Tai Chi Chuan - Ronin Dojo - Schopfheim

Tai Chi Chuan - Ronin Dojo - Schopfheim Tai Chi Chuan 80er Langform im Yang-Stil - meditativ und entspannend - sowie Schwertform
Info: 07622 6844043 darum zu lernen, das Leben fließen zu lassen.

Wir machen Tai Chi in erster Linie als Entspannung und Meditation in Bewegung, nicht als Wettkampf. Dabei geht es um die eigenen Erfahrungen und die Einbettung in den Alltag bzw.

08/02/2023

Die VIER Elemente
der Kraft

Zen – Taiji – Karate – Schwert

Im Leben gibt es immer und immer wieder Probleme, Situationen, in denen unser Einsatz und unsere Entscheidung gefragt ist, und es gibt sehr verschiedene Handlungsmuster, mit denen wir auf die Herausforderungen reagieren können.
Das, was ich in meinen Unterrichten lehre, ist nicht nur Körperarbeit, also eher sportlich, sondern Kampfkunst, also eher geistig. Und geistig bedeutet, daß es auch außerhalb des Unterrichts, des Übungsraums, im ganz normalen Lebensalltag anwendbar sein soll.
Ich liebe diese Übertragung. Die Grundmuster des Taiji, des Zen usw. sind archetypische Grundmuster bzw. Verhaltensmuster, die universell anwendbar sind, körperlich, seelisch, geistig.
Es gehört natürlich eine gewisse mentale Flexibilität dazu das umzusetzen, aber möglich ist es. Und es ist der eigentliche Grund, warum ich diese Kampfkünste ausübe, denn ich bin ein fauler Hund oder eher eine faule Katze. Ich bewege mich nicht gern, und wenn ich mich doch bewege, muß es einen Sinn haben.
Der Sinn meiner Bewegungen ist daher, geistige Erkenntnisse auszudrücken und umzusetzen. Es ist die angewandte Einheit von Leere und Form, von Nirvana und Samsara, wie sie im Herz-Sutra des Zen ausgedrückt wird und auch von vielen heutigen Menschen formuliert wird, z.B. von Stephen Wolinsky.
Alle Formen entstehen aus dem Nichts und bestehen hauptsächlich aus Nichts.
Schauen wir uns also die Strukturen an, die diesen leeren Raum als Form gestalten und uns in unserem Leben alles bewältigen lassen, wenn wir es denn schaffen, uns dem Thema tatsächlich hinzugeben.
Das erste Element ist Zen, oder chinesisch Chan, die Stille, die Unbewegtheit, die gleichzeitig absolut präsent energetisch anwesend ist.
Wenn wir einem Thema, einem Problem gegenüberstehen und es aus dem Zen-Blickwinkel betrachten und behandeln, dann handeln wir -
NICHT!
Was bedeutet es, nicht zu handeln? Es bedeutet, nicht zu handeln, das ist eine sehr schlichte Sache. Es greift uns jemand an, wirft uns etwas vor, kritisiert uns, verlangt von uns Erklärungen und Begründungen, und bekommt....nichts.
In unserer Gesellschaft müssen wir immer alles begründen und auf alles reagieren. Tun wir das nicht oder nicht adäquat, werden wir geoutet, man nimmt uns nicht ernst, wir haben verspielt. Wollen wir ernst genommen werden, vom Ehepartner, Freund, Geschäftspartner oder sonstwem, dann müssen wir ran. Verbal, mental. Wir müssen liefern, damit der andere etwas zu verdauen hat, damit er etwas hat, womit sich Aggressionen begründen lassen oder auch eine Zustimmung, jedenfalls etwas Sozialkonformes.
Zen allerdings ist nicht sozialkonform.
Es ist auch nicht ansatzweise bereit, sich gesellschaftlichen, spirituellen, esoterischen oder sonstwelchen anerkannten Formen und Normen unterzuordnen oder anzupassen.
Zen erkennt nichts an; wenn jemand sagt, man müsse doch aber den anderen schützen oder ihm helfen oder gut sein oder kommunikativ oder kooperativ - Zen sagt NEIN zu allem. Das bedeutet nun aber nicht, daß ich innerlich abschalte und mich von allem abwende, es bedeutet, zugewandt und präsent zu sein, ohne aber dem inneren oder äußeren Handlungsimpuls nachzugeben. Wir lassen den Energien ihren Raum, sich zu entfalten, greifen aber nicht ein.
Welche Vorteile bringt uns das?
Nun, wir bieten dem anderen keine sichtbare Angriffsfläche, wir reagieren nicht auf Beleidigungen oder Lob, nicht auf Drängen oder Verlockungen.
Das zweite Element ist das Taiji, das Mitgehen, Fließenlassen, ableiten. Bewahrt man im Zen-Modus die Ruhe und Unbeweglichkeit eines Berges, so ist hier ein intensives Mitgehen und Spüren der Energien angesagt. Hier kann es sein, daß wir spüren, ein Angebot könnte Vorteile für uns bringen, also gehen wir mal ein paar Schritte mit und sehen, was passiert, allerdings ohne innerlich anzuhaften. Oder wir leiten die aggressiven oder anhaftenden Handlungen anderer einfach ins Nirvana, ohne an ihnen Anteil zu nehmen. Oder wir drängen jemanden geduldig und ruhig aus unserer Komfortzone heraus, ohne jede Aggression, aber durchaus mit Schubkraft, die wir aus unserer Erdung heraus entwickeln.
Im Taiji- Modus bleiben wir in unserer Zentriertheit und inneren Ruhe, aber nicht nicht in der Art eines Fujiyama, sondern der eines plätschernden Bergbaches, eines rauschenden Stromes oder auch einer Meeresströmung. Auch leichter Regen oder ein Wolkenbruch sind denkbar, das Hauptelement zum Agieren jedenfalls ist das weiche Wasser.
Was ist der Vorteil dieses Modus?
Es ist wieder das Nicht-Anhaften, wir geben dem anderen keine Chance, uns mental oder physisch unter Kontrolle zu bekommen.
Der dritte Modus ist Karate. Hier ist eine ganz andere Energie am Werk, bzw. dieselbe Energie wird ganz anders eingesetzt. Hier darf auch Härte, Geschwindigkeit und Angriff eine Rolle spielen, je nachdem, wie sich die Situation entwickelt.
Nehmen wir ein Beispiel: Jemand kritisiert dich völlig ungerechtfertigt auf sehr unangenehme Weise. Zen Modus: Du hörst es - nicht. Keine Reaktion. Es kann aber auch sein, daß es dich doch nervt und du den Tai Chi Modus wählst: Z.B. einen freundlichen Witz, der das ganze ad absurdum führt. Oder den Karate-Modus, indem du die Schwäche aufdeckst und angreifst, aus der heraus der andere dich niedermachen will. Dann brauchst du eine gute verbale Basis, mußt dich sicher fühlen, daß du dem Kampf gewachsen bist. Bei finanziellen Auseinandersetzungen kann der Karate Modus oft sinnvoll sein, wenn du nicht Geld verlieren willst, das dir zusteht.
Der Karate Modus ist dann sinnvoll, wenn wir eine gute Standbasis haben und viel freie Energie, mit der wir in den Kampf ziehen. Dabei ist gute Laune keine Voraussetzung, aber hilfreich. Es darf auch mit harten Bandagen gekämpft werden, aber nicht verkrampft. Bei verbalen, juristischen und realen Kämpfen sollten wir gut mit dem Boden verwurzelt sein und nicht zu entspannt. Dazu gehört ein gutes Selbstvertrauen, die genaue Kenntnis der eigenen (richtigen) Position, sowie das Wissen um nötige Hilfsmittel, seien es Rechtstitel, Kraftverhältnisse oder psychische Disposition bei dir selbst und dem Gegner. Wichtig ist dabei, nicht zu viel Wind zu machen, sondern die Abwehr und den Angriff präzise und überraschend zu setzen. Nicht aus Hilflosigkeit heraus agieren, sondern immer eine Position der Stärke wahren. Der Karate-Modus kann dem Leben eine ungeahnte Qualität und Energie verleihen, die man nie mehr missen möchte.
Dann gibt es noch das Schwert, den Weg der Ent-Scheidung, oft kombiniert mit einem der anderen Wege, oft am Ende, wenn die anderen nicht gefruchtet haben. Man stelle sich das vor: Zen - nicht reagieren, Tai Chi - mitfließen, Karate - dreinschlagen... nun aber: Kopf ab. Eine Entscheidung, nach der nichts mehr ist wie vorher. Die Vorgehensweise des Schwertes zeigt dem anderen, daß man bereit ist, zu töten, aufs Ganze zu gehen, ohne Rücksicht alle Energie einzusetzen. Ist es für unser Sein und unsere Ziele notwendig und sind die zarteren Methoden nicht zielführend, dann sollten wir auch bereit sein, den Gegner zu vernichten, die Situation endgültig zu klären. Danach ist kein Rückwärtsgang mehr möglich. Nach einer Karate-Aktion kann man sich vielleicht noch entschuldigen, nach einer Schwerthandlung nicht, und man will es auch gar nicht. Schwert-Entscheidungen ändern den Lebensweg, sei es daß man sich von einer beruflichen Situation trennt oder von einem Freund oder Partner, sei es daß man sich für etwas entscheidet, einen neuen Lebensweg, eine andere Art zu denken, zu handeln, einen anderen Ort. Wichtig dabei ist auch, sich nicht mit Gewissensbissen und Rückwärtsgedanken zu belasten, denn hier Geschehenes kann sowieso nicht revidiert werden.
Oft schleppen sich Menschen jahrzehntelang durch für sie unbefriedigende berufliche Situationen, leben mit einem Partner zusammen, der ihnen nicht entspricht, haben sich Gedankengängen und Gewohnheiten hingegeben, die sie schwächen und unglücklich machen. Und genauso lang versuchen sie, auszuhalten, zu verdrängen, sich streitend ihren Platz zu bewahren, wo nur ein Schwertschnitt ihnen die Freiheit ermöglichen würde.
Und genau hier liegt die Wurzel des ganzen menschlichen Übels: Der Mensch an sich will keine Freiheit, daher braucht er auch nicht die Kraft, die dieser zugrunde liegt. Was nützt mir Zen, wenn ich meine eigene autonome Mitte gar nicht finden will - was nützt mir Tai Chi, wenn ich trotzdem an den Energien der anderen kleben bleibe, was nützt mir Karate, wenn ich nicht weiß, wofür und wogegen ich überhaupt kämpfen sollte im Leben.
Das Schwert ist hier die härteste Prüfung. Nur wenn ich mich wirklich kenne und die anderen auch, kann ich es sinnvoll einsetzen. Daher ist für das Schwert ganz besonders wichtig, Erfahrung in Meditation zu haben, wenn man es nicht nur im Übungsraum einsetzen will, sondern als durchschlagendes Erfolgsprinzip im Lebensalltag. Schafft man das aber, gibt es eigentlich keine wichtige Auseinandersetzung, aus der man nicht als Sieger hervorgeht. Das ist tatsächlich meine eigene Lebenserfahrung.
Mißbraucht man den Schwertmodus für Kinkerlitzchen und Müll, wie Karriere, Macht, Reichtum, Zeitvertreib oder Ansehen, dann zerstört man die eigene Basisenergie mit Sicherheit und wird zu einem hohlen Zombie. Man muß schon wissen und sicher sein, sich selbst zurückgeführt haben auf die wichtigsten Lebenselemente wie Atmen, Essen und Trinken, Gesundheit, Grenzüberschreitung im Lernen, und die üblichen Lebenstäuschungen beiseite gelegt haben.
Authentisch und intensiv da sein.

Christoph Jantzen, 2022, Schopfheim

18/08/2021

ein Film für Marius. Die Tai Chi Form 1 bis 21 in einer verkürzten Form, damit sie auch in einem Zimmer geübt werden kann.

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28/04/2021

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21/06/2020

So, heute hatten wir unser erstes Nach-Corona Taichi Seminar. Es war großartig. Da die Teilnehmer seit Jahren dabei waren, konnten wir sehr in die Tiefe der einzelnen Bewegungsabläufe gehen und Bereiche erschließen, die für alle auch nach Jahren des Unterrichts neu waren. Hat saumäßig Spaß gemacht. Es ist immer wieder sehr befriedigend zu erleben, welch ungeheuren Tiefgang die Kampfkunst Tai Chi in sich trägt, wenn man sich ihr langfristig widmet. Natürlich erreicht man einen solchen Tiefgang nicht, wenn man meint, nach ein paar Monaten hätte man schon wirklich etwas begriffen.
Deshalb ermuntere ich alle, die eine Kampfkunst lernen, sich viel Zeit zu nehmen.

05/05/2020

Alle Fotos stammen vom Lueginsland, sind auf der Schweigmatt entstanden und zeigen unsere Umgebung und unsere Arbeit. Schwertfotos: Lucia. Karate und Tai Chi...

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www.haus-lueginsland.de Diashow über unsere unkonventionelle Art, Kampfkunst weiterzuentwickeln und zu präsentieren

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Nr 7 der ersten Tai Chi Form

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Schweigmatt 5
Schopfheim
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Dienstag 15:00 - 22:00
Mittwoch 15:00 - 22:00
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