07/08/2026
„Reiß dich zusammen.“
Ein Satz, den Frauen verdammt oft hören.
Und Alleinbegleitende? Gefühlt noch ein bisschen öfter.
Du bist erschöpft?
Reiß dich zusammen.
Du weißt gerade nicht, wie du Arbeit, Kinder, Termine, Haushalt und Geld unter einen Hut bekommen sollst?
Reiß dich zusammen.
Du hast Angst?
Bist überfordert?
Brauchst Hilfe?
Reiß dich zusammen.
Denn schließlich hast du es dir ja „so ausgesucht“.
Du musst doch stark sein.
Du schaffst das schon.
Du hast es bisher doch auch immer geschafft.
Und irgendwann sitzt dieser Satz so tief, dass ihn niemand mehr zu dir sagen muss.
Du sagst ihn dir selbst.
Du funktionierst noch ein bisschen länger.
Hältst noch ein bisschen mehr aus.
Fragst noch ein bisschen später nach Hilfe.
Vielleicht sollten wir endlich aufhören, Frauen dafür zu feiern, wie viel sie aushalten können.
Und anfangen zu fragen:
Wie viel davon hätten sie überhaupt aushalten müssen, wenn sie nicht ständig das Gefühl bekommen hätten, sie müssten sich einfach nur „zusammenreißen“?
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Vielleicht muss ihn heute genau die Frau sehen, die gerade versucht, sich irgendwie „zusammenzureißen“.