02/09/2026
🟥👉 Es gab einmal eine Zeit, da galt gentechnisch veränderter Mais vielen Deutschen als ungefähr das Gefährlichste, was einem auf einem Teller begegnen konnte. Man verlangte eine Kennzeichnung. Man wollte wissen, was drin ist. Die Mehrheit misstraute Konzernen. Und überhaupt: Gentechnik? Nein danke.
Dann kam Corona.
Plötzlich war ein erstaunlicher Teil derselben Gesellschaft bereit, sich "genetische Informationen" injizieren zu lassen, damit Körperzellen (vorübergehend - so genau weiß man es dann doch nicht) ein virales Protein herstellen.
Falls jemand jetzt schon Schnappatmung bekommt: genau darauf beruht das Prinzip der mRNA-"Impfstoffe".
Interessant ist immer wieder die Geschwindigkeit, mit der sich gesellschaftliche Maßstäbe verändern lassen, wenn man den Leuten nur genug Angst macht.
Dann passiert völlig Verrücktes: Beim Mais galt Vorsicht als verantwortungsbewusst. Bei einer neuartigen Impfstofftechnologie galt dieselbe Vorsicht plötzlich als "verdächtig". Was daraus gesellschaftlich gemacht (natürlich durch Teile weite Teile der Politiker, einiger Wissenschaftler und einer Masse an willfährigen Medizynern) dürfte den meisten von euch bekannt sein. Die anderen werden sich sowieso gleich wieder aufregen und ihren Unmut in den Kommentaren äußern.
Ich bin jedenfalls so alt, dass ich weiß: wer beim Lebensmittel nach Langzeitfolgen fragte, war ein kritischer Verbraucher.
Wer 2021 beim Spritzstoff nach Langzeitfolgen fragte, hatte je nach Tonalität seiner Frage schon gute Chancen, als "Wurmfortsatz der Gesellschaft", "Assozialer Trittbrettfahrer" usw. geführt zu werden.
FAZIT: Vom „Ich will keine Gentechnik auf meinem Teller“ zum „Spritzen Sie mir die Bauanleitung ruhig in den Muskel“ (ist ja nur ein Pieks) brauchte Deutschland erstaunlich wenige Jahre.
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