05/06/2026
Das unterschätzen fast alle die ihre langwierigen Schmerzen loswerden wollen:
Wie wichtig Wiederholbarkeit dabei ist.
Nicht im Sinne von:
„Mach einfach stumpf jeden Tag deine Übungen.“
Sondern im Sinne von:
Dein Körper braucht verlässliche Informationen.
Wenn du heute dehnst, morgen pausierst, übermorgen einen neuen Tipp ausprobierst und nächste Woche wieder etwas komplett anderes machst, entsteht für dein System kein klarer Lernreiz.
Und genau das ist bei Schmerzen oft ein riesiges Problem.
Denn Schmerzfreiheit entsteht selten durch den einen perfekten Trick.
Sie entsteht eher dadurch, dass dein Körper über Wochen merkt:
- „Diese Bewegung ist okay.“
- „Diese Belastung ist kontrollierbar.“
- „Ich kann mich hier wieder sicher fühlen.“
Dafür braucht es keinen perfekten Plan.
Aber es braucht einen Plan, der gut genug ist, damit du ihn wirklich umsetzen kannst.
Ein Plan, der zu deinem Alltag passt.
Zu deinem aktuellen Körper.
Zu deiner Belastbarkeit.
Und zu dem, was dein Nervensystem gerade toleriert.
Das ist auch der Grund, warum ich bei Schmerzen so wenig von blindem Tool-Hopping halte.
Nicht, weil Mobility, Dehnen, Kurse oder einzelne Übungen grundsätzlich schlecht sind.
Sondern weil wahlloses Wechseln verhindert, dass dein Körper überhaupt versteht, worauf er sich anpassen soll.
Der bessere Weg ist meistens deutlich unspektakulärer:
kleiner starten,
besser beobachten,
konstanter bleiben,
und vorallem: gezielter steigern. (wird fast immer vergessen...)
Und dann nicht nach drei Tagen alles über Bord werfen, nur weil es nicht sofort perfekt ist.
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