29/05/2026
Vor knapp zwei Jahren habe ich die Diagnose für meine Schulterarthrose Grad 3 B (von 4) bekommen. Ich stand kurz vor einer hilfesuchenden Op, in der Hoffnung auf weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit und ruhigeren Schlaf.
Ich habe mich dagegen entschieden- denn ich habe es angenommen wie es ist. Nachdem stärkere Schmerzmittel und Entzündungshemmer mir eine chronische Magenschleimhautentzündung beschert haben, trinke ich nun als Quittung seit einem viertel Jahr keinen Kaffee und keinen Alkohol mehr. Das ist manchmal langweilig und nervig, aber auch daran habe ich mich gewöhnt. Magenschmerzen sind keine Option.
Ich verwöhne meinen Körper mit Omega-3 Fettsäuren, Kollagen, MSM, Kurkuma, Hyaluron und vor allem mache ich nicht mehr alle Yogaübungen!
Mal überkommt es mich und ich fließe durchs Vinyasa mit Planke und Hund - und bekomme prompt die Quittung. Was ich gelernt habe? Abgrenzen, nicht alles fordern was gefragt ist, abgeben, Nein sagen- eben auch im doppelten Sinne, nicht alles schultern. Der Prozess: holprig. Phasen: schmerzhaft. Der Gewinn: ein unbeschwertes Leben, nahezu Bewegungsfreiheit, wenn ich auf meinem Körper höre! So fand ich meinen Frieden und auch Vertrauen in meinen Körper wieder. 🩷
Immer wieder erlebe ich es in meinen Stunden, dass Leute über ihre Grenzen gehen oder sich wegen irgendwelcher Wehwehchen vom Yoga abmelden. Aber Yoga geht immer! Es ist nur die Frage welcher Stil, welche Form, welche Intensität.
Bitte tu deinem Körper doch den Gefallen und wahre seine Grenzen. Er tut doch auch so viel für dich. Seid lieb miteinander- Frieden ist wirklich etwas schönes.
Ich wünsche ihn dir von Herzen. 💕
Namasté, Julia