01/09/2023
Liebe Patientin, lieber Patient,
die ACM möchte sich in den kommenden Tagen und Wochen bei den entsprechenden Fachpolitikern im Deutschen Bundestag (Gesundheitsausschuss, Verkehrsausschuss, Wirtschaftsausschuss) für Verbesserungen beim Thema Cannabis als Medizin und Führerschein einsetzen.
Dazu benötigen wir einige exemplarische Fälle, bei denen es ungerechtfertigt zu einem Führerscheinverlust für Cannabispatienten gekommen ist, sei es dass die Polizei gelogen hat, dass die Führerscheinstelle überzogene Anforderungen stellt oder eine MPU-Stelle Ihnen Dinge in den Mund gelegt hat, die nicht zutreffen.
Nach dem Gesetz müssen Cannabispatienten genauso behandelt werden wie alle anderen Patienten auch, die Medikamente einnehmen, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Sie dürfen also grundsätzlich am Straßenverkehr teilnehmen. Bisher legen viele Polizeibeamte, Führerscheinstellen und MPU-Stellen an Cannabispatienten allerdings höhere Maßstäbe an als an andere Patienten.
Unser Ansatz ist der folgende: wir haben in Deutschland einen Fachkräftemangel und generell einen Mangel an Arbeitskräften. Durch den Verlust des Führerscheins verlieren viele Patienten auch ihren Arbeitsplatz. Das kann sich die deutsche Wirtschaft heute aber nicht mehr leisten. Daher wollen wir nicht nur den Verkehrsausschuss, sondern auch die Wirtschaftspolitiker der Parteien auf dieses Thema ansprechen. Die meisten werden keinerlei Ahnung davon haben, wie die Führerscheinstellen und MPU-Stellen teilweise mit Cannabispatienten umgehen.
Melden Sie sich gern bei der ACM, wenn Sie entsprechende Probleme hatten oder haben:
[email protected]
bitte beschreiben Sie in wenigen Sätzen Ihr Problem. Wenn uns der Fall interessant erscheint, werden wir uns bei Ihnen melden, um weitere Informationen zu erhalten.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Dr. med. Franjo Grotenhermen
Geschäftsführer