nutze die Analyse als Orientierung – nicht als absolute Wahrheit.

🐴 Denn am Ende frisst dein Pferd das Heu. Nicht das Analyseblatt.

❓Hast du dein Heu schon einmal selbst nachgemessen? Waren die Werte ähnlich oder gab es Überraschungen? 👇

25/05/2026

Warum schleckt dein Pferd Erde? 🌱🐴

Viele Pferde schlecken im Wald, am Paddock oder auf dem Trail Erde – und das ist oft kein Zufall. 👀 Der Körper versucht manchmal, sich selbst zu helfen.

Ein möglicher Grund: In natürlicher Erde stecken Huminsäuren, die wie ein kleines „Darm-Pflaster“ wirken können und genau das liefern, was dem Pferd gerade fehlt.

💚 Was Huminsäuren können:
• die Darmschleimhaut regenerieren
• Toxine binden & die Ausleitung unterstützen
• die Darmbarriere stabilisieren
• das Mikrobiom stärken
• Entzündungsprozesse reduzieren
• die Nährstoffaufnahme verbessern
• die mitochondriale Energieproduktion unterstützen ⚡️

👉 Warum Pferde Erde schlecken können:
• fehlende Huminsäuren
• Mineralstoffmangel
• Magengeschwüre / Übersäuerung
• Entgiftungsimpuls
• zu wenig Raufutter, Stress oder Langeweile

⚠️ Wichtig: Wenn dein Pferd häufig Erde schleckt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Es kann ein Hinweis auf fehlende Huminsäuren sein – muss es aber nicht. Es gibt mehrere mögliche Ursachen und ein Blick auf Fütterung, Mineralversorgung & Management ist immer sinnvoll. ✔️

💬 Wenn du mehr über Huminsäuren & ihre Vorteile wissen möchtest, kommentiere:
👇 Humin

💛 Hinweis: Das ist kein Heilversprechen und keine Therapieanweisung. Ich teile hier meine persönlichen Erfahrungen und einen informativen Impuls. Bei gesundheitlichen Themen bitte immer Tierarzt oder Therapeut*in einbeziehen.

21/05/2026

Soja liefert viele Aminosäuren. Das stimmt.
Aber was kostet dieser „Muskel-Booster“ den Darm? 👀

Über Soja wird oft nur leistungsorientiert gesprochen:
➡️ Muskelaufbau
➡️ Proteinversorgung
➡️ Aminosäurenprofil

Doch ein entscheidender Punkt bleibt häufig außen vor: das Mikrobiom.

❗️Pferde besitzen keine körpereigene Alpha-Galactosidase – bestimmte Soja-Bestandteile (wie Stachyose & Raffinose) werden deshalb kaum im Dünndarm verdaut und landen im Dickdarm.

Und genau dort wird es spannend:
Eine plötzliche Flut leicht fermentierbarer Stoffe kann das Gleichgewicht im Dickdarm verändern: pH-Wert sinkt, Milchsäurebakterien vermehren sich, faserabbauende Darmbewohner geraten unter Druck.

Muskelaufbau auf dem Papier ist eben nicht automatisch gleich Darmgesundheit im Alltag.
Vielleicht sollten wir bei Pferdefütterung öfter fragen:
Nicht nur „Was steckt drin?“ – sondern auch: „Was passiert danach?“

Wie siehst du Soja in der Pferdefütterung? 👇

Adresse

Finkenweg 11
Neufahrn In Niederbayern
84088

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