Katharina Höricke: Coaching und Nervensystemregulation

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Katharina Höricke: Coaching und Nervensystemregulation Coaching & Nervensystemregulation in Potsdam und online. Atemcoaching, transformative Atemsessions (Breathwork) und Life Coaching.

Wenn es nicht meine eigenen Bilder sind, dann sind sie von www.unsplash.com

Thank´s unsplash for those amazing pics!

Wie läuft eigentlich ein Atemcoaching bei mir ab?Ich schreibe immer wieder mit Menschen, die gerne ein Atemcoaching mach...
15/10/2026

Wie läuft eigentlich ein Atemcoaching bei mir ab?

Ich schreibe immer wieder mit Menschen, die gerne ein Atemcoaching machen würden, aber nicht wissen, wie sie das auch noch in ihrem Alltag unterbringen sollen.
Deshalb möchte ich mal erzählen, wie unterschiedlich so ein Atemcoaching aussehen kann.

Eine Sitzung dauert 1,5 Stunden. Am sinnvollsten ist es, wenn wir uns wöchentlich sehen. Auch alle zwei Wochen ist möglich.
Ich hatte sogar eine Klientin, die nur einmal im Monat Zeit hatte.
Natürlich dauert ein Prozess dann länger. Trotzdem hat sie aus unseren gemeinsamen Stunden vieles mitgenommen. Ihr Schlaf verbesserte sich, sie konnte mit herausfordernden Situationen gelassener umgehen und sie konnte tiefer atmen.

Zu Beginn starten wir meistens mit zehn Minuten Atempraxis täglich.
Auch das kann schon eine Herausforderung sein.
Eine Klientin, die berufstätig und Mutter ist, hatte große Schwierigkeiten, diese zehn Minuten in ihren Alltag einzubauen.
Wir haben deshalb erst einmal geschaut, wann überhaupt ein Moment dafür da sein könnte. Und dann bestand die Übung darin, nur wahrzunehmen, dass gerade eine kleine Atempause möglich wäre - ohne daraus die nächste Aufgabe zu machen, die unbedingt erledigt werden muss.

Mir ist wichtig, dass das Atemcoaching nicht noch mehr Druck erzeugt. Gerade Menschen, die ohnehin viel leisten und sich kaum Pausen erlauben, brauchen nicht noch jemanden, der ihnen sagt, was sie alles täglich tun sollten.

Natürlich braucht es eine gewisse Regelmäßigkeit, wenn sich ein über Jahre entwickeltes Atemmuster verändern soll. Wir orientieren uns jedoch ganz entspannt gemeinsam daran, was gerade möglich ist.

Die Zeit, die du dir dafür nimmst, gehört ganz allein dir. Und wie du sie gestaltest, liegt letztlich in deinen Händen.

Ich sage immer gerne: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. 😃

Du weißt, dass du eigentlich entspannen könntest. Aber dein Körper macht nicht mit.Du hast Feierabend, sitzt auf dem Sof...
13/10/2026

Du weißt, dass du eigentlich entspannen könntest. Aber dein Körper macht nicht mit.

Du hast Feierabend, sitzt auf dem Sofa oder liegst im Bett. Es gibt gerade nichts zu erledigen. Trotzdem bleibt eine innere Anspannung. Vielleicht merkst du sie an den Schultern, im Bauch, an einem inneren Zittern oder an deinem Atem.

Viele Menschen wissen längst, dass ihnen weniger Stress guttun würde. Aber dieses Wissen allein verändert noch nicht, wie ihr Körper reagiert. Und manchmal bringen selbst Yoga oder Meditation nicht die erhoffte nachhaltige Entlastung.

Mich beschäftigt deshalb die Frage, wie wir unseren Körper besser verstehen und unmittelbar erleben können, wie Gedanken, innere Überzeugungen und unsere Atmung zusammenwirken.

Am 7. November biete ich dazu einen vierstündigen Workshop in Potsdam Babelsberg an.

Es wird ein Nachmittag mit wenig Theorie und viel Selbsterfahrung.

Wir erkunden die verschiedenen Zustände unseres Nervensystems, machen Körperübungen und schauen uns in einer besonderen Partnerübung an, wie sich innere Überzeugungen in unserer Haltung, Bewegung und Atmung zeigen.

Dabei beobachten wir, wie ein einzelner Gedanke körperliche Anspannung auslösen kann und was sich verändert, wenn wir diese Haltung wieder verlassen.

Zum Abschluss gibt es eine kürzere transformative Atemsession, Zeit zum Nachspüren und einen gemeinsamen Snack.

Die Gruppe ist auf maximal sechs Menschen begrenzt, damit ich alle individuell begleiten kann.

Samstag, 7. November | 4 Stunden
Potsdam Babelsberg | 110 €

Den Buchungslink findest du im Kommentar.

Wenn du Fragen hast, schreib mir gern eine Nachricht.

Ich freue mich auf dich!
Katharina

Was mir in meiner langen Zeit mit Schlafproblemen ein klein wenig geholfen hat, war ein Buch über Schlaf.Deep Sleep.Dari...
08/10/2026

Was mir in meiner langen Zeit mit Schlafproblemen ein klein wenig geholfen hat, war ein Buch über Schlaf.

Deep Sleep.

Darin wurde ziemlich ausführlich erklärt, dass Schlaf nicht einfach ein gleichmäßiger Zustand ist. Wir durchlaufen nachts verschiedene Schlafphasen und diese wiederum in mehreren Zyklen.

Ich weiß noch, dass ich daraus für mich eine etwas eigenwillige Beruhigungsstrategie entwickelt habe.

Wenn ich nachts wach wurde und nicht einschlafen konnte, ging ich davon aus, dass die nächste gute Einschlafphase erst so in 1,5 Stunden kommen würde.

Dann musste ich nicht mehr jede Minute versuchen einzuschlafen.

Wer länger Schlafprobleme hatte, kennt wahrscheinlich diesen Druck: Du liegst wach und rechnest. Wenn ich jetzt einschlafe, habe ich noch sechs Stunden. Jetzt noch fünf. Jetzt nur noch vier.

Und mit jeder Stunde wird Einschlafen wichtiger und gleichzeitig schwieriger.

Die Vorstellung, dass ich gerade sowieso nichts tun kann, außer dazuliegen und auf die nächste Phase zu warten, hat etwas Druck herausgenommen.

Mein Schlaf wurde dadurch natürlich nicht grundsätzlich besser.

Zumindest aber habe ich damals etwas Wichtiges verstanden: Schlaf lässt sich nicht erzwingen.

Wir brauchen ein Gefühl von Sicherheit und Wohlsein, um einschlafen zu können. Es hat etwas mit Loslassen (können) zu tun.

„Ich suche seit zwei Jahren nach Hilfe“, sagte mir letztens eine Frau in einem Kennenlerngespräch.Sie ist seit langer Ze...
05/10/2026

„Ich suche seit zwei Jahren nach Hilfe“, sagte mir letztens eine Frau in einem Kennenlerngespräch.

Sie ist seit langer Zeit erschöpft und wacht nachts immer wieder auf.

Ich kenne diese Suche.

Ich habe damals Verhaltenstherapie und Hypnose ausprobiert, mehr Sport gemacht, meditiert, abends nicht mehr spät gegessen und mir körperorientierte Begleitung gesucht.

Vieles davon hat mir für andere Themen geholfen. An meinem nicht erholsamen Schlaf hat sich nichts verändert.

Was bei mir lange überhaupt keine Rolle gespielt hat, war meine Atmung. Ich hatte einfach keine Idee davon, dass diese wichtig ist.

Ich atmete dauerhaft zu schnell und nur mit wenig Bewegung im Zwechfell. Wenn ein solches Atemmuster besteht, ist es genau der Punkt, an dem es sich lohnt, anzusetzen.

Damit meine ich nicht, abends fünf Minuten eine Atemübung zu machen.

Eine Atemübung kann für den Moment sehr wirksam sein, vorausgesetzt, sie passt zu der jeweiligen Person. Ein Atemmuster, das sich über viele Jahre entwickelt hat, verändert sich dadurch nicht automatisch.

Dafür braucht es regelmäßige Atempraxis. Nicht möglichst tief atmen, sondern nach und nach die Art zu verändern, wie wir auch dann atmen, wenn wir gerade gar nicht darüber nachdenken.

Langsam, still und tief. Und bitte, möglichst immer durch die Nase 😀.

Wenn jemand entspannt neben dir sitzt, sollte seine Atmung kaum sichtbar und möglichst leise sein. So wenig brauchen wir eigentlich nur zu atmen.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass bei Schlafproblemen auf so vieles geschaut wird: Schlafenszeiten, Bewegung, Ernährung, Gedanken, Stress und Gewohnheiten.

Darauf, wie jemand die anderen 16 Stunden des Tages atmet, schaut kaum jemand.

PS: Ich schon 😃

Wir haben eine ganze Menge ziemlich normalisiert, was unserem Nervensystem wenig Gelegenheit gibt, herunterzufahren.Stän...
28/09/2026

Wir haben eine ganze Menge ziemlich normalisiert, was unserem Nervensystem wenig Gelegenheit gibt, herunterzufahren.

Ständig beschäftigt sein. Produktiv sein. Auch dann noch etwas erledigen, wenn eigentlich nichts mehr dringend ist.

Morgens nach dem Aufwachen als Erstes aufs Handy schauen. Abends im Bett als Letztes auch.

Viel denken und dabei kaum mitbekommen, was im Körper eigentlich gerade passiert. Ihn vielleicht sogar ignorieren. Hauptsache, er funktioniert.

Emotionen unterdrücken, weil sie im Moment nicht passen. Leistung geht schließlich vor.

Sich erst ausruhen, wenn man krank ist. Und manchmal nicht einmal dann.

Ständig erreichbar sein und das Gefühl haben, zeitnah reagieren zu müssen.

Den müden Körper morgens und nachmittags mit Koffein anschieben und ihn abends mit Wein wieder herunterholen.

Den größten Teil des Tages sitzen. Wenig draußen sein. Wenig Tageslicht, Natur und Bewegung.

Das "Interessante" daran ist, so finde ich: Vieles davon fällt uns gar nicht mehr als Belastung auf.

Es ist einfach Alltag geworden. Weshalb behandeln wir Erschöpfung dann eigentlich noch als individuelles Problem? Es ist doch längst ein gesellschaftliches geworden.

Was, wenn dein Körper längst im Stressmodus ist – obwohl du dich gar nicht gestresst fühlst?Und was, wenn dein Atem dir ...
24/09/2026

Was, wenn dein Körper längst im Stressmodus ist – obwohl du dich gar nicht gestresst fühlst?
Und was, wenn dein Atem dir einen direkten Zugang dazu zeigen kann?

PS: Bild KI-generiert, aber ich sehe so ziemlich genauso aus 😃.

Ich habe lange sehr diszipliniert meditiert.Fast jeden Morgen. Und auch Achtsamkeit war für mich irgendwann etwas, das i...
22/09/2026

Ich habe lange sehr diszipliniert meditiert.

Fast jeden Morgen. Und auch Achtsamkeit war für mich irgendwann etwas, das ich ganz bewusst in meinen Alltag eingebaut habe.

Das hat mir viel gebracht. Vor allem habe ich gelernt, nicht mehr auf jeden Reiz sofort zu reagieren. Zwischen dem, was passiert, und meiner Reaktion darauf ist heute deutlich mehr Raum.

Trotzdem denke ich inzwischen anders über Achtsamkeit.

Sie ist mittlerweile fast überall angekommen. In Unternehmen, Gesundheitsangeboten, Apps. Und es gibt Forschung dazu, dass Achtsamkeitspraktiken unter anderem Konzentration, Stressregulation und Aspekte der Arbeitsleistung unterstützen können.

Nur frage ich mich: Was ist mit Menschen, deren Körper gerade überhaupt nicht die Voraussetzungen dafür mitbringt?

Gestern erzählte der Freund der Tochter meines Partners, dass er keine Podcasts hört. Einfach nur dazusitzen und zuzuhören würde ihn kirre machen.

Dieser Satz hat mich aufhorchen lassen.

Denn für manche Menschen ist es gar nicht angenehm, weniger zu tun.

Still sitzen. Den Atem beobachten. Gedanken wahrnehmen. Den Körper spüren.

Was für den einen beruhigend ist, kann für den anderen erst einmal mehr Unruhe spürbar machen.

Wenn ein Körper viel Aktivierung trägt, kann es ziemlich schwierig sein, die Aufmerksamkeit ruhig bei einer Sache zu lassen. Dann kann selbst ein Achtsamkeitstraining eher kontraproduktiv werden und die Unruhe sogar verstärken.

Ich denke, wir sollten Achtsamkeit nicht immer nur als weiteres Tool betrachten, mit dem wir konzentrierter, gelassener und am Ende womöglich noch leistungsfähiger werden.

Oft lohnt es sich, vorher genauer hinzuschauen: Wie viel Ruhe kann jemand überhaupt aushalten? Wie leicht fällt es, den eigenen Körper zu spüren? Was passiert, wenn die Ablenkung wegfällt?

Das Wissen über unser Nervensystem hat meinen Blick darauf stark verändert.

Nicht jede Schwierigkeit mit Achtsamkeit lässt sich mit noch mehr Achtsamkeit lösen.

Atme nicht, um dich zu reparieren oder zu verbessern.Mach auch aus deinem Atem nicht das nächste Projekt, an dem du arbe...
17/09/2026

Atme nicht, um dich zu reparieren oder zu verbessern.

Mach auch aus deinem Atem nicht das nächste Projekt, an dem du arbeitest.

Atme aus einer wohlwollenden Haltung dir selbst gegenüber, aus einer tiefen Freundschaft mit dir selbst heraus.

Verändere deinen Atem nicht, um mehr leisten zu können. Und betrachte ihn nicht ständig mit dem Gedanken, er müsste anders sein.

Lass deinen Atem auch mal sein.

Und damit auch ein bisschen mehr dich selbst.

Tolles Foto: jana-legler.com

Ich habe meine Energie eine zeitlang ziemlich genossen.Das war im Anfang einer Lebensphase, in der ich eine Festanstellu...
16/09/2026

Ich habe meine Energie eine zeitlang ziemlich genossen.

Das war im Anfang einer Lebensphase, in der ich eine Festanstellung hatte und nebenbei an den Wochenenden auflegte.

Ich konnte viel erledigen. Meine Mails checkte ich schon, während ich die Treppen bis zu meiner Wohnung im Dachgeschoss hochlief. Wenn ich abends noch Platten online kaufte, trieb ich mich an, noch ein bisschen weiterzumachen.

Einmal bereitete ich nach der Arbeit ein Set für den Tresor in Berlin vor. Ich war ziemlich platt und trank ein Bier, um irgendwie wieder Energie zu bekommen.

Auch eine Strategie, die vermutlich viele kennen.

Alkohol kann kurzfristig entspannen und betäuben. Ich verurteile solche Strategien nicht. Wir entwickeln sie meistens nicht ohne Grund. Irgendwann haben sie funktioniert oder waren zumindest das, was gerade am einfachsten verfügbar war, um etwas anderes auszugleichen.

Spannender finde ich die Frage, was wir tun, wenn uns wirklich bewusst wird, dass uns eine Strategie auf Dauer nicht guttut.

Auf meinem eigenen Weg waren für mich ausgerechnet die Dinge besonders hilfreich, gegen die ich immer wieder einen ziemlich großen Widerstand verspürte.

Aufhören. Mich ausruhen. Traurigkeit fühlen. Eingestehen, wie es mir wirklich geht. Und vor allem: Hilfe annehmen und mich begleiten lassen. Vertrauen.

Hinter Widerständen liegt häufig etwas, das wir beschützen wollen oder vor dem wir Angst haben. Und ich würde sagen - immer - sind wir es selbst, mit denen wir uns dann lieber nicht beschäftigen wollen.

Genau damit in Verbindung zu kommen, hat für mich am meisten verändert.

Worüber ich hier eher selten schreibe, sind transformative Atemsessions.Dabei wird der Atem anders eingesetzt als beim r...
14/09/2026

Worüber ich hier eher selten schreibe, sind transformative Atemsessions.

Dabei wird der Atem anders eingesetzt als beim regulierenden Atmen. Es geht nicht darum, das Nervensystem möglichst schnell zu beruhigen, sondern wir atmen intensiv und aktivierend. Das kann einiges in Bewegung bringen 😃.

Ein bekannter Vertreter intensiver Atemtechniken ist Wim Hof. Seine Methode sehe ich aus meiner traumainformierten Perspektive allerdings mit großer Vorsicht. Vielleicht schreibe ich dazu noch einmal gesondert etwas.

Vor Kurzem habe ich eine Klientin in einer transformativen Atemsession begleitet, die ohnehin viel Aktivierung in ihrem Körper trägt.

Deshalb haben wir es sehr sanft gehalten. Nur 30 Minuten und mit viel Achtsamkeit von ihr und von mir dafür, was für sie gerade möglich ist.

Während der Session kam bei ihr kurz Angst auf. Sie blieb bei dem Gefühl und beim Atem, statt die Erfahrung abzubrechen oder die Angst möglichst schnell loswerden zu wollen.

Als ich sie eine Woche später wiedersah, fiel mir sofort auf.:

Ihr Gesicht wirkte weicher und ihre Augen leuchteten. Im Oberkörper schien mehr Raum zu sein und ihr Atem konnte tiefer fließen.

Sie selbst erzählte mir noch etwas besonders Schönes: Sie konnte ihren Partner in der Woche nach der Session mehr sein lassen als sonst.

Was 30 Minuten aktive Atemarbeit bewirken kann, verblüfft mich jedes Mal.

Wenn der Raum sicher ist und sich die Atmenden auf intensivere körperliche Prozesse einlassen können, ohne dabei über ihre Grenzen zu gehen, geschehen immer wieder die schönsten Dinge.

Adresse

Jasa – Dein Kraft- Und Entspannungszentrum Konsumhof 1-5
Potsdam
14482

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