05/08/2026
Manchmal merkt man erst mit etwas Abstand, wie viel eigentlich passiert ist und wie sehr einen bestimmte Jahre verändert haben.
Beim Zusammensuchen der Stories ist mir noch einmal bewusst geworden, WIE viele traumatisierende Momente es gab, in denen mein Leben nur von Krankheit, Krankenhaus und der nächsten medizinischen Katastrophe bestimmt wurde. Irgendwie hab ich damals funktioniert, ohne überhaupt die Möglichkeit zu haben, wirklich zu begreifen, was da gerade passiert… was mir angetan wurde.
Aber zwischen all dem ist endlich wieder Platz für schöne Momente, für Menschen, die ich liebe, für Pläne, Vorfreude und ein bisschen Normalität. Ich muss aber wieder erlernen WIE das geht. Irgendwie mir nicht selber im Weg stehen, weil ich wegen gestern Angst vor morgen habe..
Und vielleicht ist genau das gerade mein größter Fortschritt: Ich existiere nicht mehr nur. Ich lebe wieder. Aber es kostet so viel Kraft und Energie meinem Nervensystem zu sagen, dass wir in Sicherheit sind. Vor allem: sind wir das denn wenn wir nur einen Infekt einer neuen Traumaspirale entfernt sind? Die Sache mit dem Gleichgewicht…
So oder so habe ich vieles verändert. Die Krampfanfälle waren so unglaublich schlimm und aussagekräftig für mich. Vielleicht war es deshalb hier eine Weile stiller. Nicht weil nichts passiert ist, sondern weil ich zum ersten Mal seit langer Zeit damit beschäftigt war, mein Leben AKTIV zu gestalten, mit einem Blick in die Zukunft zu leben, anstatt hauptsächlich darüber zu berichten, wie ich versuche, die Vergangenheit irgendwie zu überstehen. Weniger Bildschirmzeit, keine Social Media Apps mehr mit Sensory Overload, mehr einfach da sitzen und das weiche Fell meiner Bella wahrnehmen. Manchmal sitze ich einfach im Dunklen Bad. Oder starre eine Zeit lang einen Punkt an der Wand an. Heilung sieht für mich grad irgendwie *so* aus. Und dafür bin ich gerade einfach unglaublich dankbar. ❤️🦓